Rückblick 10.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Mit dem zehnten Spieltag wurde das erste Drittel der 32. Fußballkreismeisterschaft des Fußballkreises Niederlausitz vollendet. Von den achtzig auszutragenden Spielen fehlt nur das Spiel Nr.67, LSV Neustadt/Spree vs. Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, welches von der Gemeinde Neustadt abgesagt wurde. Hoffen wir, dass dieses Spiel rechtzeitig nachgeholt wird, um einer Wettbewerbsverzerrung zuvorzukommen.

Wie in den letzten Jahren, so auch in dieser Saison, hat sich nach dem zehnten Spieltag die „Spreu vom Weizen“ getrennt. Sprich, die Tabelle hat sich eingepegelt und die jetzigen Platzierungen werden sich traditionell nur relativ geringfügig verändern. Neu in dieser Saison ist, dass sich Heuer aber schon am fünften Spieltag die Tabelle eingepegelt hatte. Geringfügige Veränderungen in der Tabelle gehen in Ordnung. Beim Blick auf die Tabelle nach einem gespielten Drittel, so muss man diese in „vier Zonen“ einordnen. So gibt es ein Spitzenquartett, eine Verfolgergruppe, ein unteres Mittelfeld und die Gefahrenzone. Im Spitzenquartett fehlt das Spiel Nr. 67, LSV Neustadt vs. Spielgemeinschaft Briesen/Dissen. Der derzeitige Tabellenstandstand sagt aus, dass es zwischen diesen ersten vier Plätzen schon sechs Punkte Differenz gibt. Von Platz fünf bis Platz acht liegt das Verfolgerfeld. In diesem Verfolgergruppe gibt es eine Punktdifferenz von nur drei Punkten. Zum Spitzenreiter 1. FC Guben II sind es aber schon satte elf Punkte Rückstand. Die Gefahrenzone beginnt ab Platz zwölf bis Platz 16. Zwischen diesen Plätzen sind es nur sechs Punkte. Zur Tabellenspitze sind es schon18 Punkte!

Wir werden die Entwicklung innerhalb dieser Tabelle weiterhin beobachten. Zum Halbserienende erfolgt dann eine größere Analyse. Es bleibt auf alle Fälle spannend, ob im oberen Drittel oder in der Gefahrenzone.

Zur Statistik: Die Gesamtanzahl der geschossenen Tore nach zehn Spieltagen sind 375 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 4,7 Toren. Die Tagesquote waren 35 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 4,3 Tore. Es war ein sehr fairer Spieltag, wo es nur 23 Gelbe Karten gab und nur drei erfolgreiche Strafstöße. 418 Zuschauer sahen sechs Spiele. Von den Spielen Groß Gaglow II/TSV Cottbus vs SG Blau-Weiß Schorbus und Spielgemeinschaft Briesen/Dissen vs. BSV Chemie Tschernitz gab es keine Angaben zu Zuschauern.

Beste Torschützen:
Christian Rinza, Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, 13 Tore
Lennos Jay Arkuszewski, LSV Neustadt, 13 Tore
Severin Falk, 1.FC Guben II, 10 Tore

Zu den Spielen:
Ein Debakel erlebte die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche im Spiel gegen den Spitzenreiter der Liga, der Reserve vom 1.FC Guben. Stark ersatzgeschwächt musste der Gastgeber in dieses Spiel gehen. Auf sechs Positionen musste umgestellt werden, welches sich dann im Spiel auch bald bemerkbar machte. Der Gastgeber war schon früh gezwungen, den Gästen „Hinterherzulaufen“, sprich, s ie waren in allen Belangen den Gästen unterlegen. So war dann auch die frühzeitige Führung, nach einem Doppelpack in der 24. und 27. Spielminute, zu diesem frühen Zeitpunkt, nicht unverdient. Zuerst war es Nico Hetzel, der nach einer Vorlage zur 0:1 Führung einnetzen konnte. Wenig später war es Dennis Emanuel Diehl aus ähnlicher Lage, der das 0:2 markierte. Ihm gelangen nach der Pause erneut zwei Tore. So in der 53. und 66. Spielminute, als er das Ergebnis auf 0:3 bzw. 0:4 erhöhte. Damit waren in diesem Spiel die Messen gesungen. Der Gastgeber hatte danach durch Chris Portmann und Marcel Kujath zwei Möglichkeiten, das Ergebnis freundlicher zu gestalten, doch es sollte an diesem Tage nicht sein. Dafür erhöhten die Gäste in der 70. und 87. Spielminute durch Josus Jantschke und Arkadiusz Jan Waszkowiak auf 0:5 bzw. 0:6 das halbe Dutzend vollgemacht. Drebkau/Kausche auf Platz zehn, Guben weiter auf dem „Platz an der Sonne“, Platz eins.

