Rückblick 18.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Dieser 18.Spieltag hielt einige Überraschungen parat. So verlor der bis dahin führende Spitzenreiter der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz, die Reserve vom 1.FC Guben, nach einem ausgeglichenem Spiel in Ströbitz, bei der Wacker-Reserve mit 1:3. Im so genannten Sechs-Punkte-Spiel in Schorbus gewann der FSV Spremberg 1895 in der Endphase des Spiels etwas glücklich mit 1:2. Der große Meisterschaftsmitfavorit, der LSV Neustadt/Spree, gewann in der Schlachthofstraße gegen den VfB Cottbus 97, nach heftigem Widerstand am Ende mit 0:3. Im Nachbarschaftsduell in Kahren standen sich die heimische Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf und der SV Eiche Branitz gegenüber. Lange stand es in diesem Duell 0:0 Unterschieden. Ein Doppelpack durch Nico Andreas Adomeit in der 66. und 76. Spielminute brachte die nicht unverdiente 2:0 Führung. Hoffnung keimte bei den Gästen auf, als ihnen gleich nach dem 2:0 der Anschluss zum 2:1 gelang. Der Spielgemeinschaft gelang es, das Ergebnis bis zum Ende zu verwalten. Dem Mitfavoriten der Meisterschaft, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, gelang in Kiekebusch, bei der Spielgemeinschaft Gr.Gaglow II / TSV Cottbus, einen klaren 2:4 Sieg einzufahren. Die Spielgemeinschaf Groß Kölzig/Gahry/ Döbern II unterlag zu Hause dem SV Fichte Kunersdorf mit 0:1.

An diesen 18. Spieltag fielen 32 Tore. Ein Durchschnitt von 4,0 Tore/pro Spiel. Zu den Sielen:

Das Samstagsmittagsspiel, zwischen den beiden Reservemannschaften vom heimischen SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz und vom 1.FC Guben verlief in der ersten Spielhälfte ausgeglichen. Vor dem Spiel äußerte sich der Trainer der Neißestädter, Christian Tscheppan, dass es gegen die Ströbitzer immer sehr knapp zu ging. Er sollte recht behalten. Und Wacker Trainer Björn Wagner sprach im vorbeigehen von einem knappe 1:0 Sieg in den letzten fünf Minuten. Es wurde ein Sieg, aber nicht so wie angedeutet. In den ersten zwanzig Spielminuten tat sich nicht viel. Ein gegenseitiges Abtasten testete beide Mannschaften auf „Schwachstellen. Mit zunehmender Spielzeit öffnete sich das Spiel. Zwischen der 18. und 22. Spielminute waren es die Gäste, die durch Willi Fabig, der in der 39. Spielminute ausgewechselt wurde und Severin Falk die ersten Möglichkeiten für ihre Mannschaft hatten, scheiterten aber. Wie auch wenig später (23.Min.) als eine Dreierkombination zwischen Willi Fabig, Dean Lennox Krück und Nico Hetzel eigentlich die Führung sein müssen. Fast im direkten Gegenzug ein Solo von Calvin Raak, der allein vor Gästeschlussmann Jonas Fahrentz auftauchte und im 1:1 Duell unterlag. Das hätte die Wackerführung sein müssen Wie auch wenig später Alexander Jule, der mit einem Freistoß scheiterte. Der Spitzenreiter der Liga hatte dann noch vor der Pause durch Dennis Emanuel Diehl und Severin Falk Chancen in Führung zu gehen. So blieb es bei dem leistungsgerechten 0:0 Unentschieden zur Pause. In den Anfangsminuten der zweiten Spielhälfte waren es die Neißestädter, die unbedingt in Führung gehen wollten. Was ihnen auch in der 56.Spielmimute gelang. Ein langer Ball von der linken Seite kam zu Routinier Severin Falk, der nicht lange fackelte und verwandelte, 0:1. Wacker schüttelte sich und antwortete drei Minuten später (59.) mit dem 1:1 Ausgleich. Nach einer herrlichen Vorlage konnte Alexander Jule sicher verwandeln. Und wieder waren es nur sechs Minuten später, als der Ball erneut im Tor der Neißestädter lag. Eine Eingabe von Calvin Raak, aus halbrechter Position, konnte Mohamad Dreiee mühelos zum 2:1 verwandeln. Er war es auch, der in der Nachspielzeit (90+4) das 3:1 markieren konnte. Am Ende eine doch so nicht erwartete Überraschung. Ein nicht unverdienter Sieg der heimischen Wacker-Reserve. Wacker auf Platz sieben, Guben auf Platz zwei.

