Rückblick 13.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Mit Riesenschritten geht es dem Halbserienende entgegen. An diesem 13.Spieltag gab es erneut einen Wechsel an der Tabellenspitze der Kreisoberliga. Am Freitagabend kam die Reserve vom 1.FV Guben zu einem erwarteten 3:1 Erfolg gegen die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf. Nach einem hohen Kantersieg des Aufsteigers LSV Neustadt/Spree beim FSV Spremberg 1895 mit 12:0 (!) übernahmen sie die Tabellenführung, nachdem der bisherige Spitzenreiter und Meisterschaftsmitfavorit, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, über ein mageres, torloses Unentschieden bei der Wacker-Reserve in Ströbitz nicht hinauskam. Der Tabellenvierte und Verfolger des Spitzentrios, der FSV Viktoria 1897 Cottbus, gewann gegen eine enttäuschende Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche mit 4:0. Abgesetzt wurde das Spiel Welzower SV Borussia 09 vs BSV Chemie Tschernitz. Am Sonntag fanden noch drei Spiele statt. Dabei gelang dem VfB Cottbus 97 ein 2:0 Erfolg gegen die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/Döbern II. Überraschend hoch gewann die SG Blau-Weiß Schorbus gegen Fichte Kunersdof mit 4:0. Und zum Schluss verloren die Eiche-Kicker aus Branitz zu Hause gegen die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II / TSV Cottbus mit 0:4.

Statistik:
In der laufenden Fußballkreismeisterschaft sind bisher 491 Tore erzielt worden, ein Schnitt pro Spiel von 4,9 Toren. Am 13. Spieltag waren es 30 Tore, bei nur sieben Spielen, Schnitt pro Spiel 4,3 Tore. Es gab 29 Gelbe Karten, eine Ampelkarte und einmal glatt Rot. Drei Eigentore wurden erziel und es kamen zu den sieben Spielen 228 Zuschauer.

Zu den Spielen:
Am Freitagabend fand im Sportzentrum der Neißestadt Guben das Eröffnungsspiel des 13. Spieltages der Kreisoberliga statt. Die heimische Reserve hatte die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf zu Gast. Zu erwähnen wäre, dass in der Startelf des Gastgebers, gerade einmal drei Spieler standen, die in der Vorwoche im Spitzenspiel in Briesen dabei waren. Also fast eine komplette neue Mannschaft bei den Neißestädtern! Diese Elf bestimmte das Spiel gegen die Gäste und ging schon nach sechs Spielminuten mit 1:0 in Führung. Ein Ball wurde von der linken Seite in die Mitte des 16er gespielt, wo ihn Alexander Mauch sicher zur Führung verwandelte. Er war es auch, der nach gut einer halben Stunde Spielzeit (32.) einen Steckpass annehmen und ungehindert zum 2:0 einschießen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war von den Gästen wenig zusehen. Die endgültige Entscheidung in diesem Spiel fiel dann in der 54. Spielminute. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld konnte Severin Falk sicher zum 3:0 verwandeln. Durch einen Abwehrfehler kamen die Gäste in der 68. Spielminute zum nicht unverdienten 3:1 Anschlusstreffer. Guben trotz Sieg von Platz eins auf Platz zwei zurückgefallen, Kahren/Laubsdorf auf Platz elf.

