Hallo Fußballfreunde!
Dieser neunte Spieltag hielt ein besonderes Vorkommnis parat. Das absolute Spitzenspiel der Kreisoberliga in Neustadt/Spree, zwischen dem Tabellenzweiten, den LSV Neustadt, und dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter der Liga, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, wurde abgesetzt! Nach Auskunft des Gastgebers sperrte die Gemeinde die Sportanlage wegen Baumaßnahmen am Sozialtrakt. Ein Novum in der Geschichte des Fußballkreises Niederlausitz. Absagen kennt man zum Beispiel nach Unwettern oder Ähnliches. Ab so etwas gab es noch nicht. Man muss aber die Entscheidung der Gemeinde akzeptieren, wenn sie der Besitzer der Sportanlage ist. Weiterhin berichtete der Gastgeber, um das Spiel nicht ausfallen zu lassen, fragte man in Briesen an, ob dort nicht das Spiel stattfinden könnte. Von der Spielgemeinschaft Briesen/Dissen kam diesbezüglich keine Reaktion! Der Verein und der Spielausschuss müssen bestrebt sein, schnellstmöglich dieses Spiel nachzuholen, um keine Wettbewerbsverzerrung aufkommen zu lassen.
Dieser drei geteilte Spieltag begann am Freitagabend in der Neißestadt Guben bei der dortigen Reserve des 1.FC und der Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/Döbern II. Um es vorweg zu sagen, die Gäste hatten in diesem Spiel keine Chance irgendwie den Gastgeber zu gefährden. So war auch die frühe Führung per Doppelpack in der 18. und 24. Spielminute durch Severin Falk nicht überraschend. Nach einen Steckball von Laslo Schneider auf Severin Falk, war er es, der diesen Ball in die rechte Torecke platziert verwandeln konnte. Wenig später eine ähnliche Situation wie beim 1:0. Wieder war es Laslo Schneider, der einen tollen Ball erneut auf Severin Falk spielte und dieser nur noch verwandeln musste, 2:0. Dies war eine gewisse Vorentscheidung in diesem Spiel. Die endgültige Entscheidung fiel in der 38.Spielminute, als erneut Laslo Schneider Ausgangpunkt für das 3:0 war. Er brachte einen Freistoß von der linken Seite vor das gegnerische Tor, hier stand Nico Hetzel, der zum 3:0 einnetzen konnte. Im zweiten Spielabschnitt ließ der Gastgeber etwas nach, so dass in den Schlussminuten Severin Falk sein drittes Tor an diesem Tage erzielte, als er einen Freistoß aus 18 Metern zum 4:0 verwandeln konnte. Sein zehntes Tor der Saison und in der Gesamtwertung der Torjägerskala Platz drei. Guben nun wieder Spitzenreiter der Liga, Kölzig/Gahry/Döbern Platz neun.
Am Samstag kam es zu einigen überraschenden Ergebnissen. So gewannen die Gäste in Welzow auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn das Kellerderby der heimischen Borussen und der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf überaschenderweise klar mit 2:4.Sie bleiben aber trotzdem im Tabellenkeller, Platz 15. Welzow auf Platz 14.
Die deftige 0:4 Heimniederlage der Vorwoche hat bei Fichte Kunersdorf wohl doch Spuren hinterlassen. Sie verloren beim Aufsteiger BSV Chemie Tschernitz, nach einer 0:1 Pausenführung, am Ende mit 2.1. Das Siegtor fiel in der Nachspielzeit (90+3). Tschernitz auf Platz elf, Kunersdorf auf Platz zehn.
Einen weiteren Auswärtssieg gab es in Spremberg. Der FSV Spremberg 1895 hatte die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche zu Gast. In einem überlegen geführten Spiel gingen die Gäste mit einer 0:2 Führung in die Pause. Aus dem Mittelfeld heraus kam der Ball zu Stephan Faber, der zur 0:1 Führung einnetzen konnte (21). Ein Eigentor brachte die Gäste weiter auf die Siegesstraße, als beim Abwehrversuch eines Abwehrspielers des Gastgebers der Ball unglücklich abgefälscht wurde und in das eigene Tor ging. Als gleich nach der Pause Routinier Manuel Rehn auf 0:3 erhöhen konnte, waren die Messen gesungen. Eine Flanke von der linken Seite von Stephan Faber konnte er nutzen und verwandeln. Nach Aussage von Verantwortlichen der Gästemannschaft kam dann die große Zeit des Unparteiischen. Der Chronist äußert sich sonst selten zu Schiedsrichtern. Auf mehrmaligen Wunsch äußerten sie sich, dass es ein regelrechtes „Kartenfestival“ in Halbzeit zwei für die Gäste gab und es in der Schlussphase des Spiels (72. und 77. Min.) zu zwei fragwürdigen Strafstößen kam. Und in der Nachspielzeit gab es innerhalb von drei Minuten für einen Gästespieler Gelb und dann glatt Rot. Diese Entscheidungen werden von der Gästemannschat angezweifelt. Spremberg auf Platz zwölf, Drebkau/Kausche Platz acht.
