Hallo Fußballfreunde!
Einen torreichen Start gab es zum Auftakt des letzten Drittels der Fußballkreismeisterschaft des Fußballkreises Niederlausitz. Mit 42 Toren wurde zum siebenten Mal die vierzig Torequote überschritten. Das ergibt einen Tagesschnitt von 5,2 Toren.
Die Überraschung des 21. Spieltages blieb in Briesen aus. Der große Meisterschaftsmitfavorit, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, benötigte die Nachspielzeit (90+4), um der drohenden Niederlage zu entgehen. Nach einem Blackout ihres Schlussmannes Jonas Schlodder in der 70. Spielminute, gelang Robert Lorenz noch der 2:2 Ausgleich.
Die beiden anderen Mitfavoriten, die Reserve vom 1.FC Guben und der Spitzenreiter der Liga, die LSV Neustadt/Spree, gewannen ihre Spiele erwartungsgemäß. Am Freitagabend unterlag der VfB Cottbus in der Neißestadt klar mit 7:1 und Neustadt besiegte die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/Döbern II mit 4:1.
Viktoria Cottbus gewann das West/Nordderby gegen die Wacker-Reserve mit 3:0 und hat nun noch minimale Chancen ganz vorn mit anzugreifen. Die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche konnte eine zwei-Tore-Führung in Kahren nicht über die Zeit bringen. Am Ende gab es ein leistungsgerechtes 3:3 Unentschieden. Ein weiteres Unentschieden gab es in Tschernitz. Das Spiel der heimischen Chemie-Elf und der Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus endete 2:2 Unentschieden. Der FSV Spremberg 1895 unterlag erneut und verlor zu Hause gegen die Eiche-Kicker aus Branitz klar mit 1:4. Das Kellerderby zwischen den Welzower Borussen und der SG Blau-Weiß Schorbus gewannen am Ende die Gastgeber klar mit 5:2. Zu den Spielen:
Dieser drei geteilte Spieltag begann am Freitag mit dem Spiel 1.FC Guben II vs VfB Cottbus 97 und endete mit einem Debakel für die Gäste aus Cottbus. Es sollte erwähnt werden, dass beide Vereine nicht in Bestbesetzung spielen konnten. Schon nach 16 Spielminuten war in diesem Spiel die Entscheidung gefallen. Denn schon in der elften Spielminute klingelte es im Kasten vom VfB. Nico Hetzel eröffnete mit dem 1:0 den Torreigen in diesem Spiel. Schon in der Folgeminute erhöhte Dennis Emanuel Diehl auf 2:0 und weitere vier Minuten später war es Severin Falk, der das Ergebnis auf 3:0 schraubte. Damit waren eigentlich die Messen in diesem Spiel gesungen. Denn in der 39.Spielminute erhöhte er nicht nur sein eigenes Torkonto (19), sondern auch das Spielergebnis zum 4:0. Fast mit dem Pausenpfiff dann noch das 5:0 durch Dennis Emanuel Diehl. Man hatte eigentlich einen anderen VfB erwartet, zeigte er doch in den letzten Spielen einen spielerischen Aufschwung. Das Maß aller Dinge machte dann Sebastian Karziekowski perfekt, als ihm ein Eigentor unterlief. Er machte seinen Fehler dann in der 85. Spielminute wieder gut, als er beim Stande von 7:0 den Ehrentreffer markieren konnte. Kopf hoch. Es ist noch nicht alles verloren. Mit diesem Kantersieg unterstrichen die Neißestädter ihre Anwartschaft auf die Meisterschaft. Guben auf Platz zwei, der VfB auf Platz 13.
Am Samstag kam es zum West/Nordgipfel „AUF WACKER“. Die heimische Wacker-Reserve empfing die leicht favorisierten Gäste aus dem Norden der Stadt, den FSV Viktoria 1897 Cottbus. Viktoria kam hier her, um die 1:2 Hinspielniederlage wettzumachen, die sie im Herbst `25 in Schmellwitz erlitten hatten. Vom Anpfiff an war es ein flottes Spiel, mit Vorteilen für die Gäste, die dann auch schon nach zwölf Spielminuten durch Robert Kiesow mit 0:1 in Führung gingen. Dieses Tor brachte spielerische Sicherheit, so dass Viktoria das Spiel in allen Phasen bestimmte. Wacker spielte zwar mit, erarbeitete sich aber dabei keine „Hundertprozentige“ heraus. Die Gäste beeindruckten mit ihrer technischen Spielweis und kamen zu weiteren Möglichkeiten. So in der 41. Spielminute, als erneut Robert Kiesow an den Ball kam und diesen im Tor zum 0:2 unterbringen konnte. In der Nachspielzeit (45+2) nutzte Spielführer Patrick Matthieu die Chance zum 0:3. Das Spiel war eigentlich mit diesem 0:3 Pausenstand entschieden. In Halbzeit zwei kontrollierte Viktoria das Spiel, Wacker war jetzt optisch die bessere Mannschaft, aber auch nur optisch. Denn Viktoria kontrollierte mit seiner jetzt passiven Spielart das Spiel. Nach gut einer Stunde Spielzeit dann die Chance für Wacker mit dem Anschlusstor, als es Foulelfmeter gab. Nach dem der Ball vom Gästeschlussmann Jakob Zylla abgewehrt werden konnte, ließ der Unparteiische Raik Hartmann diesen Foulelfmeter wiederholen. Dem Chronisten liegt nicht der Grund der Wiederholung vor. Auch diese zweite Chance konnte Wacker nicht nutzen, der Ball ging über das Tor. Am Ende ein nicht unverdienter Sieg der Gäste aus dem Norden der Stadt. Wacker auf Platz fünf, Viktoria auf Platz drei.
