Hallo Fußballfreunde!
Erstmalig gab es einen vier geteilten Spieltag. So fand das erste Spiel des 2.Spieltages schon am 24.08 statt (sozusagen als Saisonauftakt). Am Freitag gab es zwei Begegnungen, die mit dem gleichen Ergebnis endeten (5:2). Im Treffen zweier so genannter Meisterschaftsmitfavoriten, der Reserve vom 1.FC Guben und der Welzower SV Borussia 09, gewann der Gastgeber erst in der Schlussviertelstunde noch mit 5:2. In Branitz spielte ein großer Mitmeisterschaftsfavorit, die Spielgemeinschaft Briesen Dissen, die in Branitz ebenfalls erst in den Schlussminuten den Sieg sicherstellen konnte. Bei der Wacker Reserve von Ströbitz lief es in der ersten halben Stunde überhaupt nicht. Hier hatte der FSV Spremberg, die Möglichkeit, bei mehr „Kaltschnäuzigkeit“, in Führung zu gehen, doch dann wurden sie überrannt, Am Ende siegte die Wacker-Reserve mühelos mit 7:1! Anschließend schaute man gespannt zur Drachhausener Straße, wo sich der ungeschlagene Staffelsieger der Kreisliga aus dem Vorjahr, der LSV Neustadt/Spree, vorstellte. Nach frühzeitigem Rückstand erholten sich die Gäste schnell und waren optisch die bessere Elf. Nach ausgeglichenem Spiel kam Viktoria in den Schlussminuten noch zum verdienten 4:1 Sieg. Ein sehr abwechslungsreiches Spiel sahen die Zuschauer in der Schlachthofstraße. Nach mehrmaliger Führung des VfB Cottbus 97 gelang es dem Pokalfinalisten, der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf in der Nachspielzeit noch das hochverdiente 3:3 Unentschieden.
Zur Statistik:
Zum zweiten Mal in der Geschichte der Kreisoberliga wurden 47 Tore erzielt. Ein Schnitt pro Spiel von 5,8 Toren. Der Rekord sind 49 Tore, erzielt am 15.Spieltag der Saison 2019/2020 und am 25.Spieltag der Saison 2022/2023. Und am 30. Spieltag der Saison 2024/2025 das erste Mal 47 Tore. Erwähnenswert, dass seit Beginn der Kreisoberliga in der Saison 2014/2015 32 mal die 40 Tore Grenze überschritten wurde. Weiterhin wurden an diesem zweiten Spieltag 32 gelbe Karten gezeigt, einmal Gelb/Rot und einmal Rot. Es wurde ein Elfmeter erfolgreich verwandelt und 603 Zuschauer sahen die acht Spiele des 2. Spieltages.
Zu den Spielen:
Am Freitagabend empfing der SV Eiche Branitz den großen Meisterschaftsfavoriten, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen. Beide Vereine waren Sieger in der Vorwoche zum Start der Kreismeisterschaft. Sofort vom Anpfiff des Unparteiischen übernahmen die Gäste das Spielgeschehen. Der Zeiger der Uhr hatte gerade seine erste Umdrehung hinter sich gebracht, als ein überraschender Torschuss die Eiche-Kicker sofort hellwach werden ließen. Wenig später (4.) schon der erste Eckball, mit der ersten Chance für die Gäste. Branitz war noch nicht richtig sortiert, als der nächste Angriff auf sie zu rollte. In der zehnten Spielminute dann die erste gute Möglichkeit für die Eiche-Kicker, als Jonah Wallstein zur großen Möglichkeit kam, die aber abgewehrt werden konnte. In der Folgeminute (11.) war es erneut Jonah Wallstein, der Jonas Schlodder im Tor der Gäste das erste Mal wirklich prüfte. Er setzte sein gutes Spiel aus der Vorwoche von Kunersdorf fort. In dieser Anfangsphase hatten die Gäste allerdings mehr Spielanteile und auch Torchancen. Die erste große Möglichkeit hatte Christian Rinza in der12. Spielminute, hier