Rückblick 21.Spieltag Kreisoberliga FK Niederlausitz 2024/2025

Hallo Fußballfreunde!

Der 21. Spieltag hatte wieder überraschende Ergebnisse. So es gelang dem Aufsteiger, der Spielgemeinschaft Groß Kölzig/Gahry/Döbern II, die Überraschung des Tages. In einem spektakulären Spiel besiegte die Spielgemeinschaft den favorisierten Welzower SV Borussia 09 in den Schlussminuten mit 4:3. Der VfB Cottbus 97 wurde glücklicher Sieger gegen die Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau, mit 1:0, wobei die Gäste mehrere Riesenchancen ausließen. Die Spielgemeinschaft TSV Cottbus/SG Groß Gaglow II konnte die Talfahrt beenden. Sie siegten bei den Eiche Kickern mit 1:3. Der Landesklassenabsteiger SV Fichte Kunersdorf gewann erwartungsgemäß gegen das Schlusslicht der Tabelle, der Spielgemeinschaft Dissenchen/Haasow, klar mit 5:1. Und auch der Kahrener SV 03 blieb gegen den zweiten Aufsteiger, FSV Spremberg 1895, mit 2:0 erfolgreich. Torreich ging es am Freitagabend im Sportzentrum von Guben zu. Die Reserve vom 1.FC Guben erzielte gegen die Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz ein 3:3 Unentschieden. Der FSV Viktoria konnte auch das Rückspiel gegen die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen nicht gewinnen. Nach einer verdienten Führung drehten die Gäste noch das Spiel und siegten mit 1:2. Der noch ungeschlagene Spitzenreiter der Liga, die SG Sielow, hatte Mühe, die in Abstiegsnöten befindliche SG Blau-Weiß Schorbus mit 2:0 zu schlagen. Sielow strebt unbeirrt den Rekord der SG Burg aus der Saison 2000/2001 an, nämlich Saison übergreifend 28 Spiele ungeschlagen zu bleiben. Es fehlen noch Spiele. Etwas zur Statistik. An diesem 21.Spieltag fielen 31 Tore, das ergibt einen Schnitt pro Spiel von 3,9. Es gab fünf Heimsiege, ein Unentschieden und zwei Auswärtssiege. Das Torverhältnis spricht für die Heimmannschaften, 19:12 und das Punktverhältnis von 16:7 für den Gastgeber. Es gab 30 gelbe Karten, zwei Ampelkarten und einmal Rot. „Kartenlos“ blieb das Spiel Kahrener SV 03 vs FSV Spremberg 1895. Zu den Spielen:

Dieser 21.Spieltag war erneut drei geteilt. So kam es am Freitagabend im Sportzentrum der Neißestadt Guben, zur Begegnung mit der heimischen Reserve vom 1.FC Guben und der Reserve vom SV Wacker 09 Cottbus-Ströbitz. Vom Anpfiff an waren es die Gäste, die das Spiel bestimmten und den „Ton“ angaben, besonders ihre jungen Spieler (Djene Nseke, Gustave, Dreiee, Mohamad), mit ihrer Geschwindigkeit, brachte den Gastgeber des Öfteren in Verlegenheit. So kam dann die Führung mit einem Doppelpack von Gustave Djene Nseke, der in der 15. und 16. Spielminute zwei Mal zuschlug und seine Mannschaft mit dem 0:1 bzw. 0:2 in Führung brachte. Zuerst schaltete er sich in einen Rückpass des Gastgebers ein und netzte zum Führungstreffer ein und gleich darauf nutzte er einen langen Ball, den er annehmen konnte und sicher verwandelte. Doch irgendwie verpassten die Gäste einen Angriff über die Außenbahn, der Ball wurde in den 16er gespielt, wo ihn Alexander Mauch aus sieben Meter einnetzen konnte, zum 1:2 Anschlusstreffer. Doch Wacker steckte den Treffer unbeeindruckt weg und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten das Ergebnis zu verändern. Dies gelang dann erneut Gustave Djene Nseke (43.), der mit seinem dritten Tor in Folge den alten zwei Tore Vorsprung wieder herstellte, als er von einem Wacker-Freistoß profitierte. Sein drittes, viertes und fünftes Saisontor. Nach der Pause versuchte der Gastgeber den Anschluss zu erzielen, der ihnen dann ebenfalls mit einem Doppelpack gelang. Zuerst war es Nico Hetzel, der eine Hereingabe von halblinker Position annahm und sieben Meter vor dem Wacker-Tor zum Abschluss und zum 2:3 Anschlusstreffer verwandeln konnte. In der Folgeminute war es Noah Pascal Schulze der den 3:3 Ausgleich erzielen konnte. Danach ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Das Ergebnis hätte der Gastgeber noch auf den Kopf stellen können, als in der Schlussminute (90.) des Spieles, der in der 30. Spielminute eingewechselte Dominiki Olszak, einen weiten langen Ball auf den ebenfalls eingewechselten (77.) Salim Suliman schoss und dieser knapp scheiterte. Am Ende eine doch gerechte Punkteteilung. Guben von Platz sieben auf Platz neun zurückgefallen, Wacker von Platz zehn auf Platz elf zurückgefallen.

