Rückblick 19.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Der 19.Spieltag hatte es in sich! Allein 39 erzielte Tore zeugen davon. Dies ist ein Durchschnitt pro Spiel von 4,9 Toren. Insgesamt ergibt sich eine Torquote von 684 Toren , also 4,8 Tore pro Spiel.

Alle drei Meisterschaftsmitfavoriten konnten ihre Spiele gewinnen. So gewann am Freitagabend die Reserve vom 1.FC Guben klar mit 7:0 gegen die SG Blau-Weiß Schorbus. Dem Spitzenreiter der Liga, der LSV Neustadt/Spree, reichten drei Tore ihres Torjägers Gracjan Arkuszewski, der in der ersten Halbzeit mit einem Doppelpack (17.u.21.) seine Elf auf die Siegerstraße brachte. Ihm gelang dann nach gut einer Stunde Spielzeit (62.) noch der 3:0 Endstand und damit die Verteidigung der Tabellenspitze. Ein unechter Hattrick den er an diesem Spieltag erzielte. Mit 30 Toren führt er nun die Torjägertabelle an. Trotz dieser Niederlage belegt der SV Eiche Branitz weiter Platz neun in der Tabelle. Die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen schickte die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II mit 5:0 nach Hause und bleibt weiterhin im Rennen um die Kreismeisterschaft. Das 1:0 zur Pause durch ihren Goalgetter Christian Rinza war zu wenig um die Meisterschaftshoffnung aufrechtzuhalten. Im zweiten Spielabschnitt legten sie zu und kamen noch zu vier weiteren Toren, um am Ende mit 5:0 zu gewinnen. Ein hochinteressantes Spiel des Mittelfeldes der Kreisoberliga gab es in Kunersdorf. Die Fichte-Elf gab in der Nachspielzeit der zweiten Spielhälfte noch einen zwei Tore Vorsprung aus der Hand. Am Ende hieß es 4:4 Unentschieden. Der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf gelang der vierte Saisonsieg, im Spiel gegen die Spielgemeinschaft Gr.Gaglow/TSV Cottbus. Am Ende gewann der Gastgeber mit 3:1. Mit dem gleichen Ergebnis war der FSV Viktoria 1897 Cottbus erfolgreich. Beim FSV Spremberg 1895 wurden die drei wichtigen Punkte eingefahren. Der VfB Cottbus kommt dagegen nicht aus dem Tabellenkeller. In Tschernitz verloren sie mit 3:1. Eine wichtige Chance im Klassenerhalt wurde vergeben. Zu den Spielen:

Der 18. Spieltag wurde am Freitagabend in der Neißestadt Guben, im Sportzentrum in der Kaltenborner Straße, mit dem Spiel der heimischen Reserve und der SG Blau-Weiß Schorbus eröffnet. Es wurde eine einseitige Partie, denn von den Gästen kam spielerisch kaum etwas. Schon nach zwölf Minuten gelang Alexander Mauch der 1:0 Führungstreffer. Mit einem Doppelpack in der 25. und 27. Spielminute erhöhten die Gastgeber durch Nico Hetzel und erneut Alexander Mauch auf 2:0 bzw. 3:0. Schon hier, zu diesem Zeitpunkt, hätte der Gastgeber weitaus höher in Führung liegen müssen, doch „Schlendrian“ ließ grüßen beim Nutzen ihrer vielen Möglichkeiten. Das muntere Tore schießen ging in Halbzeit zwei munter weiter, In der 55. Spielminute die endgültige Entscheidung mit dem 4:0 durch Florian Jünger. Mit einem weiteren Doppelpack in der 59. und 60. Spielminute erhöhten Severin Falk und Walter Fabig auf 5:0 bzw. 6:0. Als er dann drei Minuten später (63.) erneut zum 7:0 traf, stellten die Gastgeber das „Tore schießen“ ein. Anstatt konzentriert weiter zu spielen, verhaspelte man sich in Einzelaktionen. Man fand nicht mehr zum kollektiven Spiel zurück. Die vergebenen Chancen könnten später vielleicht einmal weh tun, siehe dazu am Ende „Am Rande“ erwähnt“.