hätte die Führung für die Gäste fallen müssen. Nach einer Viertelstunde Spielzeit gab es Freistoß für die Gäste, nachdem Moritz Markula gefoult wurde. Den Freistoß führte Marcus Noack aus, der Ball kam zu Carl Grafe, dessen Schuss strich knapp am Tor vorbei. Trotz dieser spielerischen Überlegenheit verstanden es die Gastgeber durch geschicktes Zustellen bzw. sehr gutem Zweikampfverhalten, sich aus dieser Situationen zu befreien. Jonah Wallstein war es, der immer wieder an den „Ketten“ zerrte, der sich gute Möglichkeiten erspielte. So in der 26. Spielminute, als er in einer 1:1 Situation mit Gästekeeper Jonas Schlodder scheiterte, um sechzig Sekunden später diesen dann erneut im 1:1 Duell schlagen konnte und somit die unerwartete 1:0 Führung markierte. Ab diesem Zeitpunkt spielte Branitz mit . Als sich alle schon über diese 1:0 Fürung zur Pause freuen wollten, passierte es. Ein riesengroßer Lapsus passierte Schlussmann Anton Schieske, diese Chance nutzte Christian Rinza eiskalt zum 1:1 Ausgleich. Branitz war geschockt, denn zu diesem Zeitpunkt war damit nicht zu rechnen. Und es kam noch schlimmer. In der Nachspielzeit (45+1) war es erneut Christian Rinza, der eiskalt zuschlug zum 1:2. Als er gleich nach der Pause (54.) sogar noch das 1:3 erzielte, schien das Spiel gelaufen. Doch Branitz steckte nie auf und kam nach genau einer Stunde Spielzeit zum vielbejubelten 2:3 Anschlusstreffer. Dieses Tor gab Auftrieb, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch die Gäste waren cleverer und kamen in den Schlussminuten durch einen Doppelpack (82. und 86.) durch Nico Wellschmidt und Lauris Möller zum 2:4 und 2:5. Am Ende ein nicht unverdienter Sie der Spielgemeinschaft Briesen/Dissen.
Ebenfalls am Freitag fand in der Neißestadt Guben, im Sportzentrum, eine weitere Begegnung des zweiten Spieltages statt. Die Reserve vom heimischen 1.FC hatte den Welzower SV Borussia 09 zu Gast. Eine hoch brisante Paarung, wollen beide Vereine in der laufenden Meisterschaft doch ein ernsthaftes „Wörtchen“ mitreden, wenn es um die „Krone“ des Fußballkrises Niederlausitz geht. In der Anfangsphase des Spiels versuchten beide Teams mit langen Bällen das Mittelfeld zu überrücken, wurden aber am 16er immer wieder gestoppt. Nach gut einer halben Stunde Spielzeit (36.) gelang dem Gastgeber die 1:0 Führung. Eine Vorlage von der rechten Seite, konnte Dennis-Lennox Diehl erfolgreich abschließen. Mit dieser knappen Führung ging es in die Pause. Als den Gästen gleich nach der Pause (56.) der 1:1 Ausgleich, durch ihren Goalgetter Phillipp Meyer gelang, nahm das Spiel an Spannung zu. Die Neißestädter kamen schon sieben Minuten später (63./64.) zu einem Doppelpack. Zweimal schlug Dennis-Lennox Krück zu, zum 2:1 und 3:1.Nach einer Flanke von der rechten Seite, von Clemens Krüger getreten, kam das 2:1und wenig später, dieses Mal von der linken Seite, dann das 3:1. Die Gäste keinesfalls geschockt, denn schon zwei Minuten später (66.) war es erneut Phillipp Meyer, der auf 3:2 verkürzen konnte. Die Entscheidung fiel in der Schlussviertelstunde durch Jan Arkadiusz Waszkowiak (75.) und Noah Pascal Schulz (81.) zum 4:2 bzw. 5:2. Am Ende ein verdienter Sieg der Neißestädter, die damit einen perfekten Start hinlegten. Nicht nur in der Meisterschaft, auch im Pokal.