Der mit bisher fünf Siegen und in der Tabelle auf Platz vier liegenden SV Eiche Branitz kam in Schorbus unerwartet unter die „Räder“. Bei der SG Blau-Weiss lagen sie nach zwölf Spielminuten per Strafstoß mit 1:0 im Rückstand. In einem Laufduell zweier gegnerischen Spieler kam es zum Foulspiel im 16er. Der Pfiff kam sofort. Nico Bartel verwandelte sicher zum 1:0. Zwölf Minuten später der 1:1 Ausgleich. Ein langer Ball in den 16er des Gastgebers führte zu einer Ballduoblette, die Lennert Seidler zum 1:1 Ausgleich verwandelte. In der 38. Spielminute nahm Routinier Marcel Kuba einen langen Ball auf und setzte diesen Ball schmerzlos in die Maschen zur 2:1 Führung. Diese bauten die Gäste in der Nachspielzeit weiter aus, als Nico Bartelt einen Pass zu Jasem Anod spielte und dieser nur noch verwandeln muss, 3:1. In der 56. Spielminute die endgültige Entscheidung. Nach einem langem Ball konnte diesen der Gästeschlussmann nicht unter Kontrolle bringen. Seinen abgewehrten Ball verwandelte Danilo Koall zum 4:1. Schorbus auf Platz 14 , Branitz auf Platz sieben.
Samstagmittag kam es AUF WACKER zur Begegnung der heimischen Reserve und der Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/TSV Cottbus. Fazit dieser Begegnung: dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient. Obwohl der Gastgeber optisch die bessere Mannschaft war, zeigte sie auch in diesem Spiel ihre große Schwäche, das Nutzen von Chancen, obwohl so viel nicht vorhanden waren. Aber der Reihe nach: Zuerst musste die Spielkleidung der Gäste kritisiert werden: Auf ihren rotweinfarbenden Trikots waren schwarze Rückennummern aufgedrückt. Für Besucher und Berichterstatter ein Unding. Man konnte die Zahlen nicht erkennen. Vom Schiri gab es scheinbar keine Beanstandungen! Zum Spiel: Die Gäste begannen furios und brachten mit einem Eckball schon in Minute eins Wacker in Bedrängnis, doch Wacker machte sich frei und kam nun ihrerseits zu einigen Möglichkeiten. So Tobias Voigt, der auffälligste Spieler bei Wacker, der zur Pause ausgewechselt wurde! Oder Alexander Jule oder Mustafa Dreiee (7., 8., 9.). In dieser Phase waren die Gastgeber immer ein Schritt schneller als die Gäste, die doch im läuferischen Bereich hinterherhinkten. So kam die Gästeführung in der 28. Spielminute doch ein wenig überraschend, als Björn Schneller die 0:1 Führung markieren konnte. In der Folgezeit versuchte es Wacker noch vor der Pause zum Ausgleich zu kommen, doch Fehlanzeige. Es drohte die zweite Niederlage in Folge, so dass gleich nach der Pause mit einem Doppelpack nicht nur den 1:1 Ausgleich erzielt wurde, sondern auch die 2:1 Führung. Beide Male war es Mohamad Dreiee, der sich beim zweiten Tor verletzte und ausgewechselt werden musste. Diese Führung brachte bei Wacker keine Ruhe in ihren Reihen. Die Gäste merkten dies und nutzen diese Schwächemomente mit dem 2:2. Routinier Lars Hannuschka war der Schütze zum 2:2 Ausgleich. Am Ende ein Spiel, welches man schnell vergessen sollte. Wacker auf Platz fünf, der TSV /Gr.Gaglow II auf Platz sechs.
In der Drachhauener Straße standen sich im Ortsderby der FSV Viktoria 1897 und der VfB Cottbus 97 gegenüber. Vom Anpfiff an waren es die Gastgeber, die das Spiel kontrollierten. Die Gäste waren im technischen Bereich der Viktoria fast ebenbürtig, doch mit zunehmende Spielzeit setzte sich der Gastgeber immer mehr durch. Man hatte den Eindruck, dass sie dieses Spiel bis zum Schlusspfiff fest im Griff haben und nichts zulassen wollten. Trotzdem kam der VfB mehrmals gefährlich auf, so in der 21. und 32. Spielminute, als Standartsituationen gefährlich wurden. Es sei festzustellen, dass die Gäste nicht wie ein Tabellenletzter spielten. Viktoria machte dann in der 39. Spielminute durch Lars Marten Arlt das 1:0, als er von Petrick Matthieu von der rechten Seite in gute Schussposition gebracht wurde. Diese knappe Führung zur Pause war hochverdient. Gleich nach der Pause gelang Viktoria ein Doppelpack, der das 2:0 bzw. das 3:0 brachte. Mit einem Solo setzte sich Lars Marten Arlt durch und vollendete zum 2:0, um sechs Minuten später Robert Kiesow Spielführer Patrick Matthieu die Vorlage servierte zum 3:0. Die Gäste hatte ihre Möglichkeit zum Anschlusstreffer (66.), als sie durch Spielführer Oliver Weber diese Chance vergaben. Viktoria auf Platz vier. Der VfB weiterhin auf Platz 16.
Statistik: An diesem neunten Spieltag gab es 39 Gelbe Karte, eine Ampelkarte und einmal glatt Rot. Es gab drei erfolgreiche Strafstöße und ein Eigentor. Es wurden 30 Tore erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 4,3 Toren. Insgesamt wurden bisher 340 Tore erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 4,8 Toren. Es kamen erneut nur 331 Zuschauer.
Joachim Rohde