Am Samstag, fand in Spremberg/Heinrichsfeld die Kreisoberligabegegnung zwischen dem gastgebenden FSV 1895 und dem FSV Viktoria 1897 Cottbus statt. Der Gastgeber hatte große Aufstellungsprobleme, so dass doch einige „Ersatzspieler“ eingesetzt werden musste. Es sei erwähnt, dass diese geschwächten Gastgeber sich zu einem unbequemen Gegner für Viktoria entwickelten. Viktoria hatte sichtlich Mühe mit dieser Neuformation des Gastgebers. Sie spielten mit und waren auch nicht „zimperlich“ in einigen Passagen des Spiels. Viktoria ließ aber keine „hundertprozentige„ Chance zu. Sie gingen dagegen kurz vor der Pause (43.) durch Robert Kiesow mit 0:1 in Führung, als er eine Eingabe von der linken Seite durch Lars Marten Arlt nutzte und verwandelte. Gleich nach der Pause (47.) nutzte der Gastgeber eine Auswechslung in der Abwehr von Viktoria, die nicht gleich klappte und die durch Rafael Cuba Paulino zum 1:1 Ausgleich genutzt wurde. In der Folgezeit tat sich Viktoria schwer, um ihre zweifelslose Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Fünf Minuten (85.) vor Ultimo gelang Robert Kiesow der erneute Führungstreffer zum 1:2. Wieder war es Lars Marten Arlt, der von der linken Seite flankte und Robert Kiesow diesen Ball mit dem Kopf verwandelte. Er war der „Matchwinner“ des Tages, denn mit seinem dritten Tor an diesem Tage stellte er Viktorias Sieg fest. Mit einer feinen Sololeistung in der Nachspielzeit (90+3) machte er mit dem 1:3 den Sieg perfekt. Viktoria auf Platz vier, Spremberg auf Platz 14.

Die 190 Zuschauer in Kunersdorf sahen ein bewegtes und torreiches Spiel, welches am Ende beiden nicht richtig weiterhalf. Der Reihe nach: Gleich nach dem Anpfiff des Unparteiischen kam Jan Gulbing an den Ball, leitete diesen sofort weiter auf den pfeilschnellen Maur, der sich eine gute Möglichkeit erarbeite. In der Folgezeit hatten die Gastgeber eine Chance durch Maurice Hagen, der nach einem Eckball knapp scheiterte oder in der elften Minute, als nach einem Freistoß aus 25 Meter das Ziel weit verfehlt wurde. Dann, wie aus dem Nichts, die Führung der Gäste mit dem 0:1. Ganz schnell wurde der Ball aus der eigenen Hälfte der Gäste nach vorn gespielt, der Ball kam zum superschnellen Sascha Roch, der gleich nach der Ballannahme sofort auf das lange rechte Eck schoss und auch traf, 0:1. Fichte schüttelte sich und antwortete sechs Minuten später (24.) mit dem 1:1 Ausgleich. Nach Vorlage von Maurice Hagen konnte Spielführer Jannek Wetzk ausgleichen. Fichte nutzte die Verwirrung bei den Gästen, als sie schon neun Minuten später (33.), dieses Mal war es Jannek Wetzk, der die Vorlage für Maurice Hagen spielte, und dieser eiskalt verwandelte. Bis zur Pause dominierten die Gastgeber und ließen einige Möglichkeiten, durch Leon Schlott und Maurice Hagen, aus, um das Ergebnis weiter auszubauen. Denn diese Sorglosigkeit bzw. Ungenauigkeit im Abschluss sollte sich am Spielende rächen. Doch erst einmal waren es die Gäste, die ohne viel Tamm-Tamm vorlegten. Der Ball lag plötzlich im Netz des Gastgebers, 2:2. Dieses Mal waren es ihre Routiniers die eiskalt die Fichte-Elf packten. Der 40-jährige Manuel Rehn kam an den Ball, spielte zu Stephan Faber, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und den 2:2 Treffer markierte. Die „Jungen Wilden“ vom Gastgeber machten da weiter, wo sie in Halbzeit eins aufhörten. Sie spielten einen schnellen, schnörkellosen Ball und waren zeitweise dem Gegner überlegen. So war die erneute Führung fast in der gleichen Minute, wie zum 2:2 Ausgleich. Nach einem Eckball war es Leon Schlott, der sich am höchsten hochschraubte und den Ball wuchtig im gegnerischen Tor unterbrachte zum 3:2. Die Fichte-Elf hatte jetzt ihre beste Phase in diesem Spiel, denn schon drei Minuten nach dem 3:2 gelingt Lukas Seifert sogar das 4:2, als er einen Freistoß aus 18 Metern im Tor versenkte. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal eine Stunde vergangen. Noch viel Zeit auf beiden Seiten, das Ergebnis einschneidend zu verändern. Der Gastgeber blieb weiter offensiv. Die Spielgemeinschaft stellte sich auf diesen Offensivfußball des Gegners ein. Plötzlich waren es die Gäste, die das Spielzepter übernahmen und zwischen der 71. und 84. Spielminute Druck ausübten, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Das gelang ihnen in der 84. Spielminute, als dem eingewechselten Norman Sommerfeld der so wichtige 4:3 Anschlusstreffer gelang. Kunersdorf erkannte zu dieser Zeit nicht die Gefahr, die auf sie zu kam. Man reagierte nicht auf der Bank, sah scheinbar nicht das „Unheil“ auf sie zuzukommen. Anstatt nun mit allen Kräften das Ergebnis zu verteidigen, schwammen sie weiter. In der Nachspielzeit (90+4) passierte es doch noch, dass schier Unfassbare gelang ihnen noch. Routinier Stephan Faber brachte sein Können zur Geltung und ihm gelang der 4:4 Ausgleich. Kunersdorf hat zwei Punkte verschenkt. Ein Spiel mit zwei Toren Vorsprung müssen sie über die Zeit bringen. Für die Gäste, die vier Tore auswärts machen, müssen eigentlich als Sieger vom Platz gehen. Kunersdorf von Platz zehn auf Platz acht vorgerückt, die Spielgemeinschaft von Platz sechs auf Platz sieben zurückgefallen.

