Rückblick 24.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Ein erfolgreicher und torreicher 24.Spieltag ging am Wochenende zu Ende. Mit den beiden Nachholspielen vom 15.Spieltag waren es insgesamt 50 Tore die erzielt wurden und zum neunten Mal wurde an einem Spieltag die 40 Tore Grenze erreicht bzw. übertroffen. Damit wurden in der gesamten Spielzeit bis jetzt 869 Tore erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 4,7 Tore. Der vergangene Spieltagsdurchschnitt beträgt 5,0 Tore. Es gab, mit den Nachholspielen, 40 Gelbe Karten, eine Gelb/Rote Karte und einmal glatt Rot. Es gab mit den Donnerstagspielen 6 Heimsiege, ein Unentschieden und drei Auswärtssiege.

Dieser 24.Spieltag stand ganz im Zeichen des absoluten Spitzenspiels der Woche in der Kreisoberliga. In Briesen trafen der Tabellendritte, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen und der Spitzenreiter der Liga, der LSV Neustadt/Spree, aufeinander. Eine gewisse Vorentscheidung brachte dieses Spiel am Ende und endete mit einem souveränen Sieg des derzeitigen Spitzenreiters Neustadt. Der FSV Viktoria 1897 Cottbus wahrte mit dem 2:4 Auswärtssieg beim Ortsrivalen, VfB Cottbus 97, seine eventuelle Aufstiegschance in dieser Saison. Der Reserve vom 1.FC Guben geht scheinbar die „Luft“ aus. Schon die dritte Niederlage in Folge mussten sie hinnehmen. Mit der 4:2 Auswärtsniederlage bei der Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/Döberbn II sind sie raus aus dem Meisterschaftsrennen. Der Trainerwechsel bei der Spielgemeinschaft Groß Gaglow/TSV Cottbus beginnt zu greifen. Im Spiel gegen die Wacker-Reserve aus Ströbitz gelang mit einem 1:1 Unentschieden ein weiterer Punktgewinn. Die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche hatte wenig Mühe, den stark abstiegsgefährdeten FSV Spremberg 1895 glatt mit 6:0 zu schlagen. Nach dem Sieg im Nachholspiel beim VfB Cottbus legte Fichte Kunersdorf auch im Heimspiel gegen den BSV Chemie Tschernitz nach und gewannen sensationell mit 7:0. Die Eiche-Kicker aus Branitz gewannen sehr knapp gegen die stark abstiegsgefährdete SG Blau Weiß Schorbus an Ende mit 2:1. Und die junge Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf schlugen den Tabellenletzten, die Welzower Borussen, glatt mit 3:0.

Zu den Spielen:
Herrliches Fußballwetter am Vorabend des 1.Mai waren gute Voraussetzungen für die beiden Nachholspiele vom 15. Spieltag zwischen dem VfB Cottbus 97 und dem SV Fichte Kunersdorf, sowie das Spiel SG Gr.Gaglow II/ TSV Cottbus und der Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II.

Erneut konnte festgestellt werden, dass diese Begegnungen pünktlich um 18.00 Uhr angepfiffen wurden.

Vom Anpfiff an war es ein flottes Spiel zwischen dem VfB Cottbus 97 und dem SV Fichte Kunersdorf, so dass es zu einem ausgeglichenen Spiel kam. Schon in der dritten Spielminute erkämpfte sich der Gastgeber eine Ecke, die aber sicher abgewehrt werden konnte. In der 5.Spielminute ein herzhafter Torschuss der Gäste, der leider am linken Torpfosten vorbei ging. Es ging Auf und Ab. Ein Freistoß in der zwölften Minute für die Fichte-Elf, getreten von Lukas Seifert, war sehr verheißungsvoll. Ein weiterer Eckball des VfB dann in der 19. Spielminute, der anschließende Kopfball rauschte knapp über die Latte des Kunersdorfer Tores. So munter ging es immer weiter, bis zur 41. Spielminute, denn hier gingen die Gäste doch ein wenig überraschend mit 0:1 in Führung. Die Vorarbeit kam von Jan Gulbing, der auffälligste Spieler bei den Gästen (wurde aber in der 79. Spielminute ausgewechselt), der Ball kam zu Raik Hugler, der dann vollendete zum 0:1. Doch der Ausgleich sollte nicht lange auf sich warten, denn in der 44. Spielminute gab es ein Foulspiel im 16er. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maurice-Andre Sein sicher zum 1:1 Ausgleich. Ein ganz wichtiger Treffer, so kurz vor der Pause. Ein klassischer Konter in der 55. Spielminute führte zur erneuten Gästeführung (1:2), Jan Gulbing war der Schütze dieses Tores. Jetzt kam die Phase der Gäste, wo sie hätten gut und gerne weiter ihre Führung ausbauen hätten können. Der VfB überstand diesen Druck und kam selbst zum Zuge. Ein „Hammer“ von Jordan Handrek schlug zum 2:2 ein. Spannung pur. Dann gab es die Entscheidung. In der Schlussminute bekamen die Gäste noch einmal einen Freistoß zugesprochen. Lukas Seidel brachte den Ball vor das Tor und hier stand Elia Dabow goldrichtig und verwandelte unter großem Jubel seiner Mitspieler auf 2:3. Am Ende sicherlich in Ordnung. Für den Chronisten wäre dem Spielverlauf her ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen. Kunersdorf auf Platz neun, VfB Cottbus auf Platz13.

