Rückblick 16.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Die Warterei hat endlich ein Ende! Der Start in die zweite Halbserie der Kreisoberliga ist vollzogen. Bei besten Fußballwetter, sahen die Zuschauer 29 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 4,1 Toren. Ein Wermutstropfen gab es trotzdem. Das Spiel Nr.127, Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus vs SpG Drebkau/Kausche wurde abgesagt.

Auch fast einmalig, dass der Chronist mit seinem Tippspiel in seiner Vorschau zum 16. Spieltag bei allen sieben Spielen richtig lag. Durch das vorgezogene Spiel Nr. 132 vom 17. Spieltag, LSV Neustadt/Spree vs FSV Viktoria 1897 Cottbus bleibt der LSV weiterhin an der Tabellenspitze der Kreisoberliga des Fußballkreises Niederlausitz. Nach dem erwarteten Auswärtssieg in Schorbus (0:4) festigte der Aufsteiger und große Mitfavorit der Meisterschaft die Tabellenspitze. Ebenfalls einen Favoritensieg gab es in der Neißestadt Guben, wo die Reserve vom 1.FC Guben dem FSV Spremberg 1895 eine eklatante 7:0 Niederlage beibrachte. Der dritte Meisterschaftsmitfavorit tat sich beim Tabellenletzen sehr schwer. In einem Spiel auf Augenhöhe gewannen sie durch eine Einzelleistung ihres Goalgetters, Christian Rinza, mit 0:1. Auch der FSV Viktoria tat sich mächtig schwer, um am Ende doch noch klar gegen die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf mit 5:2 zu gewinnen. Die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/Döbern II konnte sich für die 2:3 Hinspielniederlage in Welzow revanchieren und siegten verdient mit 2:0. Auch die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz hatte es im Spiel gegen den BSV Chemie Tschernitz mit der „Schussgenauigkeit“ zu tun, um am Ende mit ach und krach doch noch mit 3:1 zu gewinnen. Die Eiche Kicker aus Branitz und die Kunersdorfer „Fichten“, trennten sich leistungsgerecht 2:2 unentschieden. Zu den Spielen:

Am Freitagabend fand im Gubener Sportzentrum, in der Kaltenborner Straße, unter Flutlicht das Eröffnungsspiel der Rückrunde zur 33. Fußballkreismeisterschaft zwischen der Reserve vom 1.FC Guben und dem FSV Spremberg1895 statt. Ein Spiel auf ein Tor. Die Gäste hatten in dem gesamten Spiel nie eine Chance gehabt. Schon vor dem Doppelpack in der 22. und 24. Spielminute hätte der Gastgeber schon deutlich in Führung liegen müssen. Es war schon fast ein „Unvermögen“ bei diesen Auslassen von fast Hundertprozentigen Möglichkeiten. Dieser „Bann“ wurde dann unter Mithilfe der Gäste in der 22. Spielminute endlich durchbrochen. Einen Abschlag aus der eigenen Hälfte der Gäste wurde im Mittelfeld abgefangen und schnell vor das Gästetor gespielt. Hier kam Alexander Mauch an den Ball und netzte diesen zur 1:0 Führung ein. Das so wichtige 2:0 folgte auf dem Fuß (24.). Auf der halblinken Seite kam Severin Falk an den Ball, spielte noch zwei gegnerische Spieler aus und sein strammer Schuss schlug ins lange Eck. Nun war der Bann gebrochen, Fast mit dem Pausenpfiff dann das 3:0. Als gleich nach der Pause (48.) das 4:0 fiel, musste man um die sehr schwachen Gäste bangen. Chancen auf Chancen wurden ausgelassen. In der 55. und in der 78. Spielminute fiel das 5:0 und 6:0. In der 88.Spielminute pfiff der Unparteiische und zeigte auf den Punkt. Denis Emanuel Diehl wurde im 16er von zwei Spremberger Abwehrspielern „unsanft“ in die Zange genommen und stürzte dabei zu Boden. Diesen Foulelfmeter verwandelte Lars Schneider zum 7:0. Bei mehr konzentriertem Spiel, hätte das Ergebnis eigentlich zweistellig enden müssen. Chance für ein noch besseres Torverhältnis wurden hier in diesem Spiel liegen gelassen. Guben auf Platz zwei, Spremberg auf Platz 14.

