Hallo Fußballfreunde!
28 Punkte sind in der laufenden Kreismeisterschaft in der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz noch zu vergeben. Die ersten vier Plätze sollten vergeben sein, nur dass die Reihenfolge sich noch ändern wird. Ansonsten sollte es den Verfolgern sehr schwer fallen, diesen Rückstand noch aufzuholen.
An der Tabellenspitze sieht es nach diesem Spieltag momentan so aus:
1. LSV Neustadt/Spree, 20 Spiele, 50 Punkte
2. FSV Viktoria 1897 Cottbus, 22 Spiele, 50 Punkte
3. SpG Briesen/Dissen, 20 Spiele, 49 Punkte
4. 1. FC Guben II, 22 Spiele, 48Punkte
Da Neustadt und Briesen/Dissen noch zwei Nachholspiele zu absolvieren haben, sind sie in gewisser Weise die Favoriten auf den Titel.
Ansonsten gab es an diesem 22. Spieltag doch einige Überraschungen. So verlor die Reserve vom 1.FC Guben in Branitz mit 2:1, obwohl sie zur Pause nach einem Tor von Alexander Mauch noch mit 0:1 in Führung lagen. Routinier Rico Ramm drehte das Spiel in der 82.Spielminute zum 2:1. In einem dramatischen Schlussspurt, und mit viel Glück, setzte sich am Ende der FSV Viktoria 1897 Cottbus gegen die SG Blau-Weiß Schorbus durch. Die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen gewann erwartungsgemäß gegen das Schlusslicht der Tabelle, den Welzower SV Borussia 09, klar mit 4:0. Der Spitzenreiter der Liga, der LSV Neustadt/Spree, ohne ihre ausländischen Spieler antretend, kam nur zu einem torlosen 0:0 Unentschieden in Drebkau, bei der dortigen Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche. Die SG Fichte Kunersdorf verlor überraschend zu Hause gegen die junge Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf mit 2:4. Im Cottbuser Ortsderby in der Schlachthofstraße unterlag der Gastgeber, der VfB Cottbus 97, der Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus Ströbitz mit 0:4. Auch die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II verlor zu Hause gegen den BSV Chemie Tschernitz mit 1:0, obwohl sie noch bis zur 78. Spielminute mit 1:0 in Führung lagen.
Zur Statistik: Es gab an diesem 22. Spieltag vier Heimsiege, ein Unentschieden und drei Auswärtssiege. Es wurden 28 Tore erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 3,5. Die derzeitige Gesamttorzahl beträgt 792 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 4,7 Toren.
520 Zuschauer sahen diese acht Spiele, dies ergibt einen Schnitt pro Spiel von 65 Zuschauern. 26 Gelbe Karten ,1 Rote Karte
Zu den Spielen:
Der Spitzenreiter der Liga, der LSV Neustadt/Spree, musste stark ersatzgeschwächt in Drebkau gegen die dortige Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche antreten. Es wurde ein hochinteressantes Spiel, mit Möglichketen auf beiden Seiten. In der ersten Spielhälfte neutralisierten sich beide Vereine, so dass es kaum zu Torchancen kam. In der 67. Spielminute kam der Pfiff des Unparteiischen und zeigte auf den Punkt. Was war geschehen? Routinier Manuel Rehn wurde im 16er der Gäste zu Fall gebracht, Foulelfmeter. Den legte sich Routinier Marcel Kujath zurecht, er ist für diese Sachen zuständig, doch er verschoss diesen Strafstoß. Die Chance in Führung zu gehen war damit vertan. In der Folgezeit hatte die Spielgemeinschaft durch Stephan Faber, Chris Portmann und Manuel Rehn die Möglichkeit diesen Fehler zu begradigen, doch es sollte nicht sein. Auch die Gäste kamen danach noch zu zwei sehr guten Möglichkeiten, diese wurden aber auch nicht genutzt. So blieb es bis zum Spielende bei diesem torlosen 0:0 Unentschieden. Drebkau/Kausche auf Platz sieben, Neustadt auf Platz eins der Tabelle.