Am entgegengesetzten Ende der Stadt, in Kiekebusch, fand das zweite Nachholspiel vom 15. Spieltag statt. Die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II /TSV Cottbus empfing die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II. Die in der Tabelle besser platzierten Gäste.(6.) gingen nach einem Doppelpack in der 17. und 28. Spielminute durch Felix Donath mit 0:1 bzw. 0:2 in Führung. Das 0:1 war ein Traumtor, aus 18 Metern traf das noch jugendliche Talent herrlich und beim zweiten Tor traf er aus Nahdistanz zum 0:2. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit (31.) kam der Gastgeber, mit neuem Trainer an Bord, zum 1:2 Anschlusstreffer. Nach einer strittigen Szene war der Ball, im Aus oder war er noch im Spielfeld?, die Gäste warteten auf den Pfiff des Unparteiischen, der nicht kam. Dies nutzten die Gastgeber zum 1:2 Anschlusstreffer. Die Gäste blieben weiter spielbestimmend, hatten sogar noch die Möglichkeit auf 1:3 zu enteilen, nutzten aber die Riesenmöglichkeiten nicht. In der Folgezeit dann ein ausgeglichenes Spiel. Alles rechnete schon mit dem knappen Erfolg der Gäste, doch dann die 90. Spielminute. Nach einer Flanke vor das Gästetor schraubte sich Björn Schneller mit seiner Körpergröße am höchsten und nickte den Ball in das Tor zum 2:2. Durch eine schwere Verletzung eines Gastgeberspielers musste nachgespielt werden. In der fünften Minute der Nachspielzeit kam ein Pfiff des Unparteiischen und er zeigte auf den Punkt. Auch hier, wie in ganz Deutschland zurzeit, war es wohl ein Handspiel im 16er oder war es kein Handspiel? Der an diesem Tage doch sehr unsichere Referee, entschied sich für Strafstoß. Dieser Strafstoß hat doch sein „Geschmäckle“. Schütze für dererlei Sachen ist Spielführer Tim Kubanke verantwortlich. Er übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:2 Endstand. Am Ende ein doch glücklicher Sieg für die heimische Spielgemeinschaft. Die SpG Groß Gaglow II / TSV Cottbus auf Platz acht, die SpG Groß Kölzig/Gahry/Döbern II auf Platz sechs.

Den 24.Spieltag eröffnete am Samstag die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche in Kausche, gegen den stark abstiegsgefährdeten FSV Spremberg 1895. Schon in der dritten Spielminute eröffnete Routinier Manuel Rehn den Torreigen mit dem 1:0 Führungstreffer. In einen Einwurf der Gäste schaltete er sich ein und fackelte nicht lange und der Ball war im Netz der Spremberger. Dann kam die große Zeit von Jungspieler Carlos Kanter. Ihm gelang zwischen der 32. und 42. Spielminute ein echter Hattrick, zum 2:0, 3:0 und 4:0. Mit diesem 4:0 ging es in die Pause. Als gleich nach der Pause Stephan Faber auf 5:0 erhöhte, waren die Messen in diese Spiel gesungen. Das halbe „Dutzend“ machte Hattrickschütze Carlos Kanter perfekt, der eine Flanke mit dem Kopf verwandeln konnte. Von diesem Zeitpunkt stellte der Gastgeber das Spielen ein. Warum eigentlich? Hier gab es die Möglichkeit, sein Torkonto weiter auszubauen. Der FSV war zu schwach, um sich teuer zu verkaufen. Am Ende ein hochverdienter Sieg des Gastgebers, der nun auf Platz sieben steht. Spremberg auf einen Abstiegsplatz, Platz 15.

