Hallo Fußballfreunde!
Der Sommer verabschiedete sich noch einmal mit einem prächtigem Fußballwetter, der zum dritten Mal in Folge sehr torreich verlief. Erneut wurde die 40 Tore Grenze deutlich überschritten, 45 Tore wurden erzielt, ein Schnitt pro Spiel von 5,6 Tore.
Die 628 Zuschauer, die zu den acht Spielen kamen, sahen dabei 41 Gelbe Karten, zwei Ampelkarten und dreimal glatt Rot. Fünf erfolgreiche Strafstöße wurden verwandelt. Am Schluss dieses Berichtes dann noch einige Bemerkungen.
Dieser erneute dreigeteilte Spieltag hatte es in sich. So gab es am Freitag im Sportzentrum der Neißestadt Guben, zwischen den beiden Reservemannschaften vom Gastgeber 1.FC und der Wacker-Reserve aus Ströbitz, ein 2:2 Unentschieden, wo am Ende das Spiel fast noch aus dem Ruder lief. Dazu später mehr. Der Samstag hatte vier Spiele zu bieten und am Sonntag wurden dieser dritte Spieltag mit den drei restlichen Spielen beendet.
Kommen wir zum Samstag. Der schon von Beginn an in der Meisterschaft schwächelnde VfB Cottbus 97 wurde beim Aufsteiger, LSV Neustadt/Spree, förmlich deklassiert. Am Ende entgingen sie knapp einer zweistelligen Niederlage, 9:0 am Ende für Neustadt/Spree! Der VfB steckt in der Krise. Bis jetzt haben sie nur ein Punkt sich erspielen könnnen. Hinzu kommt das Sportgerichtsurteil, wegen fehlender Schiedsrichter, wo sie sechs Minuspunkte abgesprochen bekamen.
Ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel gab es in Spremberg. Nach einem wechselvollen Spiel, wo ab der 26. Spielminute die Gäste ohne ihren etatmäßigen Schlussmann spielen musste, der wegen Foulspiel die Rote Karte sah, holten sie einen 2:0 Rückstand auf, egalisierten diesen, um in der sechsten Minute der Nachspielzeit per Strafstoß noch mit 3:2 zu verlieren. Für Schorbus läuten die Glocken jetzt schon auf Sturm. Für den FSV drei ganz wichtige Punkte.
Im Nachbarschaftsduell auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn in Welzow kam es zum Duell zwischen den Welzower Borussen und der Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche. Hier führten die Gäste schon nach einer halben Stunde Spielzeit mit 0:2. Der Gastgeber kam in der 63. Spielminute zum 2:2 Ausgleich, doch schon acht Minuten später war Routinier Manuel Rehn, der mit seinem zweiten Tor an diesem Tage, den nicht unverdienten Sieg für die Gäste aus dem „Feuer“ holte.
Der zweite Aufsteiger, der BSV Chemie Tschernitz, spielte zum dritten Mal Unentschieden. Dem Favoriten FSV Viktoria 1897 Cottbus rangen sie ein 2:2 Unentschieden ab, nachdem sie zwei Mal in Führung lagen.
143 Zuschauer kamen zum immer ewig jungen Nachbarschaftsduell nach Branitz. Die Eiche Kicker empfingen die junge Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf und setzte sich nach neunzig Spielminuten knapp mit 3:2 durch. Branitz nun überraschend auf Platz sechs in der Tabelle liegend. Auch in Kahren/Laubsdorf schlagen die „Alarmglocken“.
Einen wichtigen „Dreier“ fuhr die Fichte-Elf aus Kunersdorf ein. Im Spiel gegen die Spielgemeinschaft Kölzig/Gahry/SV Döbern II gewannen sie überraschend hoch mit 5:0 und belegen Platz acht in der Tabelle. Der vorjährige Aufsteiger auf Platz elf.
Im so genannten Spitzenspiel des dritten Spieltages gab es reichlich Tore, doch die Qualität des Spieles ließ viele „Wünsche“ offen. Ein Spitzenspiel war es nicht.
