Rückblick 20.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Mit dem 20.Spieltag sind zwei Drittel der Meisterschaft absolviert. Es geht nun in die entscheidende Phase der Meisterschaft. An diesem 20.Spieltag gab es leider auch ein Spielausfall zu beklagen. Das Spiel Nr. 155, Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus vs. Neustadt/Spree wurde abgesetzt. Siehe am Ende dazu „Am Rande notiert“. An diesem reduzierten Spieltag wurden 35 Tore erzielt, dies ist ein Schnitt pro Spiel von 5 Toren! Das Spitzenspiel des Spieltages fand am Samstag in der Drachhausener Straße in Cottbus statt. Leider wurde es kein Spitzenspiel, zu überlegen spielte der Tabellenvierte, der FSV Viktoria 1897 Cottbus. Der Meisterschaftsmitfavorit, die Reserve vom 1.FC Guben, enttäuschte bei der 3:0 Niederlage. Durch zwei umstrittene Foulelfmeter siegte der favorisierte Meisterschaftsmitfavorit, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, in Kausche mit 1:3. Mit diesem Auswärtssieg bleiben die Gäste weiterhin ein heißer Aufstiegskandidat. Die Reserve von Wacker-Ströbitz siegte sicher und souverän in Schorbus mit 1:6. Fast mit dem gleichen Ergebnis siegte der VfB Cottbus im so genannten Sechs-Punkte-Spiel gegen den FSV Spremberg 1895, am Ende 6:2. Spannend ging es in Kölzig bei der Begegnung der heimischen Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II und der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf zu. Nach einem torlosen 0:0 zur Pause gingen die Gastgeber gleich nach der Pause (47.) durch Stephan Kleinert mit 1:0 in Führung. Mit einem Doppelpack in der 59. und 66. Spielminute konnten die Gäste nicht nur ausgleichen, sondern auch noch in Führung gehen. Erneut war es ein Doppelpack, dieses Mal für den Gastgeber, der in der 78. und 84.Minute den erneuten Ausgleich (2:2) und das Siegtor zum 3:2 markierten. Branitz musste gegen den BSV Chemie Tschernitz eine 1:3 Heimniederlage hinnehmen. Trotz der Niederlage belegen sie Platz neun in der Tabelle. Nach dem vorwöchentlichen 4:4 zu Hause gegen Drebkau/Kausche gewann der SV Fichte Kunersdorf zu Hause gegen die stark abstiegsbedrohten Welzower SV Borrusia 09 mit 3:1.

Zu den Spielen:
Das Spitzenspiel des 20.Spieltage fand am Samstag in der Drachhausener Straße in Cottbus statt. Der Tabellenvierte, der FSV Viktoria 1897 Cottbus, hatte den Tabellenzweiten und Meisterschaftsmitfavoriten, die Reserve vom 1.FC Guben, zu Gast. Ein Spitzenspiel wurde es nicht, dafür zu mindestens in Halbzeit eins ein schnelles und ausgeglichenes Spiel, ohne dass dabei Viktoria in Gefahr geriet. Durch ein Blitztor in der zweiten Spielminute, die Gäste schienen noch gar nicht auf dem Platz zu sein, lagen sie schon frühzeitig mit 1:0 im Rückstand. Ein Angriff über die rechte Seite konnte Patrick Matthieu zur 1:0 Führung verwandeln. In der Folgeminute fast das 2:0, doch diese Riesenmöglichkeit wurde ausgelassen, so wie später noch einige Male. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Neißestädter immer besser in das Spiel und es wurde ein flottes Spiel, wo auch die Gäste zu ihren wenigen Chancen kamen. So in der 30.Spielminute, als Gästespieler Dean Lennox Krück mit einem Freistoß für Gefahr bei Viktoria schuf. In der 37.Spielminute hatten die Gäste noch eine gute Möglichkeit, als Severin Falk für Gefahr sorgte. Die restlichen Spielminuten bestimmte Viktoria dann wieder das Spiel. So hatte Niklas Kiesow per Freistoß eine gute Möglichkeit oder in der Nachspielzeit (45+2) wurde ein guter Viktoria-Angriff abgeblockt. Als gleich nach der Pause (54.) Lars Marten Arlt mit einem feinen Solo das 2:0 erzielte, war es mit den Gästen geschehen, denn in der zweiten Halbzeit waren sie kaum noch zu sehen! Enttäuschend ihre Leistung, galten sie doch als großer Meisterschaftsmitfavorit. In der Folgezeit musste Viktoria weitere Tore machen. Doch ihre alte „Krankheit“ kam wieder zum Tragen, das Nutzen von Torchancen blieb auch diesmal aus. In der 70. Spielminute war es erneut Patrick Matthieu, der nach Vorlage von Lars Marten Arlt das 3:0 markieren konnte. Am Ende ein Sieg für Viktoria, der so nicht vorhersehbar war. Viktoria auf Platz vier, Guben auf Platz zwei.

Zum Sechs-Punkte-Spiel kam es am Sonntag in der Schlachthofstraße von VfB Cottbus. Dieses Kellerderby wurde eine ganz sichere Sache des VfB Cottbus 97, die mit dem FSV Spremberg 1895 wenig Mühe hatten. Um es vorweg zu nehmen, das Spiel war schon nach zwölf Minuten entschieden. Zwischen der fünften und zwölften Spielminute erzielte Maurice-Andre Stein das 1:0 und das 3:0. Dazwischen (7.) war es Sebastian Kierzkowskidas, der das zwischenzeitige 2:0 und in der Nachspielzeit (45+2) noch das 4:0 markierte. Damit waren in diesem Spiel die Messen gesungen. Die Gäste kamen in der 70. Spielminute zum 4:1 Anschlusstreffer. Ein Eigentor von Paul Scheinpflug ließen sie bis auf 4:2 herankommen. Routinier Toni Koinzer kam in der 84. Spielminute zum 5:0. Und in der Nachspielzeit (90+2) verwandelte der eingewechselte Oliver Weber einen Foulelfmeter zum 6:2. Drei ganz wichtige Punkte wurden eingefahren. Der Punktrückstand schrumpft immer mehr zusammen. Der VfB hat sich noch nicht aufgegeben. VfB auf Platz 15, Spremberg auf Platz 14.

Am Rande notiert: Erneut wurde ein Spiel in der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz abgesetzt. Die Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus hat das Spiel Nr. 155 gegen den LSV Neustadt/Spree, lt. Spielausschussvorsitzenden Marco Krüger, wegen „Spielermangel“ abgesagt. Von den bisher acht abgesetzten Spielen in der Kreisoberliga, ist die Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus bisher mit drei Absagen betroffen. Jetzt kommt die vierte Absage, das heißt, dass von den nun neun abgesetzten Spielen in der Kreisoberliga, die Spielgemeinschaft vier Mal dabei ist. Das sind 44 %, wo sie an Nichtantritten beteiligt sind. Diese Absagen sind unsportlich und unfair. Wie kann es sein, das Tags darauf die Spielgemeinschaft mit ihrer Mannschaft aus der 1.Kreisklasse im Spiel gegen Traktor Laubsdorf/Kahren 03 II spielen kann (1:1 )? Zu diesem Zeitpunkt ist dies eine klare Wettbewerbsverzerrung! Dies sollte vor dem Kreissportgericht entschieden werden. Irgendwo muss es eine Grenze geben. Das Unsportliche darf nicht siegen. Fair Play bitte!!!

Joachim Rohde