Am Samstagvormittag standen sich AUF WACKER in Ströbitz, die heimische Reserve und der derzeitige Spitzenreiter der Liga und große Mitfavorit der Meisterschaft, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, gegenüber. Die wenigen Zuschauer, die bei trüben, nassen und bei Temperaturen um fünf Grad (richtiges Novemberwetter) gekommen waren, wurden vom Spielgeschehen auf dem Rasen enttäuscht. Der Favorit bestimmte in den Anfangsminuten das Spiel, ehe der Gastgeber, in der achten Spielminute, die erste Chance bekam, das Gästetor anzugreifen. Es folgte ein ausgeglichenes Spiel, mit leicht optischer Überlegenheit der Wacker-Reserve, ohne aber richtige Möglichkeiten herauszuarbeiten, um in Führung zu gehen. In der 29. und 30. Spielminute die Chance für die Gästeführung. Der vorwöchentliche dreifache Schütze, Goalgetter Christian Rinza, musste eine der beiden Chancen eigentlich zur Führung für die Gäste verwandeln. Doch er hatte an diesem Tage „Ladehemmungen“. So blieb es bei dem 0:0 Unentschieden. Wacker war zwar läuferisch besser besetzt als die Gäste, doch vor dem 16er war Schluss mit ihrem „Latein“. Man fand keine spielerische Lösung, sich einmal eine echte, eine „Hundertprozentige“, zu erarbeiten. Dafür war es erneut Christian Rinza, der in der 36.Spielminue erneut eine sicher geglaubte Möglichkeit nicht nutzen konnte, als er zwei Meter völlig frei vor das Wacker-Gehäuse stehend den Ball nicht über die Linie bekam. Solche Tage gibt es auch. Nach der Pause das gleiche Bild, doch die Möglichkeiten wurden immer weniger auf beiden Seiten. Als sich die Gäste in der 71.Spielminuten durch eine vermeidbare Ampelkarte reduzierten, witterte Wacker noch einmal „Morgenluft“. Doch weder Lukas Pötschke (79.) war es vergönnt einzunetzen, noch der in der 46.Spielminute eingewechselten Christian Nüssler traf das Tor (81.). Die Gäste hatten dafür noch einmal die Riesenmöglichkeit, durch Christian Rinza die Entscheidung herbeizuführen, doch auch er versagte. So blieb es am Ende bei diesen „leistungsgerechten“ 0:0 Unentschieden. Briesen von Platz eins auf Platz drei zurückgefallen, Wacker weiterhin auf Platz sieben.

Nach zwei Siegen in Folge wollten die Eiche-Kicker aus Branitz auch im dritten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Im Spiel gegen die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/TSV Cottbus kam es aber ganz anders als erwartet. Der Gastgeber erwischte einen ganz „rabenschwarzen“ Tag. Vom Anpfiff an waren es die Gäste, die das Spiel ihren Stempel aufdrückten und so gingen sie auch schon nach elf Spielminuten in Führung. Von der rechten Seite aus wurde ein Ball in den Lauf von Constantin Barth gespielt und dieser nutzte die Möglichkeit zum 0:1. Fast mit dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen wurde der Ball zu Routinier Lars Hanuschke gesteckt, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und auf 0:2 erhöhte. Als dem Gastgeber in der 57. Spielminute ein Eigentor „gelang“ 0:3 (Jona Peters), waren die „Messen“ in diesem Spiel gesungen, Die Gäste erhöhten dann noch in der 77. Spielminute durch Eddie Mann auf 0:4. Am Ende geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung, so die Aussage des Gastgebers. Branitz weiterhin auf Platz sechs, die Spielgemeinschaft weiterhin auf Platz acht.

Die SG Blau-Weiß Schorbus hatte die „junge Truppe“ vom SV Fichte Kunersdorf zu Gast, die zurzeit nicht so erfolgreich spielt. Der Gastgeber wollte die Gunst beim Schopfe packen und seinen zweiten Saisonsieg einfahren. Und in der Tat, der Zeiger der Uhr hatte gerade seine vierte Runde hinter sich gebracht, als es schon im Gäste-Kasten klingelte. Routinier Marcel Kuba bekam den Ball am 16er, nahm diesen an, ließ zwei Gegenspieler stehen und verwandelte sicher zum 1:0. Danach ein ausgeglichenes Spiel, mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit (32.) kam Jasem Abod nach einem Fehler im Aufbauspiel der Gäste zum Ballgewinn und konnte sicher zum 2:0 erhöhen. Noch vor der Pause konnte vorzeitig der zweite Saisonsieg sichergestellt werden. Erneut war es Routinier Marcel Kuba, der nach erneuten Ballverlust der Gäste, erfolgreich zum 3:0 einschoss. Nach der Pause, in der 64. Spielminute krönte Routinier Marcel Kuba seine Leistzung an diesem Tage mit dem 4:0. Schorbus weiterhin auf einen Abstiegsplatz, Platz 15, Kunersdorf weiterhin auf Platz zehn.

