Hallo Fußballfreunde!
Um es vorweg zu sagen, es war erneut ein torreicher Spieltag. Mit 48 Toren schrammte man knapp am Rekord vorbei. Der steht, seit der Gründung des Fußballgroßkreises 1992, vom 15. Spieltag der Saison 2019/2020 und vom 25. Spieltag der Saison 2022/2023 mit jeweils 49 Tore. Zum fünften Mal wurde in dieser neuen Saison schon die 40 Tore Grenze überschritten! Es ist ein Spiegelbild des Leistungsgefälles innerhalb der Liga. So bestimmen drei Vereine zurzeit das Geschehen in der Liga. Platz vier gehört zwar auch in dieser Gruppe, ist aber punktemäßig schon sechs Punkte vom Spitzenreiter entfernt. Danach folgt die Verfolgergruppe mit vier Vereinen, die aber zum Spitzenreiter der Liga schon mit elf Punkten im Rückstand liegt. Das Mittelfeld beginnt ab Platz neun bis Platz elf. Ab Platz zwölf beginnt die Gefahrenzone. Dies sollte nur ein Zwischenstand sein. Zur Halbserienanalyse wird dazu mehr gesagt werden.
Statistik: An diesem elften Spieltag gab es 30 Gelbe Karten und einmal glatt Rot. 48 Tore wurden erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 6 Toren. Die Saisontore gesamt: 423, ein Schnitt pro Spiel von 4,9 Toren.
Das Spitzenquartett der Liga konnte ihre Aufgaben mit Siegen problemlos erledigen. So gewann der derzeitige Spitzenreiter der Liga, die Reserve vom 1.FC Guben gegen den SV Fichte Kunersdorf klar mit 5:0. Die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen gewann beim FSV Spremberg 1895 klar mit 0:8 und die Welzower Borussen erlebten ein Debakel zu Hause auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn, gegen den Meisterschaftsmitfavoriten, LSV Neustadt/Spree, verlor man mit 0:11.
Dank einer spielerischen besseren zweiten Halbzeit, gelang der Wacker-Reserve „AUF WACKER“, nach einen 0:2 Rückstand gegen die Spielgemeinschaft Drebkau/Kauschen, am Ende ein 2:2 Unentschieden. In einem bewegten Spiel in Schorbus entführten die Gäste, die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/Döbern II, bei der heimischen Blau-Weiß-Elf drei wichtigen Punkte beim 3:4 Auswärtssieg. Der Tabellenletzte, der VfB Cottbus 97, erlebte zu Hause ein Debakel. Ab der zehnten Spielminute, nach einem Platzverweis der Gäste, zwar in Überzahl spielend, war das Spiel nach einer halben Stunde Spielzeit schon entschieden. Hier lagen sie bereits mit 0:4 gegen die Eiche-Kicker aus Branitz aussichtslos zurück. Am Ende hieß es 1:6.
Zu den Spielen:
Erneut gab es einen dreigeteilten Spieltag in der Kreisoberliga. Am Freitagabend fand in der Neißestadt Guben das Spiel zwischen der heimischen Reserve vom 1.FC Guben und der jungen Fichte-Elf aus Kunersdorf statt. Die wenigen Zuschauer, die gekommen waren, sahen ein ganz passables Kreisoberligaspiel. Doch schon in der vierten Spielminute lag der Ball im Kasten der Gäste. Was war Geschehen? Die Gäste befanden sich im Angriff, doch irgendwie verloren sie den Ball , so dass der Gastgeber einen Konter spielen konnte. Der Ball wurde schnell und lang nach vorn gespielt, wo er zu Severin Falk kam, der in einer 1:1 Situation mit dem Gästeschlussmann Felix Wolf kam. Severin Falk lupfte den Ball über diesen „Riesen“ und der Ball ging in das Tor, 1:0. Es folgte ein offener Schlagabtausch, doch den Gästen fehlte an diesem Tage das gewisse „Extra“ um auszugleichen. Das machte der Gastgeber in der 21. Spielminute besser, als Nico Hetzel auf 2:0 erhöhen konnte. Eine gewisse Vorentscheidung war dies schon, denn sie legten noch vor der Pause nach, mit dem 3:0. Josus Jantschke war der Schütze dieses Tores. Als gleich nach der Pause Dennis Emanuel Diehl auf 4:0 erhöhen konnte, waren in diesem Spiel die „Messen“ gesungen. Er war es auch, der fünf Minuten (85.) vor Ultimo auf 5:0 erhöhen konnte, als er herrlich, vom in der 64. Spielminute eingewechselten Alexander Mauch, angespielt wurde, so dass er nur noch vollenden musste. Guben weiterhin auf Platz eins, Kunersdorf auf Platz neun.
