Rückblick 7.Spieltag Kreisoberliga Fussballkreis Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Dieser siebente Spieltag der Kreisoberliga hielt doch einige saftige Überraschungen parat und es gab einen erneuten Wechsel an der Tabellenspitze! Am Tabellenende beendete der noch sieglose VfB Cottbus 97 seine Sieglosigkeit. Im Cottbuser Ortsderby schlugen die Männer von der Schlachthofstraße AUF Wacker, die dortige Reserve, nach einem Kopfball schon in der sechsten Spielminute mit 0:1. Der VfB hat sich noch nicht aufgegeben. Schon am Freitagabend gab es im Sportzentrum der Neißestadt Guben die erste faustdicke Überraschung, denn die Eiche Kicker aus Branitz wurden förmlich deklassiert. Mit einer 7:0 Schlappe fuhren sie nach Hause, wobei das Ergebnis noch weitaus höher hätte ausfallen müssen. Der große Meisterschaftsfavorit, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, überrollte auf der Alfred-Scholz Kampfbahn die dortigen Borussen mit 0:8! Mit dem letzten Tor in der 89. Spielminute gelang den Gästen zugleich auch die Rückgewinnung der Tabellenspitze durch das bessere Torverhältnis. Der Aufsteiger, LSV Neustadt/Spree, entwickelt sich immer mehr zum Mitfavoriten der Meisterschaft. In einem guten Spiel schlugen sie die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche mit 3:1. Mit diesem erneuten Sieg festigen sie ihre Position im Spitzentrio. Der FSV Viktoria 1897 Cottbus scheiterte an ihrer alten Krankheit, Tore zu schießen. In Schorbus mussten sie in der Nachspielzeit per Strafstoß noch den 1:1 Ausgleich hinnehmen. Die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/ TSV Cottbus bleibt weiterhin Verfolger des Spitzentrios. Beim FSV Spremberg fielen erst in den Schlussminuten die Tore. Nach der Gästeführung in der 82.Spielminute folgte schon eine Minute später der 1:1 Ausgleich. So blieb bis zum Schlusspfiff. Der SV Fichte Kunersdorf bleibt auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Ehe dies jedoch feststand, musste zwei Mal ein Rückstand aufgeholt werden, um am Ende ein 2:2 Unentschieden zu erreichen. Zu erwähnen wäre, dass das Schlussergebnis schon zur Pause feststand. Der zweite Aufsteiger, der BSV Chemie Tschernitz, unterlag gegen die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/SV Döbern II mit 0:2.

Zur Statistik: An diesem siebenten Spieltag gab es 28 Gelbe Karten, keine Ampelkarte und keine Rote. Es wurden vier Strafstöße erfolgreich verwandelt. An diesem Spieltag fielen 30 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 3,8. Damit erhöht sich die Gesamtanzahl der geschossenen Tore auf 265 Tore, ein Schnitt pro Spiel von 4,7 Toren. 444 Zuschauer sahen sieben Spiele dieses siebenten Spieltages. Vom Spiel LSV Neustadt/Spree vs SPG Drebkau/Kausche wurden keine Zuschauerzahlen angeben!
Die ersten drei Plätze in der Torjägerwertung:
Lennox Jay Schurmann, LSV Neustadt/Spree, 13 Tore
Christian Rinza, SpG Briesen/Dissen, 12 Tore
Falk Severin, 1.FC Guben II, 7 Tore

Zu den Spielen:
Der erneut drei geteilte Spieltag begann am Freitagabend im Sportzentrum der Neißestadt Guben, mit dem Spiel der heimischen Reserve vom 1.FC und den Eiche-Kickern aus Branitz. Die Gäste, eigentlich gut in die Saison gestartet mit vier Siegen, mussten zum aktuellen Spitzenreiter der Liga, zur Reserve vom 1.FC Guben. Die Gäste wurden frühzeitig aus ihren Träumen gerissen, als sie schon nach sechs Spielminuten, durch Nico Pascal Schulze in Rückstand gerieten mit 1:0. In der Folgezeit bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen und erhöhten in der 20. und 32.Spielminute auf 2:0 durch Nico Laugka und dem 3:0 durch Clemens Krüger. Schon in dieser ersten Halbzeit hatten die Gäste keine nennenswerten Chancen aufzuweisen. Das änderte sich auch nicht in der zweiten Spielhälfte, wo innerhalb von 16 Spielminuten vier Tore erzielt werden konnten. Eins schöner als das andere. So zum Beispiel das 5:0, als nach einer Flanke von Nico Laugka Clemenz Krüger diese annehmen konnte und sicher verwandelte. Oder auch das 6:0, als Jeremy Schmidt mit dem Hacken das 6:0 markierte. Das waren Beispiele, wie überlegen die Reserve aufspielte. Branitz hatte in diesem Spiel nicht eine Möglichkeit. Bei noch größerer Konzentration hätte das Ergebnis am Ende weitaus höher ausfallen müssen. Guben auf Platz zwei, Branitz auf Platz sechs.

