Rückblick 5.Spieltag Kreisoberliga FK Niederlausitz 2025/2026

Hallo Fußballfreunde!

Zum Spitzenspiel des fünften Spieltages der Kreisoberliga kam es im Sportzentrum der Neißestadt Guben. Die Reserve vom heimischen 1.FC, auf Platz drei in der Tabelle liegend, und der FSV Viktoria 1897 Cottbus, Tabellenzweiter, siegte überraschend mit 4:2. Der Favorit der Meisterschaft, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, gewann gegen die um ihre Form kämpfende Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche mit 2:0. Aufsteiger Neustadt/Spree gewann souverän gegen die Spielgemeinschaft Groß Gaglow II/TSV Cottbus mit 6:0. Die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz gewann am Ende glücklich mit 2:1 gegen die SG Blau-Weiß Schorbus. Der SV Fichte Kunersdorf mit dem dritten Sieg in Folge. Auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn gewannen sie gegen die heimischen Borussen verdient mit 1:2. Einen Auswärtssieg gelang den Eiche-Kickern aus Branitz beim Aufsteiger BSV Chemie Tschernitz mit 0:2. Auch die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/SV Döbern II gewann auswärts bei der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf, mit 0:3. Das so genannte Sechs-Punkte-Spiel in Spremberg gewann der gastgebende FSV 1895 gegen den VfB Cottbus 97 mit 2:1. Zu den Spielen:

Die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz hatte an diesem fünften Spieltag die noch sieglose und auf einen Abstiegsplatz stehende SG Blau-Weiß Schorbus zu Gast. Es wurde ein Spiel zweier unterschiedlicher Halbzeiten. In der ersten Spielhälfte war es der Gastgeber, der sofort mit einem Freistoß in der 3.Spielminute für Furore sorgte und in den Folgeminuten ebenfalls mit gefährlichen Freistößen waren. Danach waren es die Gäste, die ihre erste Möglichkeit durch Jasem Abod hatten, als er nach einem feinen Dribbling scheiterte und in der 16. Spielminute, nach einem Eckball von Danilo Koall, eine weitere Möglichkeit hatten. Nach einem unnötigen Torwartfehler (Michael Jenzewski) kam der mit aufgerückte Arne Matschke an den Ball und verwandelte zum 1:0. Wacker blieb weiter am Drücker. In der 25. Spielminute vergab Martin Handreg eine so genannte Hundertprozentige, das hätte das 2:0 sein müssen. Das holte er in der 39. Spielminute und traf ins Tor. Ähnliche Parallelen gab es in der Vorwoche gegen Welzow, wo „Hunderte“ von Chancen vergeben wurden. In der zweiten Spielhälfte ein förmlich anderes Spiel. Mit zunehmender Spielzeit kamen die Gäste immer besser in ihr Spiel, Wacker sah nur zu. So auch in der71.Spielminute, als Stephan Besenhard kurz entschlossen aus zwanzig Meter abzog und der Ball im Wacker-Netz zappelte. Zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Von nun an witterten die Gäste, das hier in diesem Spiel mehr möglich war. In der 69. und 72. verpassten es die Gäste auszugleichen. Im weiteren Spielverlauf „bettelte“ Wacker förmlich um den Ausgleich und der fiel dann auch in der 90. Spielminute. Einen Freistoß, an der 16er Grenze, in halbrechter Position, schlug rechts oben im Eck ein. Keine Chance für Wacker-Schlussmann Benno Dinter. Doch der Pfiff kam, das Tor zählte nicht. Aus welchen Gründen auch immer, der Chronist war zu weit weg vom „Tatort“. Der Freistoß musste wiederholt werden. Dieses Mal gelang es nicht, den Ball erneut im Tor zu versenken. Am Ende ein glücklicher und schmeichelhafter Sieg für die Wacker-Reserve. Wacker auf Platz vier, Schorbus auf Platz 14.

Zum Spitzenspiel des fünften Spieltages kam es im Sportzentrum der Neißestadt Guben. Und es kam zu einem wahren Spitzenspiel. Beide Vereine zollten Respekt voreinander. Mit hohem Tempo wurde versucht, die gut stehenden Abwehrreihen aus zu manövrieren. So gab es ein verteiltes Spiel bis zur 37./38. Spielminute, als ein Doppelpack die Gastgeber in Führung brachte. Der Gastgeber bekam einen Freistoß (37.) von der halbrechten Position zugesprochen, den Spielführer Laslo Schneider vor das gegnerische Tor brachte. Hier stand Lennard Stäpke goldrichtig und konnte zum 1:0 verwandeln. Sechzig Sekunden später folgte schon das 2:0. Einen Steckball von Jan Arkadius Waszkowiak konnte Severin Falk nutzen, um die Führung weiter auszubauen zum 2:0. Viktoria steckte nie auf und kam in der 43. Spielminute durch Niklas Kiesow zum 2:1 Anschlusstreffer. Im zweiten Spielabschnitt war Viktoria bemüht, den Ausgleich zu erzielen, doch in der 69. Spielminute fiel die Vorentscheidung in diesem Spiel, als die Gäste sich in der Abwehr nicht einig waren und erneut war es Laslo Schneider, der diese Situation nutzte und auf 3:1 erhöhen konnte. Als der in der 62. Spielminute eingewechselte Dominik Olszak einen wunderbaren Pass zu Severin Freud spielte, verwandelte dieser den Ball in die kurze Ecke zum 4:1. Zwei Minuten später hatten die Gäste eine Riesenchance das 4:2 zu markieren, als ein 18-Meter-Hammer nur die Querlatte des Gubener Tores traf. Guben auf Platz zwei, Viktoria auf Platz fünf.