Am Volkshaus in Drebkau stellte sich eine ganz schwache Borussia aus Welzow vor. Nach einer Viertelstunde Spielzeit war das Spiel schon entschieden. Der Torreigen wurde in der sechsten und siebenten Spielminute mit einem Doppelpack eröffnet. Routinier Manuel Rehn und Stephan Faber eröffneten mit dem 1:0 bzw. 2:0 das Spiel. Ein erneuter Doppelpack in der 14. und 15. Spielminute, abermals von Stephan Faber und Dimitros Manufas, erhöhten das Ergebnis auf 3:0 und 4:0. Damit war zu diesem Zeitpunkt das Spiel schon entschieden. Welzow hatte nichts entgegenzusetzen. Hinzu kam noch, dass sie gerade so mit elf Spielern anreisten. Keine Wechselspieler dabei. Der Gastgeber wechselte dann ab der 46. Spielminute vier seiner Stammspieler, Faber, Triebeneck, Kilisch und Sieber aus, was bedeutete, dass man auf ein eventuelles „Zweistelliges“ Ergebnis verzichtete. In der 80. Spielminuten reduzierten sich die Gäste wegen einer Unsportlichkeit ihres Torwartes Schuppan. Den anschließenden Foulelfmeter verwandelte Max Sieber zum Schlussergenis von 8:0. Drebkau/Kausche auf Platz sechs, Welzow Schlusslicht der Tabelle, Platz 16.

Auch in der Drachhausener Straße in Cottbus gab es fast ein Spiel auf ein Tor und man überbot sich mit dem Auslassen von weiteren Tormöglichkeiten. Eine reine „Kopfsache“. Die spärliche Zuschauerzahl sahen drei Standartsituationen die zu Toren führten. Jedes Mal war es ein Eckball, der vor einem Torerfolg vorausgegangen war. So verwandelte Dominic Hellwig schon in der elften Spielminute den ersten Eckball. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit (35.) war es Kevin Karow, der diesen Standard zum 2:0 nutzte. Gleich nach der Pause (52.) war es Jens Abenhaus, der nach einer Ecke das 3:0 markierte. In der 78. Spielminute war es Niklas Kiesow, der eine schöne Kombination aus dem Spiel heraus mit dem 4:0 abschloss. Ein Spiel, welches man schnell vergessen sollte. Viktoria Platz vier, Tschernitz auf Platz elf.

In einem so genannten Sechs-Punkte-Spiel zwischen der SG Blau-Weiß Schorbus und dem FSV Spremberg 1895 gewannen die Gäste am Ende recht knapp mit 1:2. Der Gastgeber ging verheißungsvoll, schon in der vierten Spielminute, durch Nico Bartel mit 1:0 in Führung. Nach einem Abwehrfehler der Gäste kam Schorbus an den Ball, dieser wurde sofort auf das Tor geschossen, der Ball konnte abgewehrt werden, den Nachschuss setzte dann Nico Bartelt in die Maschen. Kurz vor der Pause kamen die Gäste zu einem Konterspiel, welches Ansgar Urban dann zum 1:1 Ausgleich nutzen konnte. Dann die 81.Spielminute. Jasem Abot sah vom Unparteiischen glatt Rot gezeigt. Diese „Karte“ löste großen Protest beim Gastgeber aus. Sie waren der Meinung, dass dieser Platzverweis nicht berechtigt war, dass Jasem Abod sich während des gesamten Spieles nie auffällig wurde. Nun in Unterzahl spielend, gelang den Gästen drei Minuten vor Ulltimo (87.) durch ihren Routinier, Richard Wickord, das 1:2 erzielen konnte, als er sich in einen Schorbuser Ballverlust einschaltete und diesen dann nutzte. In der restlichen Spielzeit verwaltete der FSV dieses wichtige Ergebnis für sie. Schorbus auf Platz 13, Spremberg auf Platz 14.