In Schorbus hatte die heimischen Sportgemeinschaft Blau-Weiß, den zweiten Aufsteiger, nach der Vorwoche der LSV Neustadt/Spree, nun der BSV Chemie Tschernitz zu Gast. Nach einem frühzeitigen Freistoß in der elften Spielminute kam der Gastgeber zur 1:0 Führung. Diesen Freistoß schoss Spielführer Nico Bartels so präzise, das ihn Routinier Robert Ohnholz mit dem Kopf verwandeln konnte. Die Gäste drängten auf den Ausgleich. Hierbei hatte der auffälligste Spieler der Gäste, Colin Paulitz, mehrmals den Ausgleich vor den Füßen. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der Gastgeber nach einer halben Stunde eine so genannte Hundertprozentige nicht nutzen konnte, um die Führung weiter auszubauen. So ging es mit diesem knappen 1:0 in die Pause. In der zweiten Spielhälfte das gleiche Bild. Chancen auf beiden Seiten. Es kam wie es kommen musste. In der 83. Spielminute waren es die Gäste, die ein nicht gepfiffenes Foulspiel nutzten und Colin Paulitz zum 1:1 Ausgleich einnetzen konnte. Ein Unentschieden zweier mittelklassiger Mannschaften der Kreisoberliga, welches in Ordnung geht.
AUF WACKER erwartete die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz den FSV Spremberg 1895. Der Start der beiden Konkurrenten in die Meisterschaft verlief nicht so wie gewünscht, so dass an diesem zweiten Spieltag Widergutmachung angesagt war. Sofort nach dem Anpfiff des Unparteiischen musste man sich mehrmals die Augen reiben, denn das war nicht die Wacker-Elf, die man erwartet hatte. Der FSV machte das Spiel, war in der Spielanlage besser besetzt. Doch auch ihr Spiel war von Fehlern behaftet, denn die optische Überlegenheit in der Anfangsphase konnten sie nicht nutzen. So konnten Standards (Eckbälle oder Freistöße) in der 5., 12.,14., und 18. Spielminute, durch Richard Wickord, Ansgar Urban und noch einmal Richard Wickord, nicht genutzt werden. Dann, mit einem überraschenden Doppelpack in der 31. und 35, Spielminute, nutzte Wacker endlich seine Möglichkeiten eiskalt aus. Mykola Ubyraiev und Mohamad Dreiee erzielten das 1:0 und 2:0. Mit dieser sicheren Führung im Rücken ging es in die Pause. Nach der Pause eine völlig andere Wacker-Elf. Sie bestimmten das Spielgeschehen. Ein Lapsus in der Abwehr (70.) führte zum überraschenden 2:1 Anschlusstreffer. Julian Wusk enteilte der Wacker-Abwehr und netzte ein. Dieses Tor war dann Auslöser für die anschließende Wacker-Initiative. Zwischen der 74. und 89. Spielminute schlug Wacker zu. Max Grasme traf zwei Mal, so auch Benno Dinter und Lukas Pötschke schraubten das Ergebnis auf 7:1! Nach dieser zweiten Niederlage in Folge läuten beim FSV Spremberg jetzt schon die Alarmglocken auf Sturm!
Gespannt schaute die gesamte Fußballwelt des Fußballkreises Niederlausitz zur Drachhausener Straße im Norden von Cottbus. Der FSV Viktoria 1897 hatte den ungeschlagenen Staffelsieger der Kreisliga aus der Vorsaison und auch in diesem Jahr noch ungeschlagen Aufsteiger, den LSV Neustadt/Spree, zu Gast. Dieser ließ sich gleich in den Anfangsminuten völlig überraschen, als sie schon in der fünften Spielminute den Ball aus ihrem Tor holen mussten. Ein schneller Angriff über die Mitte, konnte der schnelle Lars Marten Arlt erfolgreich zum 1:0 abschließen. Mit zunehmender Spielzeit drängten die Gäste Viktoria immer mehr in die Verteidigung. Ihre erste Möglichkeit hatten sie in der zehnten Spielminute, nach einem Freistoß, den Leonard Lauke im Tor von Viktoria verhindern konnte. Der Aufsteiger erspielte sich weitere Möglichkeiten, so in der 18. Spielminute, als Lennox Jay Schumann scheiterte und der Ball zur Ecke abgewehrt wurde. Die Gäste weiter mit guten Möglichkeiten. In der 34. Spielminute ein Lebenszeichen von Viktoria, als Maximilian Melcher scheiterte. Kurz vor der Pause noch einmal Viktoria durch Lars Marten Arlt, als er einen Freistoß knapp neben das Tor setzte. In der 69. Spielminute belohnten sich die Gäste für ihr bisheriges Spiel, doch das Tor fällt doch überraschend, als Lennox Jay Schurmann den 1:1 Ausgleich erzielte. Plötzlich erwachte die Viktoria, denn acht Minuten nach dem 1:1 Ausgleich, war es der gerade eingewechselte Jann Grogorick, der mit einem Doppelpack in der 77. und 83. Spielminute das 2:1 und 3:1 markierte, als er einen Ball „abstauben“ konnte und sechs Minuten später (83.) einen Fehler der Gäste bestrafte. Routinier Robert Kiesow gelang in der Nachspielzeit (90+2) noch das 4:1. Am Ende ein nicht unverdienter Sieg. Zu den Gästen kann man sagen, sie sind eine Bereicherung der Kreisoberliga.