Bei echtem Novemberwetter (nass, nebelig, frisch) fand „AUF WACKER“ das Spiel der heimischen Reserve und der Spielgemeinschaf Drebkau/Kausche statt. Nach ausgeglichenem Spiel in den ersten zwanzig Spielminuten, waren es die Gäste, die nach einem Eckball in der 21. Spielminute durch Marvin Paul Tarczewski mit 0:1 in Führung gingen. Die Gäste spielten weiter mit, Wacker fand nicht zu seinem Spiel. In der 36. Spielminute gelang Dimitrios Manafas ein weiter Abschlag, der kam zu Chris Portmann und dieser schlug den Ball quer zu Carlos Kanter, der diesen Ball mustergültig verwandelte zum 0:2. Wer gab der Wacker-Reserve noch eine Chance? Man hatte die „Rechnung ohne den Wirt gemacht“. Soll heißen, Wacker gab sich noch nicht geschlagen und kam schon kurz nach der Pause (48.) zum 1:2 Anschlusstreffer. Ein Freistoß aus halbrechter Position konnte zwar abgewehrt werden, doch Mykola Ubyralev war zur Stelle und verwandelte zum Anschluss. Wenig später der Ausgleich. Erneut kam der Ball aus halbrechter Position, dieses Mal war es Lukas Pötschke der zum Ausgleich verwandeln konnte. Die Gäste fanden nach einer taktischen Umstellung nicht gleich zum Spiel, der diese Fehler zuließ. Die Gäste hatten dann noch einmal in der 85. Spielminute durch Chris Portmann den Siegtreffer vor den Füßen, scheiterten aber. Am Ende eine gerechte Punkteteilung aufgrund der zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Wacker auf Platz acht, die Spielgemeinschaft auf Platz zehn.
In der Drachhausener Straße in Cottbus kam es zum Spiel zwischen dem FSV Viktoria 1897 Cottbus und der Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/ TSV Cottbus. Ein doch sehr bewegtes Spiel in der Anfangsphase. Viktoria kam schon nach drei Spielminuten zum ersten Eckball, den Maximilian Melcher gefährlich nach innen spielte, den Lars Marten Arlt neben das Tor schoss. Wenig später (6.) versuchte es Routinier Chris Wycisk mit einem guten Torschuss, den der Gästetorwart Matthew Wossing parieren konnte. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gäste mächtig auf und es kam zu einem Spiel überwiegend in der Hälfte von Viktoria. Viktoria musste hochkonzentriert agieren, um nicht in den Rückstand zu geraten, denn die „Granden“ des Gästespiels, Lars Hanuschka, Christian Chilla und Nils Beck waren es, die das Gästespiel vorantrieben und kontrollierten. In dieser Phase des Spieles musste der Führungstreffer der Gäste eigentlich fallen. Zwei, drei Hundertprozentige ließen sie liegen und in dieser Phase fiel durch ein unglückliches Eigentor durch Routinier Christian Chilla die1:0 Führung für Viktoria (36.). Dieses Führungstor ließ Viktoria wieder in das Spiel kommen und sie hatten noch kurz vor der Pause (44.) durch Spielführer Patrick Matthieu die Chance zum 2:0, doch er scheiterte am Gästeschlussmann Wossing. Gleich nach der Pause drängten die Gäste auf den Ausgleich, den die Abwehr von Viktoria geschickt verhindern konnte. Irgendwie kamen die Gäste im zweiten Spielabschnitt nicht so in die Gänge wie in Halbzeit eins. Viktoria war nun spielbestimmend und kamen in der 54. Spielminute zum 2:0. Nach einem Konter konnte Routinier Kevin Karow den Treffer erzielen. Viktoria bestimmte in der Folgezeit das Spiel. Plötzlich und unerwartet kamen die Gäste in der 86. Spielminute zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß der Gäste konnte dieser zum Eckball abgewehrt werden. Der anschließende Eckball brachte Verwirrung im 16er von Viktoria. Eddie Mann war zur Stelle und verwandelte zum 2:1. Nun folgte eine Phase, die bei Viktoria nun schon des Öfteren beobachtet wurde. Viktoria kam ohne Grund ins „Schwimmen“, nichts gelang mehr. Der Ausgleich lag mehrmals in der Luft. Viktoria rettete sich dennoch in das „Ziel“. Unglaublich, so ein Leistungsabfall, in so kurzer Zeit. Am Ende wurde mit viel „Schmerzen“ die drei Punkte eingefahren. Viktoria auf Platz vier. Gaglow II/ TSV Cottbs auf Platz fünf.