Bei kalten, windigen, aber trockenen Wetter, kam es AUF WACKER zur Begegnung der heimischen Reserve und dem Schlusslicht der Tabelle, dem VfB Cottbus 97. Um es gleich vorwegzunehmen, dieses Spiel hatte kein Kreisliganiveau. Der Beginn von beiden Seiten war zügig und der Druck auf die Tore war da. Schon in der dritten Spielminute gab es Eckball für den Gastgeber. Der Ball wurde von Routinier Björn Wagner vor das Tor gebracht, der anschließende Kopfball konnte von Gästeschlussmann Sven Veitzke zur Ecke abgewehrt werden, die im Anschluss, verpuffte. Danach eine Gästekombination zwischen Ibrahim Almarande, der den Ball gekonnt zu Lucaen-Toni Tänzer weiterleitete, der den Ball vor das Tor schlug, wo ihn Maurice-Andre Stein mit dem Kopf zur Überraschung der Wacker-Abwehr einköpfte zum 0:1. Wacker wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Dieses frühzeitige Tor hinterließ Wirkung bei Wacker, denn von diesem Schock erholten sie sich bis zum Schlusspfiff nicht mehr. Der VfB erkannte die Chance, eventuell dieses Spiel nach Hause zu fahren, denn sie waren es, die sich in der Folgezeit weitere Möglichkeiten erarbeiteten.So in der 20. und 22. Spielminute, wo die Führung hätte ausgebaut werden musste. Dann kam wieder eine Phase, wo Wacker mit allen Mitteln versuchte den Ausgleich zu erzielen (27./31.), wo zwei Mal Mykola Ubyraiev die Möglichkeit hatte den Ausgleich zu erzielen. In der 33.Spielminute hatte der Torschütze zum 0:1, Maurice-Andre Stein eine Riesenmöglichkeit das Ergebnis zu verändern. Fast mit dem Halbzeitpfiff war es Wacker, die wiederum versagten. Im direkten Gegenzug verhinderte Wacker-Schlussmann Arthur Pelz ein weiteres Tor der Gäste. Nach der Pause verflachte das Spiel zusehens und hatte kein Kreisoberliganiveau mehr. Wie Wacker sich präsentierte, war schon fast peinlich. Nichts lief mehr bei ihnen zusammen. Aber auch der VfB versagte kläglich in den Folgeminuten (73., 80. und 81.). Am Ende ein Spiel, welches man schnell vergessen sollte. Aus einem geplanten Sieg wurde die erste Saisonniederlage. Der VfB baute aber mit diesem ersten Saisonsieg ihr Minuskonto respektierlich weiter zurück. Wacker auf Platz vier, der VfB Cottbus weiterhin Schlusslicht der Tabelle, Platz 16.

Der gut gestartete Aufsteiger, der LSV Neustadt/Spree, hatte die gefährdete Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche zu Gast. In der Anfangsphase des Spieles versuchten die Gäste mit dem Gastgeber mitzuspielen. Was ihnen auch gelang, denn es entwickelte sich ein gutes Kreisoberligaspiel. In der 22.Spielminute hatten die Gäste sogar die Möglichkeit in Führung zugehen, als ein Kopfball gegen die Querlatte des Gastgebertores knallte. In der 40. Spielminute gelang dem Gastgeber die nicht unverdiente 1:0 Führung. Nach einem Eckball, von Tim Reichl getreten, konnte diesen Marcel Reck sicher zum 1:0 verwandeln. Als gleich nach der Pause (47.) dem Gastgeber das 2.0 gelang, war in diesem Spiel schon eine Vorentscheidung gefallen. Eine schöne Einzelaktion von Lennox Jay Schurmann führte zur Resultatserhöhung. Dann die 57. Spielminute. Nach einem Eckball, der durch den ganzen 16er der Gäste flog, stand Florian Franke am langen Pfosten und verwandelte mühelos zu 3:0. Die Gäste versuchten das Ergebnis positiver für sich zu gestalten, als ihnen in der 65. Spielminute, ebenfalls nach einem Eckball, der 3:1 Anschlusstreffer durch den eingewechselten Marvin-Paul Tarczewski gelang. In der 76. Spielminute wurde Lennox Jay Schurmann im 16er zu Fall gebracht, Strafstoß. Tim Reichl rutschte beim ausführen des Strafstoß aus, der Ball bekam eine doppelte Berührung und das erzielte Tor wurde vom Unparteiischen nicht gegeben. So blieb es beim 3:1. Neustadt auf Platz drei, Drebkau/Kausche auf Platz zwölf.

Die noch sieglose SG Blau-Weiß Schorbus hatte den leicht favorisierten FSV Viktoria 1897 Cottbus zu Gast. Um aus der derzeitigen misslichen Tabellensituation zu kommen, musste versucht werden, in diesem Heimspiel zu Punkten. Vom Anpfiff an hatten die Gäste mehr Spielanteile und erarbeitete sich auch einige Chancen heraus. So hatten sie in der Mitte der ersten Spielhälfte zwei so genannte Hundertprozentige, die zur Führung gereicht hätten. Doch die „alte Krankheit“ verhinderte dieses. Auch im zweiten Spielabschnitt war es die Viktoria, die die Akzente setzte, doch die Tore fehlten. Schorbus gab nicht klein bei, sie spielten ordentlich mit. Nach reichlich einer Stunde Spielzeit (62.) kam der Pfiff vom Unparteiischen und er zeigte auf den Punkt. Ein „Allerweltsfoul“, so die Verantwortlichen vom Gastgeber, die der Meinung waren, dass der Unparteiische hier mit seiner Entscheidung nicht richtig lag. Viktoria nutzte diese Möglichkeit durch Kevin Karow zum 0:1. Schorbus kämpfte weiter, um den Ausgleich zu erzielen. Die Schlussminuten gehörten ihnen. In der vierten Minute der Nachspielzeit erneut ein Pfiff des Unparteiischen. Dieses Mal zeigte er auf der anderen Seite auf den Punkt. Auch hier waren die Gastgeber der Meinung, dass dies kein Foulspiel war, das es eine Konzessionsentscheidung war vom Unparteiischen. Spielführer Nico Bartelt verwandelte sicher zum 1:1 Ausgleich. Für Schorbus war es am Ende eine glückliche Punkteteilung. Schorbus auf Platz 14, Viktoria auf Platz sieben.

Joachim Rohde