Hallo Fußballfreunde!
Mit den beiden Pokalfinals im Kreispokal der Frauen und Männer am letzten Samstag in Guben und den Pokalspielen im Nachwuchsbereich am Sonntag in Kahren, wurde das Spieljahr 2024/2025 beendet. Somit heißt es „Auf ein Neues, auf die Saison 2025/2026“.
Zurück zu den Samstagsspielen in der Neißestadt Guben, beim dortigen 1.FC Guben in der Kaltenborner Straße. Hier erfolgte auch zwischen zwischen den beiden Pokalfinals die Auslosung zur 1.Runde zum 33. Kreispokalwettbewerb des Fußballkreises Niederlausitz. „Losfee“ war der ehemalige Bundesligaschiedsrichter und Ehrenschiedsrichter des Fußballkreis Niederlausitz, Bernd Robel. Die ausgelosten Paarungen werden in einem Extrabericht im spreewaldkicker.de veröffentlicht.
Zu den Pokalspielen.
Im ersten Finale (Frauen) um 13.30 Uhr standen sich auf dem verkürzten Hauptfeld die beiden Vereine SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz und der FSV Viktoria 1897 Cottbus gegenüber. Etwas befremdlich musste festgestellt werden, dass zum wiederholten Mal, keine Schiedsrichterin das Kreispokalendspiel leitete. Interessant zu wissen, welche Gründe es dazu gab, keine Frau pfeifen zu lassen!
Zum Spiel: Vom Anpfiff an war es Viktoria, die das Spielzepter in ihre Hand nahmen und schon in der ersten Spielminute ihre erste Riesenchance durch Kathleen Mucha hatten, die sich im weiteren Spielverlauf zur dominierenden Spielerin des Spiels entwickelte und immer wieder das Spiel mit ihren Ideen bereicherte. Wacker kam in der sechsten Spielminute zu einem ersten Entlastungsangriff, der zur Ecke abgewehrt werden konnte In der Folgezeit, fast im Minutentakt, hatte Wacker „Schwerstarbeit“ zu verrichten. Hinzu kam, dass in der 25. Spielminute eine folgenschwere Verletzung von Elisabeth Scharf auftrat, die eine Auswechslung zur Folge hatte und zusätzlich das Wackerspiel schwächte. Die Chancen von Wacker konnte man an den Fingern einer Hand ablesen. Trotz dieser großen spielerischen Überlegenheit und vorhandenen Viktoria-Chancen, hieß es zur Pause nur 0:0 Unentschieden. Für Wacker ein glückliches Unentschieden. Nach der Pause das gleiche Bild. Dann die 50. Spielminute. Nadin Domain brachte mit ihren 0:1 endlich die Belohnung für das Viktoria-Spiel. Ein förmliches Aufatmen bei Viktoria, die dann in der 66. Spielminute, durch die gerade eingewechselte Marie-Theres Ziemann, das hochverdiente 0:2 gelang. Das war die Entscheidung, obwohl Wacker in den Schlussminuten noch zu zwei, drei Möglichkeiten kam. Am Ende sahen die 100 Zuschauer ein Spiel mit relativ wenig Niveau. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH dem Team von Jens Gorsitzki, der im Anschluss mit dem Chronisten sprach.
Herr Gorsitzki, Herzlichen Glückwunsch zum Pokalgewinn.
Gorsitzki: Vielen Dank.
Der wievielte Pokalsieg war das für Viktoria?
Gorsitzki: Der Vierte.
Wieviel Jahre betreuen Sie schon die Frauenmannschaft vom FSV Viktoria 1897?
Seit zwanzig Jahre. Zuerst neben meiner Frau Sybille, die vorher das „Kommando“ führte. Da sie aus beruflichen Gründen diese Tätigkeit beenden musste, übernahm ich dann die Verantwortung.
Ich wünsche Ihnen weiterhin mit Ihrem Team viel Erfolg in der Meisterschaft und im Pokal!
Das anschließende 32. Kreispokalfinale der Männer um 17.00 Uhr zwischen dem SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz II und der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf hatte nicht den Zuschauerzulauf wie in den vergangenen Jahren, wo zwischen 500 und 600 Zuschauer zu diesen Endspielen kamen. Eine offizielle Zuschauerangabe gab es weder vom Veranstalter noch vom Ausrichter, dem 1.FC Guben. SCHADE!