Die SG Blau-Weiß Schorbus hatte bis zu Beginn der Partie gegen die favorisierte Spielgemeinschaft Kölzig/Gahra/Döbern II erst einen Saisonsieg auf der Habenseite. Dies sollte in diesem Spiel geändert werden um dem treuen Publikum einen Sieg zu schenken. Doch daraus wurde erst einmal nichts. Es kam anders als erwartet. Der Gastgeber hatte einen ganz schlechten Tag erwischt, denn es gelang bei ihnen nichts. Trotzdem hielten sie ihren „Kasten“ bis kurz vor der Pause dicht. Doch in der 43. Spielminute konnten die Gäste einen groben Abwehrfehler bestrafen, so dass der Torschütze vom Dienst bei den Gästen, Stepahn Krengel, den Ball in die Maschen des Gastgebers einnetzte zum 0:1. In der Nachspielzeit (45+3) gelang Erik Kube sogar das 0:2, als er einen langen Ball aufnehmen konnte und sicher verwandelte. Als den Gästen gleich nach der Pause (53.), erneut durch Eric Kube, sogar das 0:3 gelang, waren scheinbar die „Messen“ in diesem Spiel gesungen. Aber gleich nach diesem Tor der 1:3 Anschlusstreffer (54.), als ein Steckball von Nico Bartelt in das Mittelfeld landete und der schnelle Danilo Koal diesen Ball unter Kontrolle bracht und im Abschluss sicher genug war, um zu vollenden, 1:3. Fünf Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Gäste. Ein Eckball konnte erfolgreich durch Jasem Abod abgeschlossen werden. Doch die kalte Dusche folgte auf dem Fuß. Erneut war es Goalgetter Stephan Krengel, der nach einem Eckball von der 16er Grenze aus abzog und zum 2:4 verwandeln konnte. Schorbus gab sich nicht geschlagen und kam durch Nico Bartelt zum erneuten 3:4 Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit verpasste Routinier Marcel Kuba den möglichen 4:4 Ausgleich, völlig frei vor dem Gästetor auftauchend (94.) gelang es ihm nicht, das Tor zu erzielen. Schorbus auf einem Abstiegsplatz, Platz 15, Kölzig/Gahry/Döbern II auf Platz sechs.
Der Tabellenletzte, der VfB Cottbus 97, wollte unbedingt im Spiel gegen den SV Eiche Branitz die drei Punkte zu Hause behalten. So wurde gleich nach dem Anpfiff das Tor der Gäste berannt, ohne aber nennenswerte Möglichkeiten zu erspielen. Doch in der sechsten Spielminute begann schon das Debakel. Der erste richtige Angriff der Gäste konnte nicht gestoppt werden, hinzu kamen gravierende Abwehrfehler, die auch den VfB-Schlussmann Sven Veltzke betrafen. Dies nutzten die Gäste durch Jonah Wallstein, der das 0:1 markieren konnte. Als sich wenig später die Gäste reduzierten (10.), der Torschütze zum 0:1 Jonah Wallstein foulte als letzter „Mann“ einen VfB Stürmer, sah der Spieler glatt rot. Nun in Überzahl spielend rechnete man sich beim VfB einiges aus. Doch „Pustekuchen“! Vier Minuten nach roten Karte legte Branitz mit dem 0:2 nach. Lennart Seidler schoss aus 13 Meter Entfernung unhaltbar zum 0:2 ein. Der VfB war schon hier völlig demoralisiert. Und es wurde noch schlimmer, denn das 0:3 ließ nicht lange auf sich warten. Erneut war es Lennert Seidler, der auf 0:3 erhöhen konnte, als er einen Konter erfolgreich beendete. Und es kam wie es kommen musste. Der VfB fand weiterhin keine spielerischen Mittel, um Branitz aufzuhalten. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit (33.) war es wieder Lennart Seidler, der einen perfekten und echten Hattrick hinlegte, als er das 0:4 erzielte. Mit diesem Hattrick erhöhte er sei Gesamttorkonto auf zwölf Tore, Platz vier in der Torjägerliste. Es war aber immer noch nicht Schluss mit den Toren. Denn in der 40. Spielminute war es Tyler Schmidt, der das 0:5 markierte. Nach der Halbzeit dauerte es bis zur 70. Spielminute, wo erneut Lennart Seidler das halbe Dutzend vollmachte zum 0:6. Der Gastgeber kam noch zum Ehrentreffer durch Ibrahim Amarade in der 77. Spielminute. Der VfB Schlusslicht der Tabelle, auf Platz 16, Branitz auf Platz sieben.
Joachim Rohde
