Rückblick 25.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde !

Dieser 25. Spieltag hatte alles, was man sich denken konnte. Von einer Spielabsage, dem Tagestorrekord, der vielen geschossenen Toren, dem Tordurchschnitt pro Spiel, etc.

Dieser dreigeteilte Spieltag begann am Freitagabend, im Sportzentrum der Neißestadt Guben, wo sich nach einem wilden und torreichen Spiel die Gäste, die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche, mit einem sensationellen Torergebnis von 6:8 alle drei Punkte von der Reserve des 1.FC Guben holte. Dieses Ergebnis ist im Männerbereich der Fußballkreises Niederlausitz, seit der Gründung am 13. März 1993, einmalig und ist ein neuer Rekord. Der SV Fichte Kunersdorf gewann erwartungsgemäß beim stark abstiegsbedrohten FSV Spremberg 1895 klar mit 1:5. Das Tabellennachbarschaftsduell „AUF WACKER“ gewannen die Gäste, die Spielgemeinschaft Groß Kölzig,Gahry/SV Döbern II, überraschend klar mit 2:4 für sich. Schon zur Pause war das Spiel entschieden. Eine Überraschung wäre fast geglückt, denn der BSV Chemie Tschernitz führte bis zur Schlussminute gegen die ersatzgeschwächt angetretene Spielgemeinschaft von Briesen/Dissen mit 3:2, ehe den Gästen noch der späte 3:3 Ausgleich gelang. Der Meisterschaftszug sollte für die Gäste ohne sie abgefahren sein. Der zäh errungene 2:0 Sieg des FSV Viktoria 1897 Cottbus gegen Eiche Branitz führte zur überraschenden Tabellenführung in der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz. Denn durch den Nichtantritt der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf beim Spitzenreiter der Liga und großen Meisterschaftsfavoriten, dem LSV Neustadt/Spree, ist diese Tabellenführung geschuldet. Dadurch spitzt sich im letzten Sechstel der Meisterschaft (fünf Spiele) ein unerwarteter Zweikampf zu, womit man eigentlich nicht gerechnet hatte. Spannung pur. Der Trainerwechsel bei der Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/ TSV Cottbus beginnt weiter zu fruchten. Erneut wurde gewonnen. Bei der stark abstiegsgefährdeten Sportgemeinschaft Blau-Weiß Schorbus wurde klar mit 1:4 gewonnen. Im Kellerduell auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn in Welzow gab es keinen Sieger. Bis zur 74. Spielminute führte der Tabellenletzte, der Welzower SV Borussia 09, gegen den VfB Cottbus 97 mit 2:1. Ein Strafstoß von Paul Scheinpflug brachte noch das späte 2:2 Unentschieden.

Zur Statistik:
An diesem reduzierten Spieltag, sieben Spiele, wurden 43 Tore erzielt. Ein Schnitt pro Spiel von 6,1! Damit wurde zum elften Mal in der laufenden Saison, die 40 Tore Grenze eingestellt bzw. überschritten. Es gab 32 Gelbe Karten und drei Mal Gelb/Rot. Es gab ein Heimsieg, zwei Unentschieden und vier Auswärtssiege. Nur 285 Zuschauer kam zu den sieben Spielen (wegen Energie!). 4 Strafstöße wurden ausgesprochen und alle wurden verwandelt. Zu den Spielen:

Ein wildes und torreiches Rekordergebnis sahen die Zuschauer im Sportzentrum von Guben. 14 Tore in einem Spiel ist ein Rekord im Männerbereich des Fußballkreises Niederlausitz. Ein faires, aber stark abwehrschwaches Spiel von beiden Seiten, begünstigte die Torausbeute. Bei noch größerer Konzentration hätten an diesem Tage noch mehr Tore falle können. Der Gastgeber hatte große Aufstellungsprobleme, die gesamte Innenverteidigung fehlte und schon in der sechsten Spielminute gab es bei ihnen eine schwere Verletzung, die zur Auswechslung zwang (Gute Besserung). Nach langer Verletzungspause kam Laslo Schneider in das Spiel, der aber auch nicht in der Lage war, das Spiel zu beruhigen. Der Torreigen begann schon in der zehnten Spielminute mit der 1:0 Führung durch Noah Pascal Schulze. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Fünf Minuten später (15) war es Dimitios Marfas, der den 1:1 Ausgleich erzielen konnte. Fast im direkten Gegenzug die erneute Führung der Neißestädter. Max Jente markierte das 2:1. Doch die Gäste schlugen zurück. Mit einem Doppelpack von Marvin Paul Tarczewski gelang nicht nur der 2:2 Ausgleich, sondern auch die erste Führung zum 2:3. Das 2:4 erzielte Carlos Kanter (39.). Dieses 2:4 war auch gleichzeitig das Halbzeitergebnis. Nach der Pause enteilten die Gäste bis auf 2:6. Hoffnung beim Gastgeber keimte auf, als Florian Jürgen auf 3:6 verkürzen konnte. Nach wechselvollen Spielminuten mit Ergebnisveränderungen hieß es am Schluss 6:8 für die Gäste. Stephan Faber erzielte in der 72. Spielminute das zwischenzeitliche 3:7 per Strafstoß und Clemens Krüger in der Nachspielzeit (90+3) den Endstand von 6:8 erzielte.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Christian Tzscheppan (Guben): Ohne unsere komplette Innenverteidigung fanden wir heute nie zu einer Einheit, auch die Hereinnahme von Laslo Schneider brachte keine Stabilität.
Peter Wöhler, Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche: Es war ein sehr faires Spiel mit vielen Abwehrfehlern, die wir nicht in den Griff bekommen haben. Es hätte auch noch viel höher hätte ausfallen können. Chancen auf beiden Seiten waren da.