In der Cottbuser Schlachthofstraße empfing der VfB Cottbus 97 den großen Meisterschaftsfavoriten, LSV Neustadt/Spree, die bei einem Sieg hier in Cottbus, die Tabellenspitze der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz übernehmen konnten, da Tags zu vor, der bisherige Spitzenreiter der Liga, die Reserve vom 1.FC Guben, bei der Wacker-Reserve scheiterte. Der Gastgeber hatte in der Anfangsphase des Spieles, in der dritten und vierten Spielminute die Möglichkeit in Führung zu gehen, als Cornel Kurtzer sowie Benjamin Jähde aber scheiterten. Mit zunehmender Spielzeit waren es die Gäste, die immer stärker wurden und mit ihrer Spielweise den VfB überwiegend in die Verteidigung zwang. In der zehnten Spielminute der erste Eckball für sie, der noch abgewehrt werden konnte. Doch schon in der Folgeminute lag der Ball aus dem Nichts heraus im Netz des VfB. Luca Simon Dernicke schoss aus halblinker Position zum 0:1 ein. Der VfB steckte diesen frühen Rückstand weg und versuchte in der Folgezeit mitzuspielen. Doch schon in der Ballannahme wurden Fehler zugelassen, in den Zweikämpfen wurde der Gegner immer schneller am Ball und entschied diese Zweikämpfe für sich. Auch das Spiel ohne Ball, ihre Übersicht das Spiel zu lesen, war ihre große Stärke. Ein ständiger Unruheherd war Routinier Severin Falk, der die Lücken riss für die Nachfolgespieler. Doch der VfB stemmte sich entschlossen dagegen, ohne aber sich große Chance zu erarbeiten. Wie überlegen die Gäste waren, demonstrierten sie zwischen der 30. und 42. Spielminute. Hier wurden fast im Minutentakt Eckbälle herausgespielt, die der VfB mit viel Mühe, aber auch mit Routine und Disziplin abgewehrt werden konnten. In der 44. Spielminute schien die Vorentscheidung gefallen zu sein, doch der Pfiff des Unparteiischen kam zu spät. Angeblich wurde der vorausgegangene Freistoß nicht Regelkonform ausgeführt. Später dazu mehr im „Am Rande notiert“. Mit diesem knappen Vorsprung für die Gäste ging es in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Spielhälfte gab es eine weitere Aufregung. Ein angebliches Foulspiel im 16er des VfB wurde zurück gepfiffen. Unmut bei den Gästespielern. Doch sie versuchten es weiter mit ihrem Spiel und konnten in der 73.Spielminute ihr 2:0 markieren. Erneut war es Luca Simon Dönnecke, der für dieses Tor verantwortlich zeichnete. Der VfB hatte zu diesem Zeitpunkt zwei Mal die Möglichkeit zu Toren zu kommen, doch ihre Freistöße wurden abgefangen oder gingen in das Aus. Die Gäste drängten weiter auf die Erhöhung des Ergebnisses. Der bis dahin sehr blasse Torjäger Gracjan Arkuzewski war in der 85. Spielminute zur Stelle und machte sein Tor zum 0:3. Er bleibt weiterhin Spitzenreiter in der Torwertung. Am Ende ein standesgemäßer Sieg für den nun neuen Spitzenreiter der Liga. Der VfB auf Platz 15, Neustadt nun Spitzenreiter, Platz eins.

Am Rande notiert:
Mit den zurzeit gezeigten Schiedsrichterleistungen, angefangen in der Bundesliga bis hinab in die kleinsten Ligen, werden die Leistungen der Schiris angegriffen. Auch an diesem Wochenende in der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz. Angeblich wurde der vorausgegangene Freistoß nicht Regelkonform ausgeführt. Der Ball lag nicht im Ruhestand bevor er geschossen wurde! Dies zeigte der Assistent von der Auswechselseite an. Eigentlich hätte dies der Assistent von der gegenüberliegenden Seite anzeigen müssen. Das Tor wurde nicht gegeben. Der mitgereiste Funktionär aus Neustadt, Dieter Schurmann, selbst Schiedsrichter gewesen, weiste sich in der Halbzeitpause aus, um auf diesen Fehler aufmerksam zu machen, doch der Unparteiische reagierte nicht. Verständlich. Doch die Probleme mit den Schiedsrichtern beginnen ja schon in der Bundesliga und ziehen sich bis in die kleinsten Ligen der Republik. Es bedarf von den zuständigen Stellen im ganzen Land bis hinunter in die kleinste Klasse eine bessere Schulung, um die zurzeit gemachten Entscheidungen im Fußball! Weiterhin bittet Sportkamerad Schurmann, seine Mannschaft mit mehr Respekt zu empfangen. Nicht nur vor, sondern auch während der Spiele und die hässlichen Anspielungen gegen sein Verein zu unterlassen.

Joachim Rohde