Ebenfalls auf Kunstrasen wurde „AUF WACKER“ gespielt. Die Reserve vom heimischen SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz hatte den BSV Chemie Tschernitz zu Gast. Der Gastgeber wollte das 1:1 aus dem Hinspiel wettmachen. Wie schon tags zuvor in Guben, war es auch in Ströbitz ein Spiel auf ein Tor. Die größten Möglichkeiten wurden ausgelassen. Planlos wurde das gegnerische Tor berannt und man scheiterte kläglich. Hier fehlte ein Spiritus Rector, ein Spiellenker, der die Fäden knüpfte und die direkte Pässe spielte. Die Gäste kamen kaum über die Mittellinie hinaus und wenn, dann vielleicht drei, vier Mal! Nach genau einer halben Stunde Spielzeit (30.) dann endlich die 1:0 Führung durch Gustave Djene Nseke. Die Gäste steckten diesen Rückstand weg und kamen jetzt ihrerseits auch zu einigen Möglichkeiten. So kurz vor der Pause (40.), als ihnen ein klassischer Konter gelang. Der Ball wurde aus der eigenen Hälfte nach vorn geschlagen, der Ball kam zum pfeilschnellen Colin Paulitz, Wacker-Abwehrspieler Arne Matschke war unsicher bei der Ballabwehr, welches Paulitz nutzte und sicher zum 1.1 verwandelte. Wer so viel Chancen zuvor ausließ, bekam dann solche Quittung mit dem Gegentor. Wacker bemühte sich redlich diesen Ausgleich auszumerzen. Das gelang ihnen dann genau nach einer Stunde Spielzeit (60.). Einen Ballwechsel zwischen Gustave Nseke und Rostyslav Diakiv konnte dieser erneut zur Führung nutzen, 2:1. Bei den Gästen ließ nun die Konzentration nach, denn Wacker bestimmt nun wieder eindeutig das Spielgeschehen. Vier Minuten vor Ultimo( 86.) war es erneut Gustave Djene Nseke der auf 3.1 erhöhen konnte. Am Ende hat sich Wacker das Leben selbst schwer gemacht. Das Spiel hätte schon zur Pause, nach den Möglichkeiten nach, entschieden sein müssen. Wacker auf Platz sechs, Tschernitz auf Platz zwölf.

In der Drachhausener Straße in Cottbus hatte der FSV Viktoria 1897 Cottbus die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf zu Gast. Vom Papier her eine klare Angelegenheit für den Gastgeber, hatte er doch das Hinspiel klar mit 6:2 gewonnen. Viktoria wurde völlig überrascht von der reifen Spielweise der Gäste, die durch ihre Routiniers Florian Kasper, Thomas Reichstein sowie Nico Andreas Adomeit gut geführt wurden. Sie bestimmten in der Anfangsphase des Spiels das Spielgeschehen Drei Eckbälle in den Anfangsminuten (2.,4.,6.) brachten schon die ersten guten Möglichkeiten. Hinzu kam ein Freistoß in der achten Spielminute, den Routinier Tomas Reichstein gefährlich vor das Viktoria-Tor spielte, doch dieser Ball konnte abgewehrt werden. Mit zunehmender Spielzeit löste sich die Spielstarre bei Viktoria und kam jetzt auch zu einigen guten Ballpassagen, die aber alle zu durchsichtig waren, um die Gäste zu gefährden. Ein erneuter Eckball in der zwanzigsten Minute brachte Gefahr für die Gäste, denn der Ball schlug gegen die Latte des Kahrener.-Tores. Das war der Wachrüttler für Viktoria, denn nun fing ihr Spiel an zu laufen. In der 37. Spielminute musste Gästeschlussmann, Martin Perge, „Kopf und Kragen“ riskieren, um eine Schuss von Lars Marten Arlt zu vereiteln. Viktoria setzte nach. Sie wollten noch vor der Pause das Führungstor erzielen. In der Nachspielzeit (45+3) war es Rückkehrer und Routinier, Jens Abbenhaus, der den 1:0 Führungstreffer markieren konnte, auch zur Freude der beiden George-Damen Jessy und Antje! Nach der Pause war dann Viktoria präsenter. Jetzt kamen sie zu ihren Möglichkeiten. Folge war das 2:0 in der 57. Spielminute, Niklas Kiesow erzielte aus Sicht des Chronisten aus klarer Abseitsposition das 2:0. Dazu etwas in „Am Rande notiert“ mehr. Doch „Meister Schlendrian“ zog in das Spiel von Viktoria. Plötzlich waren die Gäste wieder da und kamen in der 70. Spielminute durch ihren Routinier, Nico Andreas Adomeit, zum 2:1 Anschlusstreffer. Ein grober Torwartfehler von Neuzugang Jakob Zylla, der nach einem Lapsus den Ball passieren lassen musste. Erneut wachte Viktoria auf und stellte sieben Minuten später (77.) den alten Abstand wieder her, als Lars Marten Arlt zum 3:1 traf. Es folgte ein offener Schlagabtausch in dem den Gästen erneut der Anschlusstreffer gelang. Vier Minuten nach dem 3:1 verkürzte Alexander Jank auf 3:2. Wieder waren erst vier Minuten vergangen, als Viktoria sich mit dem 4:2 etwas lösen konnte von der Spielgemeinschaft. Kevin Karow war der Schütze dieses Tores. In der Nachspielzeit (90+4) war es Dominic Hellwig, der das Endergebnis herstellte, denn der Schiedsrichter ließ nicht mehr anstoßen. Man hatte doch noch fast das Hinspielergebnis erreicht, aber mit „ach und krach“. Fazit, die Spielgemeinschaft steckt mittendrin im Abstiegskampf. Mit dieser hier gebotenen Leistung, sollten sie sich retten können. Viktoria auf Platz vier, die Spielgemeinschaft auf Platz 13.