Am Sonntag musste die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche nach Kahren reisen, zur dortigen Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf. Die Gäste setzten die Zeichen mit ihrer guten Spielweise. Sie belohnten sich schon nach einer Viertelstunde Spielzeit, als Manuel Rehn die 0:1 Führung erzielte. Kahren wurde durch diesen Treffer „aufgeschreckt“, kam schon elf Minuten später durch Nico Scheibner zum 1:1 Ausgleich. Doch die Freude währte nicht lange, denn die Gäste gingen fünf Minuten nach dem 1:1 Ausgleich erneut durch Routinier Manuel Rehn mit 1:2 in Führung. Gleich nach der Pause enteilten die Gäste durch Fabian Triebeneck, der das 1:3 markierte. Plötzlich ging ein Ruck durch die Gästereihen und das Toreschießen wurde eingestellt. Kahren bekam nun die „zweite Luft“, in dem sie in der 64.Spielminute zum 2:3 Anschlusstrffer kamen. Die Gäste ließen in der Folgezeit Chance für Chance aus. Daher brauchte man sich nicht zu wundern, dass in der 81.Spielminute Alexander Janke noch den 3:3 Ausgleich erzielen konnte. Zwei Punkte wurden sträflich vergeben. Kahren auf Platz zwölf, Kausche/Drebkau auf Platz sieben.
Die junge Fichte-Truppe aus Kunersdorf musste zum favorisierten Meisterschaftsmitfavoriten, der Spielgemeinschaft Briesen/Dissen. Beide Vereine mussten auf einige wichtige Spieler verzichten, so der Gastgeber auf Nico Wellschmidt und Roman Kozevbikov. Die Gäste auf ihren Stammtorhüter Brehme, auf Jan Gulbing und Jannek Wetzk. Vom Anpfiff an waren es die Gäste, die versuchten, mit schnellen Spielzügen vor das Tor des Gastgebers zu kommen. Schon in der fünften Spielminute hatten die Gäste ihren ersten Eckball, der aber keine Gefahr darstellte. In der neunten Minute dann der erste Freistoß für die Gäste, auch der brachte keine Gefahr. Briesen/Dissen erspielte sich Gleichgewicht und kam jetzt stärker auf. In der 22. Spielminute wurde bei einem Gastgeberangriff Tim Bockner im 16er gefoult. Der Pfiff kam sofort, Strafstoß. Den verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:0. Die Fichte-Elf steckte diesen Rückstand weg und kam schon 13 Minuten nach diesem Strafstoß zum 1:1 Ausgleich. Von der rechten Seite wurde der Ball vor das Tor des Gastgebers geschlagen und hier stand Maurice Hagen goldrichtig, schraubte sich in die Höhe und köpfte in die entgegengesetzte Seite von Keeper Jonas Schlodder zum 1:1 ein. Ein Ergebnis, dass zu diesem Zeitpunkt hochverdient war. Nach der Pause weiterhin ein ausgeglichenes Spiel. Ab der 60.Spielminute waren es die Gäste, die das Spielgeschehen an sich rissen und sich Möglichkeiten nach Standards oder aus dem Spiel heraus hatten. So zum Beispiel der Torschütze zum 1:1 Ausgleich, Maurice Hagen (47., 57.) oder Leon Schlott (55.). Dann die 70. Spielminute. Der gegnerische Angriff war schon abgewehrt, als Schlussmann Jonas Schlodder ein folgenschwerer Blackout erwischte und einen harmlosen Ball aus der Hand verlor. Hier war Maurice Hagen hellwach, schaltete blitzschnell, kam an den Ball und schlenzte ihn unter die Latte zum 1:2. Brisen war konstatiert. Die junge Fichte-Elf versuchte nun nachzusetzen, um die Führung weiter auszubauen. Briesen dagegen versuchte alles um die Heimblamage zu verhindern. In der Nachspielzeit (90+4) erlöste sie Robert Lorenz mit dem 2:2 Ausgleich. Noch einmal Glück gehabt! Am Ende eine gerechte Punkteteilung. Briesen/Dissen auf Platz vier, Kunersdof auf Platz acht.
Joachim Rohde