Nach zwei Niederlage in Folge wollte der SV Fichte Kunersdorf sein Heimvorteil an diesem zehnten Spieltag nutzen, um den in Abstiegsgefilden befindlichen FSV Spremberg 1895 zu besiegen. Überraschend, der Gastgeber kam nicht aus den „Socken“, sprich, sie fanden nicht in das Spiel und gaben somit den Gästen die Möglichkeiten ihr Spiel zu spielen. Sie waren in dieser Anfangsphase das bessere Team. In den Zweikämpfen waren sie überwiegend die Sieger, ihr Kampfeswille und sie hatten die besseren Torabschlüsse, ohne dabei zu treffen. Nach zehn Spielminuten verhinderte der Pfosten des Fichte-Tores den möglichen Rückstand oder Felix Wolf im Tor des Gastgebers verhinderte zwei Mal einen Rückstand. In der 21. Spielminute bekam der Gastgeber die große Chance, per Strafstoß, in Führung zu gehen. Eigentlich eine sichere Sache für Spielführer Leon Schlott, doch dieser versagte vom Punkt, als er den Ball dem Gästeschlussmann Marco Schneider in die Arme schoß. Zur Pause war der eingeplante Heimsieg in weiter Ferne gerückt. Doch dann kam eine ganz andere Fichte-Elf aus der Kabine. Scheinbar wurde „Tacheles“ geredet, denn plötzlich lief ihr Spiel. Einsatz- und Kampfeswille prägten dieses Spiel. Zwangsläufig wurden auch Chancen herausgeabeitet und Tore erzielt. Die Spremberger Gäste wurden förmlich in die Defensive gedrängt. Den Torreigen eröffnete Leon Schlott in der 49. Spielminute mit dem 1:0 und machte damit sein Strafstoßversagen wieder gut. Dann gab es in einer Minute zwei Tore. Erneut war es Leon Schlott und Jannek Wetzk, die auf 2:0 bzw. 3:0 erhöhten. In der Folgeminute war es Jan Gulbing, der das 4.0 markierte. Leon Schlott blieb in großer Torlaune, denn er versuchte es in der 64. Spielminute erneut mit einen Strafstoß, was ihm dieses Mal auch gelang (5:0), um wenig später sein viertes Tor an diesem Tage zu erzielen, mit dem 6:0. Mit diesen vier erzielten Toren belegt er zurzeit Platz fünf, mit acht Toren. In den Schlussminuten kam Ficht noch zum 7:0, als den Gäste in der 85. Spielminute noch ein Eigentor passierte (Carsten Hoffmann). Ein Ergebnis, was weitaus höher hätte ausfallen müssen. Kunersdorf auf Platz neun, Spremberg auf Platz 13.

Wacker war in der Bredouille. Vor dem Spiel bei der Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/Döbern II hatte man die drei vorangegangenen Spiele nicht erfolgreich gestalten können. Die Heimniederlage gegen den VfB Cottbus 97 (0:1), die folgende Niederlage in Branitz (3:1) und dem 2:2 Unentschieden zu Hause gegen die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/ TSV Cottbus. So musste unbedingt ein Sieg her, um nicht in der Tabelle zu weit abzudriften. So bestimmte Wacker das Spiel in der ersten Spielhälfte, ohne aber richtig zu Torchancen zu kommen. Aber auch die Gastgeber hatten ihre Möglichkeiten. So in der zweiten Spielhälfte, gleich nach der Pause (51), konnten sie eine ihrer wenigen Möglichkeiten durch ihren Torjäger, Stephan Klengel, nutzen und zum Tor des Tages einschießen, 1:0. Wacker rannte nun dem Ausgleich hinterher, doch die dritte Niederlage im vierten Spiel war nicht mehr abzuwenden. Kölzig/Gahry/Döbbern II auf Platz sieben, Wacker von Platz vier auf Platz sechs zurückgefallen.