Nach der unnötigen Niederlage in der Vorwoche bei der Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/SV Göbern II wollte der FSV Viktoria 1897 Cottbus sein Heimvorteil nutzen, um im Spiel gegen die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche zu punkten. Entschlossen ging man zu Werke, das hieß, schon nach 30 (!) Sekunden musste der gute Gästeschlussmann, Andy Branig, auf der Hut sein, um nicht schon frühzeitig den Ball aus dem eigenen Netz zu holen, als er einen Schuss von Spielführer Patrick Matthieu zur Ecke parieren musste. Vom Anpfiff an bestimmte Viktoria das Spielgeschehen. Wenn die Gäste in dieser Zeit drei, vier Mal vor dem 16er von Viktoria auftauchten, war das schon viel. Trotz dieser Überlegenheit fanden sie nicht die Lücke zum Tor. Mit diesem schmeichelhaften 0:0 Unentschieden zur Pause konnte Viktoria nicht zufrieden sein. Diese Schwäche, ihre Überlegenheit in Tore umzuwandeln, war erschreckend. Nachdem Robert Kiesow eine sogenannte Hundertprozentige gleich nach der Pause (48.) liegen ließ, dauerte es bis zu 69.Spielminute bis endlich der Knoten platzte. In einer Strafraumszene kam Lars Marten Arlt an den Ball und konnte zum 1:0 vollenden. Dieser Treffer machte frei. Der innere Druck war weg. Es folgte wenig später (78.) das 2:0. Einen langen Ball konnte Spielführer Patrick Matthieu aufnehmen und vollenden. Das Spiel war gelaufen. Dieses Tor bewirkte Auflösungserscheinungen bei den Gästen. Denn ohne jegliche Abwehr schlug Viktoria in der Schlussminute (90.) noch zwei Mal zu. Die beiden Routiniers Kevin Karow und Robert Kiesow erhöhten noch auf 3:0 bzw. 4:0. Am Ende, auch in dieser Höhe, ein verdienter Sieg für Viktoria. Viktoria weiterhin auf Platz vier, die Spielgemeinschaft ebenfalls weiterhin auf Platz neun.

Der Tabellenletzte VfB Cottbus kämpft weiterhin um den Anschluss an das untere Mittelfeld. Nach den Punktabzügen durch das Sportgericht strebte man den dritten Saisonsieg an. Gegner war die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/Döbern II, die in der Vorwoche zu Hause noch das Spiel gegen Viktoria Cottbus drehen konnte und am Ende 4:2 gewann. Dieser Sieg machte sie zum Favoriten in diesem Spiel, doch was sie auf dem Platz boten, war schon „mager“. Sie konnten im gesamten Spiel nicht überzeugen. Als sie dann schon frühzeitig in Rückstand gerieten, spielten sie „Kopflos“. Kein Spieler war da, der ihr Spiel koordinierte bzw. lenkte. Der VfB war in den Zweikämpfen und in den Laufduellen immer der erste Sieger gewesen. Man hatte im gesam ten Spiel nicht denEindruck, dass dieses Spiel verloren gehen würde. Fast mit dem Pausenpfiff (45.) war es Routinier Andy Troppa, der nach einem Eckball den Ball in die lange Ecke verwandeln konnte, 2:0. Eine Vorentscheidung war gefallen. Nach der Pause, so ab der 66. Spielminute, kamen die Gäste zu einigen Möglichkeiten. So Marc Blechteler (57.) oder Lucas Tzschernick ( 68.). Der VfB verwaltete das 2:0 bis zum Schlusspfiff. Der VfB konnte seinen Rückstand zu den vor ihn liegenden Vereinen verkürzen. Sie haben sich noch nicht aufgegeben. Der VfB bleibt aber weiterhin Schlusslicht der Tabelle, Platz 16, die Spielgemeinschaft weiterhin auf Platz fünf.

Joachim Rohde