Rückblick 30.Spieltag Kreisoberliga FK Niederlausitz 2024/2025

Hallo Fußballfreunde!

Halali in allen Ligen und Klassen des Fußball-Landesverbandes Brandenburgs, so auch im Fußballkreis Niederlausitz. Die 32.Fußballkreismeisterschaft ist Geschichte.

Der diesjährige Meister, die SG Sielow, und die beiden Absteiger, die Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow und der FSV Spremberg 1895, standen schon vorzeitig fest.

Zwei erwähnenswerte Punkte seien hier noch einmal genannt: Der SG Sielow gelang ein Rekord für die „Ewigkeit“. Als erstem Verein, seit Gründung des Fußballgroßkreises Niederlausitz 1992/1993, gelang es ihnen ungeschlagen durch eine Saison zu kommen. Hinzu kommen noch sechs Spiele saisonübergreifend aus dem Spieljahr 2023/2024,so dass es sage und schreibe 36 Spiele waren, die sie ungeschlagen blieben! Ein „Methusalemrekord“, der wohl einige Jahre Bestand haben wird. Weiterhin ist erwähnenswert, begünstigt durch die beiden letzten torreichen Spieltage (47 Tore am 29.Spieltag und 38 Tore am 30.Spieltag), dass es zum vierten Mal in der Geschichte der Kreisliga bzw. Kreisoberliga gelang, die 1000 Tore Grenze zu erreichen bzw. überschritten zu haben. Heuer waren es 1015 Tore. Der Rekord steht übrigens bei 1152 Tore aus der Saison 2008/2009. Das 1000. Tor erzielte Jannek Wetzk vom SV Fichte Kunerdof, in der 74. Spielminute zum 4:4 im Spiel SV Fichte Kunersdorf vs Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II. Herzlichen Glückwunsch. Zur Statistik mehr dann im Jahresrückblick.

Zur Spielzusammenfassung:
Ein wahres Torspecktakel gab es in Kunersdorf im Spiel zwischen dem SV Fichte Kunersdorf und dem Aufsteiger, der Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II. Ein wechselvolles Spiel, wo schon zur Halbzeitpause sechs Tore gefallen waren (3:3). Am Ende gab es ein 5:5 Unentschieden. Der Meister, die SG Sielow, gewann erwartungsgemäß gegen das Schlusslicht der Tabelle, der Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow, mit 4:1. Ebenfalls sehr torreich ging es in Schorbus zu. Im letzten Spiel der Saison siegte der Gastgeber, die SG Blau-Weiß Schorbus, gegen die Welzower Borussen überraschend mit 4:3. Die Wacker-Reserve aus Ströbitz gewann beim Aufsteiger und gleichzeitig wieder Absteiger, beim FSV Spremberg, mit 1:5. Der Vizemeister, die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, gewann erst in den letzten Spielminuten bei den Eiche-Kickern in Branitz mit 1:2. Durch den 1:3 Auswärtssieg der Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau bei der Spielgemeinschaft TSV Cottbus/SG Groß Gaglow II holten sich die Wöhler-Schützlinge noch die Bronzemedaille. In der Neißestadt Guben kam der VfB Cottbus bei der Reserve des 1.FC Guben nicht über ein 1:1 Unentschieden hinaus und wurden am Ende Vierter in der Abschlusstabelle. Der Spielgemeinschaft Kahren/Laubsdorf gelang im letzten Spiel der Saison noch ein knapper 1:0 Heimsieg gegen den FSV Viktoria 1897 Cottbus, die damit noch auf Platz sieben zurückfielen.

Zu einigen Spielen:
Die 120 Zuschauer in Kunersdorf sollten ein wahres Torspektakel erleben im Spiel gegen die Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/SV Döbern II. Es zeigte aber auch, dass der Gastgeber sein Abwehrproblem, die ganze Saison über, nie richtig in den Griff bekam. So war auch der Auftakt nicht sehr verheißungsvoll, denn schon in der fünften Spielminute gingen die Gäste durch einen Torwartfehler mit 0:1 in Führung. Sie steckten diesen frühen Rückstand unberührt weg und schlugen postwendend zurück. Leon Schlott gelang ein Doppelpack in der siebenten und zehnten Spielminute, als er den 1:1 Ausgleich markierte und wenig später die 2:1 Führung erzielte. Doch die Freude über diese Führung währte nicht lange, denn den Gästen gelang fünf Minuten nach der 2:1 Führung durch Kunersdorf der 2:2 Ausgleich. Dieses Tor schoss Jonas Gryczman, ein Spieler, der alleine schon die Fichte-Elf beschäftigte. Er war im ganzen weiteren Spielverlauf ein ungemeiner „Unruheherd“. In den Schlussminuten der ersten Spielhälfte „klingelte“ es noch je einmal auf jeder Seite. Zuerst waren es die Gäste, die durch David Zweering die erneute Führung erzielten (2:3), doch fast in der gleichen Minute (44.) konnte die Fichte-Elf durch Noah Dabow, nach Vorlage von Justus Rothbart, den 3:3 Ausgleich markieren. Im zweiten Spielabschnitt dauerte es bis zur 69. Spielminute, bis der auffälligste Spieler der Gäste erneut zuschlug. Jonas Gryczmann war für die erneute Führung verantwortlich, 3:4. Fichte antwortete mit einem Doppelpack in der 74. und 76. Spielminute, als Jannek Wetzk den 4:4 Ausgleich schoss. Das war sein 15. Saisontor und das 1000. Tor der Liga. Herzlichen Glückwunsch. Leon Schlott gelang danach die 5:4 Führung. Die Gäste antworteten zwei Minuten später erneut durch Jonas Gryczmann mit dem 5:5 Ausgleich. Ein wahres Torspektakel ging zu Ende. Die Endplatzierung von Fichte Kunersdorf ist Platz elf. Die Gäste belegen als Aufsteiger Platz 13 und sind nicht abgestiegen.