Im Norden der Stadt, in der Drachhausener Straße, hatte der FSV Viktoria 1897 Cottbus die stark abstiegsgefährdete Sportgemeinschaft Blau-Weiß Schorbus zu Gast, der sich als unbequemer Gegner für die Viktoria entwickelte. Vom Anpfiff an zeigten sie eine couragierte Leistung, die von Viktoria so nicht erwartet wurde. Sie spielten mit und kamen schon nach vier Minuten einen Freistoß zugesprochen, als sie einen Konter spielten und der weit aufgerückte Maurice Zachau den schnellen Al Raml Muthanna nicht folgen konnte und foulte. Die Gäste machten nichts aus diesem Freistoß. Dafür bekam im Gegenzug Viktoria einen Eckball zugesprochen, den Marc Woltmann gefühlvoll vor das Tor brachte, aber abgefangen wurde. Es folgte ein Spiel zwischen den Strafräumen. Keiner kam zu echten Tormöglichkeiten. Dann die 20.Spielminute, ein Eckball für Viktoria. Auch dieses Mal kam der Ball gefährlich vor das Tor und irgendwie war Dominic Hellwig zur Stelle und der Ball war im Netzt der Schorbuser, 1:0. Schon zwei Minuten später fast das 2:0. Aber auch hier gab es im Gegenzug für die Gäste mit einem Freistoß durch Max Krause die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Die Gäste spielten mit und brauchten sich nicht zu verstecken. Noch einmal hatten die Gäste vor der Pause etwas Glück, als der Ball von der Linie geholt werden konnten. In der 42. Spielminute hatte Schorbus nach einem Freistoß noch die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch Viktoria klärte diesen Ball. Nach dem Pausentee das gleiche Bild und Schorbus steigerte sich sogar, so dass Viktoria überwiegend in der Verteidigung gebunden war. Es fehlte ihnen ein „Drahtzieher“, ein Regisseur, der die Fäden in der Hand hielt und die Spieler gezielt in Szene setzte. Hierzu wurde auch Sven Marten Arlt vermisst, der doch durch sein ganz spezielles Spiel und seinen gekonnten Dribblings für so manch gute Situation gesorgt hätte. So aber wurde gefightet. Schorbus erkannte, dass hier mehr zu holen war und drängte weiter Viktoria in Bedrängnis. In der 88. Spielminute hatte Vikroria eine so genannte „Hundertprozentige“, die aber nicht genutzt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hätte jeder das Siegtor erreichen können. So kam es wie es kommen musste. Ein Freistoß in der fünften Minute der Nachspielzeit sorgte für tohuwabohu vor dem Kasten der Gäste und plötzlich lag der Ball im Netz. „Heimkehrer“ Jens Abbenhaus brachte den Ball per Kopf über die Linie zum 2:1. Am Ende ein glücklicher Sieg der Woltmann-Schützlinge. Nicht immer klappt das so. Es hätte auch ins „Auge“ gehen können. Es war kein hochklassiges Spiel, es war ein zuweilen „bissiges“ Kampfspiel mit hohen Energieaufwand von beiden Seiten betrieben. Das Spiel hatte eigentlich keinen Sieger verdient. Aber so ist es im Fußball eben, wer „Unten“ steht, hat kaum die Chancen das Spiel für sich noch zu drehen. Viktoria auf Platz zwei, Schorbus auf Platz14.
Zum kleinen Cottbuser Ortsderby kam es in der Schlachthofstraße. Der VfB Cottbus 97 hatte die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz zu Gast. Mit Anpfiff des Unparteiischen öffneten sich die „Schleusen“ im Himmel. Dauerregen begleitete von nun an das Spiel. Vom Anpfiff an waren es die Gäste, die das Spielgeschehen an sich rissen. So hatten sie schon nach vier Spielminuten per Freistoß die Möglichkeit zum Torerfolg zu kommen, doch VfB-Schlussmann Weichert konnte diesen von Alexander Jule platzierten Schuss unschädlich machen. In der 24. Spielminute prüfte Routinier Randy Gottwald Schlussmann Weichert, der erneut klären konnte. Zwei Minuten später war es Karl Krautzig im Verbund mit Sebastian Pasera, die die Führung liegen ließen. Dann kam die 29. Spielminute, ein harmlosen Ball von Randy Gottwald getreten, ließ Schlussmann Weichert durch die Hände gleiten, 0:1.Noch vor der Pause (41.) konnte Alfandi Mohammed auf 0:2 erhöhen. Als gleicher Spieler gleich nach der Pause (53.) auf 0:3 erhöhen konnte, waren die Messen in diesem Spiel gesungen. Nach einem Eckball war es Alexander Jule, der zum 0:4 traf. VfB auf Platz 13, Wacker auf Platz fünf.
Joachim Rohde