Zu den Spielen:
Das Freitagabendspiel des dritten Spieltages in der Neißestadt Guben, zwischen der Reserve des gastgebenden 1.FC und der Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz, endete mit einem regelrechten „Kartenfestival“. Bei diesen 14 Karten waren alle Farben vertreten. So gab es einmal glatt Rot, dreimal Gelb/Rot und zehn Gelbe Karten! Dieses „Kartenspiel“ spielte sich überwiegend in Halbzeit zwei ab. Vom Spielbeginn an bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen, wo viele Einschussmöglichkeiten liegen gelassen wurden. Nach reichlich einer halben Stunde Spielzeit (33.) die längst fällige Führung für die Neißestädter. Einen abgewehrten Ball konnte Dean-Lennox Krück zur längst fälligen 1:0 Führung verwandeln. Danach ein offenes Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. In der 80. Spielminute kamen die Gäste aus klarer Abseitsposition zum 1:1 Ausgleich durch Mohamad Dreiee. Nach diesem Tor ging es ordentlich zur „Sache“. Als den Gästen schon zwei Minuten später (82.) die Führung gelang, ein toller Schuss aus18-Meter von Max Grasme getreten, bäumten sich die Neißestädte noch einmal auf und wurden mit dem 2:2 Ausgleich belohnt. Ein Foulspiel der Gäste im 16er führte zum Strafstoß, den Nico Hetzer sicher zum 2:2 Ausgleich verwandeln konnte. In der Schlussphase kam es dann zu den Platzverweisen. Durch die Reduzierung der Gäste hatten die Neißestädter in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer vor den Füßen. Guben auf Platz drei, Wacker auf Platz sieben.
Nach der vorwöchentlichen Niederlage bei Viktoria Cottbus, war beim Aufsteiger LSV Neustadt/Spree an diesem dritten Spieltag Wiedergutmachung angesagt und die gelang eindeutig, gegen einen angeschlagenen VfB Cottbus 97, der viel von seinem spielerischen Können, welches zweifellos vorhanden ist, zurzeit vermissen lässt. Gegenüber der Vorwoche gab es doch einige Umstellungen in der Mannschaft. So fehlten zum Beispiel die beiden Routiniers, Toni Koinzer und Andy Tropper, welches sich doch stark bemerkbar machte. Es dauerte nur bis zur 14. Spielminute, bis der Ball zum ersten Mal im Netz der Gäste lag. Was war Geschehen? Der Ball wurde über die linke Außenposition nach vorn gebracht, wo anschließend der Ball von Neuzugang Franz Uhlig in die Mitte geflankt wurde und diese Flanke Gracjan Arkuszewski verwandeln konnte. Danach fielen bis zur Pause in regelmäßigen Abständen weitere Tore. Zur Pause hieß das Halbzeitergebnis 4.0. Von den Gästen war nicht eine Tormöglichkeit zu sehen gewesen. Nach der Pause setzte sich die spielerische Überlegenheit des Aufsteigers fort. Tim Reichel setzte den Torreigen in Minute 55 fort mit dem 5:0. Danach erhöhten Ronny Kreher (68.) auf 6:0. Die beiden Folgetore zum 7:0 und 8:0 erzielte Lennox Jay Schurmann und in der Schlussminute war es noch einmal Ronny Kreher, der für das 9:0 verantwortlich war. Neustadt auf Platz vier, der VfB Cottbus Schlusslicht der Tabelle, Platz 16!
Die Spielgemeinschaft Drebkau/Kausche ist auf der Suche nach sich selbst. Der Start in die neue Saison ist nicht gelungen. Mit drei Niederlagen sind sie gestartet. In der Vorrunde im Pokal, wie die ersten beiden Spieltage in der Kreisoberliga, wurden verloren. So war das Spiel in Welzow auf der Alfred-Scholz-Kampfbahn gegen die dortigen Borussen schon ein wichtiges vorentscheidendes Spiel, denn bei einer erneuten Niederlage würde man neben dem VfB Cottbus 97 mit an letzter Stelle in der Tabelle stehen. Die nötige Ansprache vor dem Spiel in der Kabine vom Trainer war dementsprechend. Scheinbar fruchtete diese „Ansage“, denn schon nach 14 Spielminuten hieß es 0:1 für die Gäste. Chris Portmann wurde im 16er des Gastgebers gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Routinier Manuel Rehn sicher zur Führung. Diese Führung nutze die Spielgemeinschaft dann in der 29. Spielminute. Über mehrere Stationen lief der Ball. Angefangen bei Stephan Faber, der den Ball weiterleitete zu Manuel Rehn, der noch einmal zu Stephan Faber, der zum 0:2 vollenden konnte. Danach konnten weitere gute Möglichkeiten nicht genutzt werden. Plötzlich erzielten die Gastgeber durch ihren Goalgetter Phillipp Meyer den 1:2 Anschlusstreffer. Nach reichlich einer Stunde Spielzeit (63.) gelang dem Gastgeber durch Felix Boslau der 2:2 Ausgleich. Auf der rechten Seite der Mittellinie wurde der Ball nach vorn gespielt, wo ihn wie soeben erwähnt, Felix Boslau verwandelte. Das Spiel auf des „Messerschneide“ und die Gäste belohnten sich in der 71. Spielminute mit dem 2:3. Eine Zweierkombination zwischen Stephan Faber und Manuel Rehn konnte zum Siegtreffer verwandelt werden. Ein ganz wichtiger „Dreier“, der sie vom Tabellenende bringt, Platz zwölf. Welzow auf Platz zehn. Durch diese Niederlage sind sie in der Tabelle zurückgefallen.