Die Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau musste zur Spielgemeinschaft TSV Cottbus/SG Groß Gaglow II und hatte die Chance, bei einem Sieg in Groß Gaglow den dritten Platz zu erreichen. Um es vorweg zu nehmen, es war kein gutes Spiel. Die Gästeführung entsprang durch einen Freistoß von der halblinken Seite, von Stephan Faber getreten, den dann Marvin Kilisch zur 0:1 Pausenführung schoss. Der Gastgeber schöpfte Hoffnung, als ihnen gleich nach der Pause (50.), nach einem Eckball durch Eddie Mann, der 1:1 Ausgleich gelang. Als sich alle schon mit diesem Unentschieden abfinden wollten, gelang den Gästen die erneute Führung. Nach einem Eckball des Gastgebers konterten die Gäste und kamen durch Marvin Kilisch zum 1:2. In der Nachspielzeit gelang Chris Portmann noch das 1:3. Sein 13.Saisontor, Platz 15 im Torranking. Mit diesem Sieg wurde die Spielgemeimnschaft Kausche/Drebkau Tabellendritter. Der TSV Cottbus/Gr.Gaglow II am Ende auf Platz zwölf.

Die SG Blau-Weiß Schorbus kann aufatmen! Seit Samstag 17.45 Uhr stand fest, dass sie nicht absteigen müssen.

Aber der Reihe nach und eine Zusatzinfo: Da die BSG Pneumant Fürstenwalde bereits als Absteiger aus der Landesliga Süd feststeht, gibt es keine Auswirkungen für unsere Kreisoberliga. Entsprechend der Auf- und Abstiegsregelung steigen insgesamt 5 Mannschaften (Plätze 15 und 16 der beiden Landesligen, sowie der punkt- und torschlechteste Tabellen-14. in die Landesklasse ab. Durch die Meldung der BSG Pneumant Fürstenwalde für den Kreisspielbetrieb verringert sich die Anzahl der Absteiger aus den Landesklassen von 9 auf 8 Mannschaften (Plätze 15 und 16 der jeweiligen Landesklasse. Damit steht fest, die SG Blau-Weiß Schorbus spielt auch in der kommenden Saison in der Kreisoberliga.

Im Wissen dieser Thematik spielte sich in der ersten Spielhälfte im Spiel Schorbus gegen die Welzower Borussen nicht viel ab. Keine der beiden Vereine konnte sich tabellarisch verändern. Nach der Pause explodierte das Spiel allerdings förmlich. Sieben Tore bekamen die Zuschauer noch zusehen. Jasem Abod, der Schütze vom Dienst bei den Gastgebern, eröffnete in der 46. Spielminute den reichen Torsegen mit dem 1:0. Drei Minuten später schon der 1:1 Ausgleich durch Toni Zieger. Ein Foul von Routinier Marcel Kuba führt per Stafstoß zur 1:2 Gästeführung. Torschütze vom Dienst der Welzower, Phillipp Meyer, war der Schütze zum 1:2. In der letzten Viertelstunde war dann der Gastgeber aktiv. Innerhalb von sieben Minuten gelangen ihnen drei Tore. Christian Fischer stellte den 2.2 Ausgleich her (75.), Nico Fecher brachte die erneute Führung zum 3:2 und Al Refal Mahamoud erhöhte in der 82. Spielminute auf 4:2. Den Gästen gelang in der Nachspielzeit (90+1) durch Phillipp Meyer noch das 4:3. Schorbus in der Endplatzierung auf Platz 14, Welzow auf Platz fünf.

Nach einer kurzen Pause, wird dann der Jahresrückblick erfolgen.

Joachim Rohde