Vorbetrachtung zur neuen Saison 2019/2020 des FK Niederlauitz

Vor dem Start zur 28.Fußballkreismeisterschaft im FK Niederlausitz

Wir stehen kurz vor dem Start in die neue Fußballsaison 2019/2020, der 28., seit der Strukturreform.

Wer zählt zu dem Favoritenkreis in diesem neuen Spieljahr?

Auf alle Fälle die Vereine, die in der Vorsaison Platz zwei bis vier belegten. Der SV Lausitz Forst, der FSV Viktoria 1897 Cottbus und die SG Groß Gaglow.

Der SV Lausitz Forst hat sich in den letzten zwei Spieljahren enorm gesteigert, bis hin zum Vizekreismeister. Da die Mannschaft sich spielermäßig kaum verändert hat und sie sich mit Markus Dörry vom Oberligisten VfB Krieschow, Julien Lohse von der SG Eintracht Peitz und mit Jungspieler Ben Twarroschk vom FC Energie Cottbus gezielt verstärken konnten, zählen sie mit zum engsten Favoritenkreis. wenn nicht so gar zum Titelfavoriten.

Auch der FSV Viktoria 1897 Cottbus hat einen großen Qualitätssprung gemacht. Technisch waren sie schon immer eine der besten Mannschaften der Liga. Hinzu kommt nun noch die Treffsicherheit. Mit 113 Toren, zweitbester Wert 2018/2019 der Liga, haben sie in der zurückliegenden Saison nachgewiesen, dass es auch hier weiter voran ging. Mit Peter Behnisch von der Spielgemeinschaft Briesen/Dissen und vier Jungspieler aus dem eigenen Nachwuchs gehen sie in die neue Saison. Sie wollen mit der gleichen spielerischen Leistung, wie aus der zweiten Halbserie der Vorsaison, aufwarten und die Plätze 1-3 anpeilen.

Das zweite Jahr nach einem Aufstieg ist bekannter Maßen die schwierigste Saison. Hier gilt es nachzuweisen, dass die Endplatzierung keine „Eintagsfliege“ war. Die SG Groß Gaglow will und muss die spielerische Leistung aus 2018/2019 bestätigen und wenn möglich weiter ausbauen. Ihre Zielstellung ist ganz vorn mit anzugreifen. Dazu hat man sich personell verstärken können. Mit Danny Hübner vom BSV Guben Nord, Mathias Krüger vom VfB 1921 Krieschow und Anton Stasch vom Berliner TSV soll dies geschehen.

Wenn in der Vorsaison ihre Zielstellung weit verfehlt wurde (8.Platz), so muss die U23 vom VfB 1921 Krieschow mit zum engsten Favoritenkreis gezählt werden. Ein großer Umbruch fand in dieser Mannschaft statt. Auch sie haben sich verstärken können. So mit Chris Hnyk vom BSV Guben Nord, Eric Geßner von Blau-Weiß Vetschau, Maik Lorenz und Christoph Paulig vom VfB Cottbus 97, Danny Kobelt von der SG Burg/Spreewald und aus Werben kamen Tobias Gensel und Florian Jarick.

Kann die SG Blau-Weiß Schorbus ihren für sie hervorragenden fünften Platz aus der Vorsaison wiederholen? Sie haben zwei Abgänge zu verzeichnen. Mit Lorenzo Barrios und Sven Rajewski haben zwei Stützen den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen. Dafür haben sie mit Robin Domhart einen vorzüglichen „Knipser“ vom SV 1912 Guhrow verpflichten können, der schon Spiele alleine entscheiden kann. Christopher Adler vom SV Döbbern 25 und ein tunesischer Spieler ergänzen die Neuzugänge.

Die Auftaktspiele werden Aufschluss geben wohin die Reise geht.

Können die Traditionsvereine der Liga, die SG Sielow, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen und der SV Einheit Drebkau, endlich die Meisterschaft entscheidend mitbestimmen?

Nach dem Abstieg aus der Landesklasse konnte Drebkau in der Endphase der Kreismeisterschaft noch die Kurve bekommen und einen erneuten Abstieg verhindern. Mit der ältesten Mannschaft der Liga haben sie sich das Ziel gestellt, die Klasse zu halten.

Auch die SG Sielow konnte keine Neuzugänge vermelden. Mit Roul Storch, Thomas Korrenz und Daniel Kubik haben drei Spieler den Verein verlassen. Nach dem zehnten Platz im Endklassement in der Vorsaison wird ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt.

Kann die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen endlich über ihren „Schatten“ springen und eine bessere Endplatzierung als in den Vorjahren erreichen? Sie zählen zu Beginn einer neuen Saison immer mit zu den Favoriten, konnten aber diese Favoritenstellung nie bestätigen. Kadermäßig sind sie so geblieben wie im Vorjahr. Mit Denny Burgmeier vom VfB Cottbus 97 und Marty Piesnack vom Kahrener SV 03 sind zwei neue Spieler dazugekommen die mithelfen sollen, die „Schallmauer“ zu durchbrechen.

Was können die drei Aufsteiger?

Der souveräne Sieger der Kreisliga, die SG Burg/Spreewald, wird wie im Vorjahr die SG Groß Gaglow bestimmt ein Achtungszeichen setzen. Mit Spannung sollte diese Mannschaft verfolgt werden. Zu ihrer Zielstellung haben sie sich nicht geäußert. Es ist aber anzunehmen, dass nicht nur der Klassenerhalt ihr Ziel ist. Wer in einer Saison, egal in welcher Liga, über einhundert Tore erzielt, muss ernst genommen werden.

Wer mit zwölf Punkten Rückstand zur SG Burg den zweiten Platz erzielt hat und noch elf Tore mehr geschossen hat als die Spreewälder, der sollte nicht unterschätzt werden. Als ein Problem sieht die Spielgemeinschaft TSV Cottbus/Kiekebusch ihr zu kleines Spielerpotential an. Eine Serie kann sehr lang werden. Unvorhersehbare Ereignisse können den Kader weiter schwächen. Da müssen Niederlagen eingeplant werden.

Da es in der letzten Saison keinen Absteiger aus der Landesklasse gab, wurde zusätzlich zu den zwei festgesetzten Aufsteigern aus der Kreisliga ein dritter Platz frei. Diesen belegte die SG Klein Gaglow, die nach der zweiten Strukturreform, die Qualifikation für die Kreisoberliga, nach Platz neun in der Kreisliga West nicht schafften. So betreten sie Neuland. Auch für sie gilt, der Klassenerhalt steht im Vordergrund.

Eine spannende Saison steht uns bevor. Gibt es eine Überraschung mit der man vorher nicht gerechnet hat?

Die SG Kausche, der SV Motor Cottbus-Saspow und die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen können, wenn sie sich erholt haben, eine Überraschung landen.

Wünschen wir uns eine spannende, faire Meisterschaft, den Unparteiischen immer einen guten Blick, die richtige Entscheidung zu treffen und den Pfiff zur rechten Zeit.

www.spreewaldkicker.de wird über die Spiele der Kreisoberliga ausführlich berichten.

Die Mannschaftsaufstellungen der Vereine sind in einem separaten Beitrag veröffentlicht.