Zwei noch ungeschlagene Vereine standen sich in Briesen gegenüber. Die beiden Spielgemeinschaften Briesen/Dissen und SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus. Sofort nach dem Anpfiff des Unparteiischen kamen die Gäste zu einem Freistoß, den Schlussmann Jonas Schlodder abwehren konnte. Fast im Gegenzug der Gastgeber, der die erste Chance bekam. Dann die zehnte Spielminute. Ein Zweikampf im 16er führte zum Foulspiel. Der Pfiff des Unparteiischen kam sofort, Strafstoß. Magnus Pulm nutzte diese Möglichkeit und verwandelte sicher zur doch überraschenden 0:1 Führung. Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Der Gastgeber drängte auf diesen. Mit einer schönen Einzelleistung schloss Nico Wellschmidt zum 1:1 (21.) aus. Wenige Minuten später (26.) verletzte er sich und musste ausgewechselt werden. Gute Besserung. Briesen drängte weiter und wollte auch die Führung erzielen, welche dann auch in der 36. Spielminute fiel. Nach einem Eckball von Spielführer Leon Mehlisch konnte Christian Rinza mit dem Kopf verwandeln. Für den Schützen eine der seltenen Tore, die er mit dem Kopf verwandeln konnte. Gleich nach der Pause war es erneut Christian Rinza, der mit einem Doppelpack (56./77.), auf 2:1 bzw. 3:1 erhöhen konnte. Mit diesen drei erzielten Tore (unechter Hattrick) übernahm er in der Torjägerwertung die Spitze, mit nun sieben Toren. Danach verflachte das Spiel zusehend. Ein Spiel zwischen den Strafräumen. Die Gäste kamen zur Resultatsveränderung in der 63.Spielminute, als erneut Magnus Pulm einen Strafstoß verwandeln konnte. Vier Minuten vor Ultimo erhöhte Carl Grafe auf 5:2. Wer dachte, nun sei Schluss, der irrte. Denn den Gästen gelang in der Nachspielzeit (90+3) durch Eddie Mann noch das 5:3. Briesen/Dissen neuer Spitzenreiter der Liga, Platz eins, Gaglow/TSV Platz fünf.
Bemerkungen:
Eine Unsitte aus der Vorsaison scheint sich auch in dieser Saison fortzusetzen, der Spielbeginn eines Spieles. Das Spiel Nr. 21 der Kreisoberliga, Spielgemeinschaft Briesen/Dissen vs Spielgemeinschaft SG Groß Gaglow II/TSV Cottbus, war laut Spielansetzungsplan für 15.00 Uhr angesetzt. Um 15.00 Uhr musste der Schiedsrichter, der mit seinen beiden Assistenten ab 14.55 Uhr an der Außenlinie des Spielfeldrandes auf beide Mannschaften bereits wartete, ein „Mahnpfiff“ absetzen. Nur langsam bewegten sich die Spieler aus ihren Kabinen. Mit allem Drumherum, Begrüßung, Seitenwahl, Kreis bilden ect., fing das Spiel mit fast sieben! Minuten Verspätung an, als geplant. So eine Undiszipliniertheit der beiden Mannschaften, darf nicht sanktionslos bleiben. Dies ist eine grobe Verletzung der Spielordnung. Ob der Schiedsrichter dazu im offiziellen Spielberichtsbogen etwas dazu zusätzlich schrieb, so dass der Staffelleiter Maßnahmen einleiten kann, ist dem Chronisten unbekannt. Um Ähnliches in der Zukunft zu verhindern, muss der Fußballkreis in seinen Bereichsberatungen darauf dringen, die Pünktlichkeit durchzusetzen.
Joachim Rohde