Zum Spiel: Die Konstellation vor dem Spiel war die, dass die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf die beiden Spiele in der Meisterschaft für sich entscheiden konnten. Am fünften Spieltag gewann die Spielgemeinschaft zu Hause knapp mit 1:0 und das Rückspiel am zwanzigsten Spieltag gewann ebenfalls die Spielgemeinschaft bei Wacker knapp mit 1:2. In der Abschlusstabelle liegt die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf (45) auf Platz acht. Wacker mit 42 Punkten auf Platz neun. Sieht man sich beiden vorherigen Halbfinalpaarungen an, so musste die Spielgemeinschaft nach Kunersdorf reisen, um beim Landesklassenabsteiger SV Fichte Kunersdorf anzutreten. Am Ende gewannen sie hochverdient mit 3:1. Wacker gewann das Cottbuser Stadtderby gegen den VfB Cottbus 97 mit 2:0. Man musste von einem ausgeglichenen Spiel ausgehen was bevorstand. Doch es kam ganz anders, als alle dachten. Wacker entzündete vom Anpfiff an ein wahres „Feuerwerk“ von spielerischem Glanz, läuferische Überlegenheit und eine Chancenverwertung, die fast zu Hundertprozent passte. Und das am Ende einer Saison! Vom Anpfiff an war es Wacker, die die Akzente setzen. Schon in der ersten Spielminute gab es eine 1:1 Situation, die von der Spielgemeinschaft nur zur Ecke abgewehrt werden konnte. Wenig später (6.) brannte es erneut im 16er der Spielgemeinschaft. Nach einem Freistoß von Konrad Hornisch kam der Ball zu Spielführer Max Grasme, der aber noch scheiterte. In der zehnten Spielminute dann das erste Mal die Spielgemeinschaft, die durch Oskar Wenske ihre erste Möglichkeit hatten, als er einen Konter einleitete und Alexander Jank vergab. In der zwanzigsten Spielminute waren es erneut die „Gäste“, die nach einem Eckball erneut von Ooskar Wenske getreten, den aber Wacker-Schlussmann Stephan Thamke abwehren konnte. Doch im Nachsetzen war es Nico Andreas Adomeit, der knapp vergab. Kurz nach dieser Szene die Führung für Wacker. Spielführer Max Grasme bekam einen langen Ball, den er mustergültig in die Maschen setzen konnte zum 1:0. Schon zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung. In der 24. und 29. Spielminute musste eigentlich das 2:0 fallen. Ein Mal strich ein Kopfball knapp über das Tor und ein Mal traf Mykola Ubyralev aus Nahdistanz nur Gästekeeper Martin Perge, der parierte mit einer Glanzparade. Doch wenig später (32) belohnte sich selbiger Spieler mit dem 2:0. Das war schon ein beruhigender Vorsprung. Danach waren es Xavier Rumplasch und Ubyralev, die eigentlich das Ergebnis hätten ausbauen müssen. Doch noch vor der Pause fiel dann noch das 3:0. Christian Lieschke setzte den Ball entschlossen in den Kasten (41.) zum 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause. Was nach der Pause kam, glich einer Dekradierung. Wacker stieß fast auf keinen Widerstand mehr. Am Ende ein 8:0. Das ist jetzt das höchste Ergebnis in der 32-jährigen Pokalgeschichte des Fußballkreises Niederlausitz- Das Ergebnis musste eigentlich zweistellig lauten, nach dieser Überlegenheit. Die Alt-Juroren der 03er (Regel, Tietze, ect.) schauten nach diesem Ergebnis wehmütig auf das Jahr 2008, am 9.Mai zurück, als man damals in Kiekebusch Kreispokalsieger wurde gegen den SV Döbbern 25, mit einem 2:0 Sieg. Wie ist so ein totales Spielversagen zu deuten? Mit so einen Leistungsabfall, in so wenigen Tagen? Bei zwei gleichstarken Gegnern, Kahren gewann beide Punktspiele, und auch das Halbfinalspiel in Kunersdorf! Unverständlich. So hat dieses Ergebnis doch einen „Beigeschmack“!
Laut Spielordnung spielt die Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf im neuen Spieljahr im Landespokal mit. Kurios.
Dem Kreispokalsieger 2025, dem SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz II ein HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
Joachim Rohde