Der FSV Viktoria 1897 Cottbus gelang ein schmeichelhafter Sieg in Branitz. Die Eiche-Kicker wurden frühzeitig auf dem falschen Bein erwischt. Der Zeiger der Uhr hatte gerade zwei Umdrehungen hinter sich gebracht, als es bei ihnen schon im Kasten klingelte. Lars Marten Arlt kam auf halblinker Position an den Ball, schoss aus der Bewegung aus 22 Meter den Ball auf die Latte des Branitzer Tores und von dort sprang er in das Tor, 0:1. Ein Beginn, mit dem keiner gerechnet hatte. Die Eiche Kicker fingen sich und es kam zu einem ausgeglichenen Spiel. Es war die 59. Spielminute, als der Ball erneut plötzlich im Netz der Gastgeber lag. Einen Ball aus dem Nichts schlug erneut Lars Marten Arlt in die Machen zum 0:2. Branitz drängte auf den Anschluss, der auch mehrmals in der Luft lag. In der 85. Spielminute war es soweit, aus der halblinken Seite kam der Ball in den 16er der Gäste. Hier stand Lennert Seidler, der den 1:2 Anschlusstreffer markieren konnte. Nun drängten die Eiche-Kicker auf den Ausgleich, der ihnen nicht gelang. Am Ende ein glücklicher Sieg der Gäste. Nach Aussage des Gastgebers, hätte dieses Spiel kein Sieger verdient. Branitz auf Platz auf Platz acht, Viktoria Cottbus auf Platz vier.

Die noch ungeschlagende Spielgemeinschaft Briesen/Dissen gewann erwartungsgemäß gegen den Aufsteiger BSV Chemie Tschernitz klar mit 4:0.

Und auch der Mitfavorit, der LSV Neustadt/Spree, gewann gegen die in Abstiegsnöten befindliche Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf mit 2:5.

Die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II /TSV Cottbus gewann zu Hause knapp mit 3:2.

Zum Kellerduell kam es in der Cottbuser Schlachthofstraße. Der Tabellenletzte, der VfB Cottbus 97, hatte die Welzower Borussen zu Gast, die in dieser Saison große Probleme haben. So gab es im ersten Spielabschnitt ein Spiel auf ein Tor, Einbahnstraßenfußball. Die sporadischen Konter der Gäste waren zu harmlos, um gefährlich zu werden. Der VfB ließ viele gute Möglichkeiten aus. Erst ein Strafstoß, den man geben kann, aber nicht muss. Eine Pattsituation, 50:50. Jedenfalls eine zweifelhafte Entscheidung. Routinier und Spielführer Oliver Weber verwandelte sicher zur bis dahin verdienten 1:0 Führung. Danach gab es weitere Möglichkeiten das Ergebnis weiter auszubauen. Ihre derzeitige Schwäche kam hier wieder ordentlich zum Tragen. Wenn der Strafstoß nicht gewesen wäre, ginge es torlos in die Pause. Zu erwähnen wäre, dass die Gäste in der 44. und 45. Spielminute zwei gute Möglichkeiten hatten, als ein Schuss von Paul Förster von VfB-Schlussmann, Danilo Leutert abgewehrt werden konnte. Im Anschluss daran war Felix Boslau, der eine Chance vergab. Mit der Einwechslung der beiden Routiniers Andy Troppa und Toni Koinzer versprach man sich beim VfB mehr Kontinuität. Und sie machten auch ordentlich Druck. So bekam Toni Koinzer, im Verbund mit Sebastian Kierzkowiak (50.) die Chance, das 2:0 zu machen, doch „Pustekuchen“. Wenig später war es Toni Koinzer, der mit dem ebenfalls eingewechselten Nico Klammer die hundertprozentige Möglichkeit hatte das Ergebnis zu verändern und eine gewisse Sicherheit zu erzielen. Beide strebten mutterseelenallein auf das Welzower Tor zu, doch Klammer scheiterte an Gästeschlußmann Jonas Förster, der schon mehrmals mit Glanzparaden seine Mannschaft vor einen größeren Rückstand bewahrte. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Borussen immer besser in das Spiel und erarbeiten sich auch einige Chancen. Es kam wie es kommen mußte. Nach einer längeren Verletzungsbehandlung bei den Gästen kamen sie in der 86. Spielminute an den Ball und Noah Jestel ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:1 Ausgleich. Erneut war es der VfB, der an seiner Unfähigkeit gescheitert war. Ein sicherer „Dreier“ wurde noch aus der Hand gegeben. Am Ende ein nicht unverdientes Unentschieden für die Gäste. Der VfB Cottbus weiterhin Tabellenletzter, Platz 16, Welzow auf Platz 13

Joachim Rohde