Der Aufsteiger LSV Neustadt/Spree pirscht sich weiter an die Tabellenspitze heran. Zum fälligen Punktspiel war die Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II / TSV Cottbus angereist und wollten auch hier in Neustadt punkten. So entwickelte sich ein laufintensives Spiel. In der 24. Spielminute gelang Neuzugang Franz Uhlig das 1:0, als er im Nachschuss in die linke Ecke traf. Der Gastgeber versuchte diese Führung weiter auszubauen, welches erst in der 40. Spielminute gelang, als Tim Reichel einen Eckball direkt verwandeln konnte. Als gleich nach der Pause (51.) das 3:0 durch Lennox Schurmann gelang, waren in diesem Spiel die „Messen“ gesungen. Mit dieser Führung im Rücken kam der Gastgeber zu drei weiteren Toren. In der 67. Spielminute erhöhte erneut Tim Reichel auf 4:0, als er mit einem 16-Meter-Schuß das lange Eck traf. Er war es auch, der den Doppelpack in den Schlussminuten (85./87.) eröffnete, als er einen Abpraller nutzen konnte zum 5:0 und wenig später nach Zuspiel von Lukasz Machinka Gracjan Arkuszewski das halbe Dutzend vollmachte, 6:0. Neustadt auf Platz drei, Gaglow II/TSV auf Platz acht.

Die angeschlagenen Welzower Borussen, sie haben erst ein Sieg auf ihrer Habenseite, hatten den SV Fichte Kunersdorf zu Gast, der in den letzte zwei Spielen gewinnen konnte. Diese gute Ausgangsposition wollten sie auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn fortsetzen. Es wäre zu erwähnen, dass bei dem Gastgebern zwei wichtige Spieler erneut fehlten, so ihr Goalgetter Phillipp Meyer und Tom Hoffmann. So traten die Gäste in der Anfangsphase dominant auf und erarbeiteten sich schon in der fünften Spielminute die erste Möglickeit, die Justus Rothbart vergab, als er am Welzower-Schlussmann Joseph Schuppan scheiterte. Und in der zehnten Spielminute auch Jannek Wetzk an ihm scheiterte. Fichte stand kurz vor dem Führungstreffer, doch dann gab es ein Abwehrfehler zwischen Abwehr und Schlussmnann Kevin Kossack, der zur überraschenden Borussenführung führte. Tim Boslau nutzte diese Möglichkeit zum 1:0. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und hatten dazu Möglichkeiten. So Jannek Wertzk (26.), als er aus zwanzig Meter abzog, den Ball aber Joseph Schuppan im Welzower Tor parierte. Kurz vor der Pause (42.) hatte der Gastgeber das 2:0 fast auf dem Fuß, doch Raik Hugler rettete schon für den geschlagenen Keeper Kevin Kossack, als er auf der Linie noch klären konnte. Mit diesem knappen Rückstand im Rücken ging es in die zweite Spielhälfte. In der 52.Spielminute fast der 1:1 Ausgleich, als nach Vorarbeit von Tobias Graske Dustin-Noel Veit an Schuppan scheiterte. Dann endlich, in der 61. Spielminute, der längst fällige 1:1 Ausgleich. Jan Gulbing erzielte den Treffer, der nach starker Vorarbeit von Justus Rothbart, den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Die Entscheidung in diesem Spiel fiel in der 80. Spielminute.Nach einem Eckball, von Justus Rotbart getreten, konnte diesen Leon Schlott zum hochverdienten 1:2 einköpfen. Welzow auf Platz zwölf, Kunersdof auf Platz sechs.

In der Vorsaison wäre es noch ein Spitzenspiel gewesen, doch heuer läuft die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche ihrer Form hinterher. Dieses Mal mussten sie nach Briesen, um gegen den dortigen ungeschlagenen Spitzenreiter der Liga anzutreten. Schon in Minute zwei hatte Nico Wellschmidt die erste Möglichkeit seine Farben in Führung zu bringen. Die Gäste kamen in der achten Spielminute, nach einem Eckball von Chris Portmann, zur ersten Möglichkeit in diesem Spiel. Beide Seiten rissen in der Folgezeit „keine Bäume“ aus, doch schon in dieser Anfangsphase des Spiels deuteten die Gastgeber mit vielen Aktionen an, dass sie hier als Sieger vom Platz gehen wollten. In den Zweikämpfen und im läuferischen Bereich waren sie die Besseren. Doch so richtige Chancen sprangen dabei nicht heraus. Erst ein Foulelfmeter in der 23.Spielminute brachte die 1:0 Führung. Schütze dieses Tores war Tom Bockner. In der Folgezeit die optische Überlegenheit des Gastgebers. Trotz dieser Führung hatte der Gastgeber kaum eine echte Tormöglichkeit mehr. Dies änderte sich auch nicht nach der Pause. Ein schwaches Spiel von beiden Seiten. Erst in der Schlussviertelstunde (78.) gelang Maikel Krüger noch das 2:0. Ein glanzloser Sieg für den Favoriten. Die Gäste befinden sich nach der vierten Niederlage im Abstiegsfeld. Briesen auf Platz eins, Drebkau/Kausche auf Platz13.

Zur Statistik: Es gab an diesem fünften Spieltag 5 Heimsiege und drei Auswärtssiege. Ein Torverhältnis von 17:11 und ein Punktverhältnis von 15:9. 417 Zuschauer sahen 37 Gelbe Karten, zwei erfolgreiche Strafstöße, ein Eigentor und 28 Tore wurden erzielt.

Joachim Rohde