Zu den Sonntagsspielen.

Hoch interessant ging es in der Schlachthofstraße in Cottbus zu. Der Tabellenletzte, der VfB Cottbus 97, hatte den Meisterschaftsmitfavoriten und derzeitigen Tabellendritten, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, zu Gast. Es wurde ein ausgeglichenes Spiel, ein Spiel auf Augenhöhe. Der Gastgeber zeigte sich nicht wie ein Tabellenletzter. Er spielte forsch mit, auch wenn er in den Zweikämpfen gegenüber den körperlich robusteren Gegenspielern Defizite hatte, machte er dies mit Einsatzwillen und schnellem Spiel wieder wett. Die ersten Minuten gehörten dem VfB, der schon in der ersten Spielminute, mit dem ersten Angriff, die erste Möglichkeit hatte.Oder in der achten Spielminute, als nach einem Eckball der Ball das Ziel knapp verfehlte. Nach genau 15 Spielminuten waren es die Gäste, die doch überraschend in Führung gingen. Ein Einwurf in Höhe der Mittellinie auf der rechten Seite konnte Christian Rinza annehmen. Sein schneller Antritt hatte die Folge, dass der gegnerische Spieler nicht nachkam. Rinza steuerte unbehelligt auf das VfB Tor zu und verwandelte sicher zum 0:1. Er hatte noch fünf Minuten später das 0:2 vor den Füßen, doch er scheiterte an Sven Veltzke im Tor vom VfB. Das hätte die Vorentscheidung sein können. Dies Parade führte dazu, dass der VfB jetzt auch zu Möglichkeiten kam. So in der 20. und 21. Spielminute. Danach hatten beide Vereine noch einige Halbchancen. So ging es durch eine Einzelaktion mit 0:1 in die Pause. Nach der Pause kam ein entschlossener VfB auf den Rasen und hatte hier, in den Anfangsminuten der zweiten Spielhälfte, einige gute Möglichkeiten. Doch die Spielgemeinschaft war immer in der Lage zu klären. Am Ende ein doch nicht ganz unverdienter Sieg der Gäste, die damit Platz drei in der Tabelle verteidigten. Der VfB weiterhin Schlusslicht des 16er Feldes, Platz 16.