Sommerfußball gab es in Branitz. Die gastgebenden Eiche Kicker, wie auch die stark abstiegsbedrohte SG Blau-Weiß Schorbus, taten sich schwer in ihre Aktionen. Ein sehr niveauarmes Spiel entwickelte sich, mit wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 17. Spielminute die 1:0 Führung für den Gastgeber. Eine Eingabe von der rechten Seite konnte Sebastian Lindow zur Führung verwandeln. Minuten vor dem Halbzeitpfiff (42.) kamen die Gäste überraschend zum 1:1 Ausgleich. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld war es Al-Ramla Muthanna, der allein auf das Eiche-Tor stürmte und sicher verwandeln konnte. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gastgeber mehrere so genannte Hundertprozentige, die aber nicht genutzt wurden. In der 75. Spielminute war es Routinier Marcel Basto, der das siegbringende 2:1 erzielte. Am Ende ein Arbeitssieg. Branitz auf Platz zehn, Schorbus auf Platz14.

Am Sonntag schaute die große Fußballgemeinde des Fußballkreises Niederlausitz gespannt nach Briesen, denn hier fand das absolute Spitzenspiel der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz statt. Die heimische Spielgemeinschaft, Briesen/Dissen, Tabellendritter, und der LSV Neustadt/Spree, derzeitiger Spitzenreiter der Liga, trafen aufeinander. Um es vorweg zu nehmen, das erwartete Spitzenspiel wurde es leider nicht. Schon vom Anpfiff an wirkten die Gäste abgeklärter, ihre sichere Ballbehandlung fiel schon auf. Hinzu kam noch ihre Schnelligkeit mit und ohne Ball augenscheinlich zum tragen. Der Gastgeber versuchte in dieser Anfangsphase gut mitzuspielen, was nicht immer gelang. In der 14. Spielminute fiel schon das 0:1. Eine Eingabe vor das Tor und Marcel Reck stand goldrichtig und verwandelte zum 0:1. Im direkten Gegenzug fast der Ausgleich, doch Gästeschlussmann Wlodarczyk machte dies zunichte. In der 36. Spielminute hatte der derzeitige führende in der Torjägerwertung, Gracjan Arkuszewski, die Riesenmöglichkeit auf 0:3 zu erhöhen, scheiterte aber an Schlussmann Schlodder. Schon zwei Minuten später (38.) war er es erneut, das das 0:2 markierte, als er nach einem Eckball zur Stelle war und verwandelte. Die Spielgemeinschaft gab nie auf. In der 43. Spielminute verhinderte Kevin Kasischke das mögliche 0:3. Nach der Pause hatte der kaum aufgefallene Christian Rinza die Möglichkeit zu verkürzen, scheiterte aber. Als den Gästen gleich nach der Paus durch Lucka-Simon Dönnicke das 0:3 gelang, waren eigentlich hier schon die Messen gesungen. Nach reichlich einer Stunde Spielzeit (65.) gelang dem Gastgeber der 1:3 Anschlusstreffer durch Roman Konzenikov. Es keimte noch einmal Hoffnung auf, doch diese platze schon fast im direkten Gegenzug, als erneut Gracjan Arkuszewski das 1:4 gelang. Danach noch einmal Briesen/Dissen, doch der Gästekeeper hatte etwas dagegen und verhinderte somit das 2:4. In der Schlussviertelstunde spielten eigentlich nur noch die Gäste. Briesen/Dissen hatte kaum noch eine Chance. Nach dem Neustadt in der Folgezeit weitere Möglichkeiten ausließ (70.,71., 76.), gelang ihnen in der 77.Spielminute das 1:5 durch Lennox Jay Schurmann. Das halbe Dutzend machte dann in der 88. Spielminute der Schütze zum 0:3, Luca-Simon Dönnicke, perfekt, als er das 1:6 markierte. Am Ende eine doch so nicht zu erwartende „Klatsche“ auf heimischen Boden für den Gastgeber. War dies schon eine gewisse Vorentscheidung der Meisterschaft? Hat diese Niederlag bei der Spielgemeinschaft Folgen hinterlassen? Sieht man sich das Restprogramm der beiden Vereine an,so haben beide Vereine alle lösbare Aufgaben zu meistern.

Hochinteressant wird vielleicht der letzte, der 30. Spieltag, werden. Beide Vereine, Briesen/Dissen und Neustadt, haben Heimspiele, die es in sich haben können. So spielt die Spielgemeinschft Briesen/Dissen gegen den FSV Viktoria Cottbus, wo sie im Hinspiel verloren hatten. Neustadt hat die Wacker-Reserve zu Gast. Spannung pur.

Joachim Rohde