Zwei unmittelbare Tabellennachbarn standen sich am Samstag AUF WACKER gegenüber. Die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz hatte die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II zu Gast. In der Tabelle rangierte der Gastgeber um einen Platz besser, als die Gäste. Wacker 34, Kölzig 31 Punkte. Dazu muss aber gesagt werden, dass Kölzig noch ein Spiel weniger absolviert hat Die ersten Minuten gehörte der Wacker-Elf, als ein Eckball schon in der neunten Spielminute für Gefahr sorgte. Doch allmählich kamen nun auch die Gäste immer besser in das Spiel und somit auch zu Möglichkeiten. So in der zwölften Spielminute, als ein Freistoß von Sino Heinze für Gefahr sorgte. Jetzt waren es die Gäste, die mehr Druck entfachten und Wacker in die Defensive drückte. Wenig später gab es Eckball für die Gäste. Der Ball kam in den 16er und hier stand Goalgetter Stephan Klengel, der das 0:1 markierte. Wacker sichtlich beeindruckt und fand nicht zu seinem Spiel. Ein erneuter Eckball der Gäste (26.) führte zum 0:2. Das gleiche Muster wie das 0:1, Wacker schaute nur zu. Vincent Stühm erzielte das Tor. So etwas darf sich nicht wiederholen. Hier hatte die gesamte Wackerabwehr geschlafen. Hoffnung keimte auf, als schon acht Minuten später der 1:2 Anschlusstreffer durch Mohamad Dreee gelang. Die Freude währte nicht lange, denn praktisch im direkten Gegenzug kamen die Gäste, erneut durch Vincent Stühn, zum 1:3. Wacker wirkte desolat, denn noch vor der Pause enteilten die Gäste auf 1:4. Hier ging aber ein klares Abseits voraus, welches der zweite Assistent nicht anzeigte. Eine krasse Fehlentscheidung. Generell muss dem Schiedsrichterkollektiv eine mangelhafte Leistung an diesem Tage bescheinigt werden . Hoffnung keimte beim Gastgeber auf, als ihnen in der 57. Spielminute durch Lukas Pötschke der 2:4 Anschlusstreffer gelang. Mehr war an diesem Tage nicht drin. Dem Wackerspiel fehlte der “Denker“ in diesem Spiel. Am Ende ein verdienter Sieg der Gäste, die nun in der Tabelle an Wacker vorbei zogen. Kölzig auf Platz fünf, Wacker auf Platz sieben.

Zweitausend Meter nördlich vom Wacker-Platz, in der Drachhausener Straße, hatte der FSV Viktoria 1897 Cottbus die Eiche-Kicker aus Branitz zu Gast. Die Gäste im Mittelfeld der Tabelle platziert (9.), hatten in diesem Spiel nichts zu verlieren und so entwickelte sich ein ausgeglichenes, ja zähes Spiel. Sie hatten gleich in der Anfangsphase des Spiels durch einen Eckball (6.) bzw. durch einen Freistoß (12.) die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch ihr Ex-Mitspieler Jakob Zylla machte dies zu Nichte. Viktoria war optisch die bessere Mannschaft, doch so richtige Torchancen in Halbzeit eins konnten sie sich nicht erarbeiten. Die fünfer Abwehrkette der Gäste, war kaum zu überwinden. Trotzdem, in der 42. Spielminute hatte Viktoria die Chance noch vor der Pause in Führung zugehen, als Keven Treydte die Chance hatte, die Führung zu erzielen. Die fiel dann gleich nach der Pause. In der 52. Spielminute gelangte eine Eingabe von der rechten Seite vor das Gästetor und hier stand Christian Tscherning goldrichtig, der zum 1:0 einnetzte. Von nun an bestimmte Viktoria das Spielgeschehen, ohne aber dabei zwingende Torchancen sich herauszuarbeiten. Mitte der zweiten Spielhälfte kam Branitz des Öfteren gefährlich auf, ohne dabei zu treffen. Als sich alle mit dem 1:0 abfinden wollten, war es Niklas Kiesow, der noch das 2:0 markieren konnte. Am Ende ein verdienter Sieg für Viktoria. Duch den Spielausfall vom Spiel Neustadt vs. Kahren ist nun Viktoria der neue Spitzenreiter der Liga!. Ein gutes Omen?

Joachim Rohde