Zum Spiel VfB Cottbus 97 gegen die SpG Kahren/Laubsdorf. Da der VfB Cottbus 97 sein „Schiedsrichtersoll“ nicht erfüllt hat, wurde ihm vom Kreissportgericht eine empfindliche Sanktion „aufgebrummt“. Ihm wurden Minus sechs Punkte zum Start in die Meisterschaft ans „Bein“ gebunden“.
Mit diesem Problem hat es der Fußball-Landesverband ebenfalls zu tun Die Bestrafung scheint im ersten Moment hart zu sein, doch die Fakten sprechen für die Spielordnung und Satzung. In der Spielordnung (SpO)§ 26 (1-3), ist festgehalten, wie viel Schiedsrichter ein Verein haben muss. Hinzu kommt noch Anhang 3, der Rechte- und Verfahrensordnung (RuV), wo festgelegt ist, welche Sanktionen Vereine erwartet, bei fehlenden Schiedsrichtern. Weiterhin hat jeder Verein die Möglichkeit, vor Verbandstagen, im Zyklus von alle vier Jahre, schriftliche Änderungen der Satzung bzw. der Ordnung einzureichen. Scheinbar ist der VfB Cottbus 97 nicht allein mit diesem Problem“, doch im Grunde ist die Maßnahme richtig. Der VfB muss nun versuchen, so schnell wie möglich diesen „Ballast“ los zu werden. Vorerst stecken sie im Keller.
Daher hatte dieses zweite Spiel der neuen Saison schon eine große Bedeutung, gegen den Pokalfinalisten, der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf, das Spiel zu gewinnen. So gehörten auch dem VfB die Anfangsminuten, wo nach Freistößen Gefahr für die Gäste entstand. Doch nach einer Viertelstunde Spielzeit (15.) setzten die Gäste ihre ersten Zeichen, als Nico Andreas Adomait die erste Chance bekam, die VfB-Schlussmann Nico Kruse nur noch mit der Fußspitze entschärfen konnte. Wenig später war es Leon Brune, der eine riesengroße Möglichkeit ausließ. Die Gäste hatten mehr vom Spiel. Sie versanden es immer wieder, mit geschicktem Stellungsspiel manche Situationen zu klären. Dann die 37. Spielminute. Die unerwartete Führung vom VfB. Was war geschehen? Ein Foulspiel kurz hinter der Mittelinie in der Hälfte der Gäste wurde nicht gepfiffen. Alle Kahrener blieben wie angewurzelt stehen und Thies Pisecker kam an den Ball, sein 18 Meter Schuss schlug in die linke Ecke zum 1:0 ein. Der Pfiff, der nicht kam, ließ Kahren ins Hintertreffen kommen. So ein Tor darf nicht passieren. Die Gäste steckten nicht auf und drängen auf den Ausgleich, der auch in der 43. Spielminute fiel. Einen Freistoß von der rechten Seite konnte Maximilian Römer mit dem Kopf weiterleiten zum 1:1 Ausgleich. Hoch verdient zu diesem Zeitpunkt. Nach dem Seitenwechsel gelang dem Gastgeber mit einem Doppelpack durch Paul Scheinpflug und Routinier Toni Koizer das 2:1 bzw. 3:1. Wer gab den Gästen noch eine Chance? Die Spielgemeinschaft steckte nicht auf und bedrängt das VfB Tor. In der 82. Spielminute gelang Lucas Seide der 3:2 Anschlusstreffer. Das machte Kräfte frei. Und sie wurden in der Nachspielzeit mit einem Strafstoß belohnt, den Nico Andreas Adomeit sicher zum 3:3 Ausgleich verwandelte. Es hat wieder einmal gezeigt, das kämpferischer und spielerischer Einsatz oft belohnt wird. Am Ende ein hoch verdientes Unentschieden.
Joachim Rohde