Am Rande erwähnt: Am 17.03.2026 teilte der Vorstand des Fußballkreises Niederlausitz durch ihren Vorsitzenden, David Chollee, in Verbindung mit dem FLB/ DFB schriftlich mit, dass der Verein LSV Neustadt/Spree in der Saison 2025/2926 nicht aus der KOL Niederlausitz in die Landesklasse des FLB aufsteigen kann. Dazu gab s eine kurze Begründung. Der langjährige Chronist und Mitbegründer des Fußballkreises Niederlausitz, kann sich nicht erinnern, ähnliches in seiner langen Tätigkeit erlebt zu haben. Ein NOVUM in der Geschichte des Fußballkreises Niederlausitz. Wie wird nun weiter verfahren? Laut Spielordnung des FLB § 31, Auf-und Abstiegsregelung, ist nichts zu entnehmen, wer dann aufsteigt, sollte Neustadt Kreismeister werden. Ein ungeschriebenes Gesetz ist, dass automatisch der zweite Platz in der Meisterschaft zum Aufstieg berechtigt. Es kann sogar noch der „Dritte“ aufsteigen, so der Spielausschussvorsitzende des FKNL, Marco Krüger. Viele Möglichkeiten gibt es dazu. Zum Beispiel, sollte Neustadt nicht Kreismeister werden, ist das Problem gelöst. Wird Neustadt Kreismeister, dann können viele Varianten zur Anwendung kommen. Da die beiden Verfolger noch Spiele nachzuholen haben, kann hier schon die Entscheidung fallen. Zum Tragen kommt jetzt, dass das Nachholspiel vom neunten Spieltag (01.11.), Spielnummer 67, jetzt am 25.05.2026 (!), sieben Monate später, angesetzt ist. Und das ist die besagte „Wettbewerbsverzerrung“, jetzt wo wieder alles offen ist. Lassen wir uns von dieser „Posse“ weiterleiten, ob sie etwas bringt oder nicht.

Joachim Rohde