In der Tabelle nur zwei Plätze getrennt auf Platz acht und auf Platz zehn liegend, doch punktemäßig waren die Eiche Kicker aus Branitz um sieben Punkte besser als der SV Fichte Kunersdorf, der nach Branitz kam, um seine 2:3 Hinspielniederlage wieder wettzumachen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Gäste waren in der ersten Spielhälfte das aktivere Team. Als sich alle mit dem 0:0 zur Pause abfinden wollten, passierte es doch. Die Gäste gingen in der 44. Spielminute, durch Tobias Graske, mit 0:1 in Führung. Doch noch in der Nachspielzeit( 45+1) konnte Tyler Schmidt nach einen Eckball von der linken Seite den Ball zum Ausgleich nutzen. Als dem Gastgeber gleich nach der Pause (53.) der 2:1 Führungstreffer gelang, von der linken Seite aus wurde der Ball zu Sebastian Lindow gespielt, der mit seinem Schuss ins lange Eck die Führung erzielte. Jetzt, ein Auf und Ab. Beide Vereine versuchten die Führung weiter auszubauen bzw. den Ausgleich zu erzielen. Drei Minuten vor Ultimo (87.) gelang den Gäste der nicht unverdiente 2:2 Ausgleich. Am Ende, nach dem Spielverlauf her, eine gerechte Punkteteilung. Branitz auf Platz acht, Kunersdorf auf Platz zehn.

Die SG Blau-Weiß Schorbus hatte den Spitzenreiter der Liga und großen Meisterschaftsfavoriten, den LSV Neustadt/Spree, zu Gast, die schon das Hinspiel mit 7:2 gewannen. Auch in diesem Spiel waren sie der große Favorit, obwohl nicht alle Stammspieler der Gäste in diesem Spiel mitspielten. Trotzdem gingen sie schon nach zehn Spielminuten durch Ahmad Azad mit 0:1 in Führung. Einen Eckball konnte er anschließend sicher zur Führung verwandeln. Genau nach einer halben Stunde Spielzeit erhöhten die Gäste durch ein Eigentor von Danlo Koall auf 0:2. Nach einem erneuten Eckball führte eine unglückliche Kopfabwehr zum 0:2. Zehn Minuten später (40.) konnte Tobias Lohr eine schöne Kombination mit dem 0:3 beenden. Gleich nach der Pause (47.) ein ordentlicher „Hammer“ aus 16 Metern, unhaltbar für Torwart Michael Jenzewski, schlug zum 0:4 ein. Der Favorit hatte genug. Wie gesagt, sie liegen auf Platz eins in der Tabelle. Schorbus auf Platz elf.

Am Rande notiert: Das Spiel Nr. 124, am Samstag in der Drachhausener Straße in Cottbus, zwischen dem FSV Viktoria 1897 Cottbus und der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf, welches vom Unparteiischen Marcel Albrecht geleitet wurde. Ihm standen zwei zwölfjährige (!) Kinder an der Seite zur Verfügung. Nichts gegen die Qualifizierung und Förderung des Nachwuchskadern, doch in einem Männerspiel haben Kinder nichts an der Linie verloren. Sie selber stecken noch in ihrer Entwicklung. Der reiche Erfahrungsschatz, den man als Schiedsrichter haben sollte, fehlt hier doch zu einhundert Prozent. In diesem Spiel kämpfte die Spielgemeinschaft gegen den Abstieg. Aus Sicht des Chronisten war das 0:2 aus klarer Abseitsposition entstanden. Nur ein Beispiel. Das kann auch bei routinierten Schiedsrichtern passieren. Fazit: Der Fußballkreis Niederlausitz sollte schnellstens von dieser Variante Abstand nehmen. Jugendliche haben so viel Möglichkeiten im Nachwuchsbereich zu lernen, bevor sie im Erwachsenenbereich eingesetzt werden.

Der unpünktliche Spielbeginn der Spiele in der Kreisoberliga setzt sich auch in der zweiten Halbserie fort. In den drei Spielen die der Chronist am letzen Wochenende gesehen hat, begannen zwei Spiele (Viktoria-Kahren, VfB Cottbus-Briesen) nicht wie angesetzt um 15.00 Uhr. Wenigstens mit drei Minuten Verspätung, die zweite Halbzeit dann mit fünf Minuten Verspätung! Unverständlich, beide Vereine, sowie das Schiedsrichterkollektiv, waren zeitig vor Ort. Woran liegt es dann, dass die Spiele mit Verspätung beginnen?

Joachim Rohde