In der Drachhausenerstraße in Cottbus empfing der FSV Viktoria 1897 Cottbus die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen, der sie im Hinspiel klar mit 5:1 unterlagen. Es war Wiedergutmachung angesagt. So gab es einen flotten Auftakt von beiden Seiten, wobei die Gäste die besseren Möglichkeiten in der Anfangsphase hatte. So in der vierten Spielminute, als sie einen Freistoß bekamen, den Florian Behrendt unschädlich machen konnte. Schon fünf Minuten später (9.) war es ein Solo von Roman Kozevnikov, der erneut Florian Behrendt im Tor von Viktoria zur großer Aufmerksamkeit zwang. Zwei Minuten später war der gleiche Spieler, der nach einem Freistoß die Chance hatte seine Elf in Führung zu bringen. Danach kam Viktoria stark auf und bestimmte zwischen der 15. und 35. Spielminute das Spiel. In der 35. Spielminute war es Lars Marten Arlt der plötzlich aus dem Fußgelenk heraus einen satten Schuss aus gut 30 Meter „abfeuerte“, der wie ein Strich im Gehäuse der Gäste landete, 1:0. Danach hatten Robert Kiesow (39.) und noch einmal Arlt ( 41.) die große Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, was aber nicht passierte. Die Gäste hatten in der 45. Spielminute die Chance durch ihren Goalgetter, Christian Riunza, den Ausgleich zu erzielen, doch mit einer Glanzparade verhinderte dies Keeper Florian Behrendt. Gleich nach dem Wiederanpfiff (46.) war es erneut Lars Marten Arlt, der das 2:0 liegen ließ. Fast im direkten Gegenzug die Gäste, die eine Chance hatten auszugleichen durch Kevin Kasischke. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, der dann auch in der 54. Spielminute fiel. Einen Eckball von der rechten Seite von Franz Uhlig getreten konnte Kevin Kasischke zum 1:1 Ausgleich nutzen. Dieses Tor hinterließ Wirkung bei Viktoria, denn von nun an spielten nur noch die Gäste. Ballverluste durch zu langes Ball halten, Abspielfehler und Zweikampfschwach waren die Fehler, die den Gegner stark machten. Man ist ja kaum noch über die Mittellinie gekommen. Man „bettelte“ förmlich um ein Tor, welches dann auch verdientermaßen in der 73. Spielminute durch Christian Rinza gelang, der ansonsten wieder erneut sehr schwach spielte, aber wenn er gebraucht wird, er zur Stelle ist. Am Ende ein verdienter Sieg der Spielgemeinschaft. Viktoria hat nun von den sechs Niederlagen drei zu Hause fast in Folge verloren. Am 15. Spieltag gegen Kahren (0:4), 18.Spieltag gegen den VfB Cottbus 97 (0:1) und nun heuer, dem 21. Spieltag gegen Briesen/Dissen. Viktoria von Platz zwei auf Platz drei zurückgefallen, Briesen/Dissen von Platz sechs auf Platz fünf vorgerückt.

Die 130 Zuschauer in Groß Kölzig bekamen ein spektakuläres, spannendes und torreiches Spiel zu sehen, zwischen ihrer Spielgemeinschaft Groß Kölzig/ Gahry/ SV Döbern II und den Welzower Borussen, die schon in der sechsten Spielminute in Rückstand gerieten, als Jonas Gryczmann von der linken Seite angespielt wurde und direkt den Ball in den spitzen Winkel unterbringen konnte, 1:0. Die Gäste strebten den Ausgleich an, der ihnen in der 15. Spielminute durch ihren Goalgetter Phillipp Meyer gelang, als er eine Flanke von der linken Seite annehmen konnte und Schlussmann Marcus Gränitz vom Gastgeber keine Chance ließ, 1:1. Er war es auch, der zwanzig Spielminuten (35.) später den 1:2 Führungstreffer erzielen konnte, als er einen Konter erfolgreich abschloss. Gleich nach der Pause (49.) bekamen die Gastgeber einen Strafstoß zugesprochen. Stephan Krengel wurde im 16er zu Fall gebracht. Nico Lehmann traf sicher vom Punkt zum 2:2 Ausgleich. Als wenig später (53.) Stephan Krengel die erneute Führung erzielte, waren die Zuschauer aus dem „Häuschen“. Nach einem Konter brachte Nico Lehmann mit einem Musterpass Stephan Krengel in Position, der nicht lange fackelte und zum 3:2 einschoss. Doch die Freude währte nicht lange, denn in der 77. Spielminute zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Schlussmann Marcus Gränitz foulte im 16er einen gegnerischen Stürmer. Den fälligen Strafstoß verwandelte Elias Rothe zum 3:3 Ausgleich. Als sich alle mit diesem Unentschieden abfinden wollten, schlug der Aufsteiger noch einmal zu (88.). Auf der rechten Seite setze sich Nico Lehmann durch, passte zum den in der 73. Spielminute eingewechselten Niklas Krüger, der kaltschnäuzig zum alles entscheidenden 4:3 abschloss. Die Spielgemeinschaft weiterhin auf Platz zwölf, Welzow von Platz drei auf Platz vier zurückgefallen.

Dem VfB Cottbus 97 gelang an diesem Spieltag der elfte Saisonsieg, wenn auch etwas glücklich. Die Gäste, die Spielgemeinschaft Kausche/Drebkau, bestimmten das Spiel und hatten ein Vielzahl von Möglichkeiten in dieser Anfangsphase, die aber alle kläglich vergeben wurden. So hatte Faber in der 17 und 34. Spielminute Riesenmöglichkeiten oder Chris Portmann, der in der 44. Spielminute versagte. Wenn einige dieser Möglichkeiten hätten genutzt werden können, wäre eine sichere Pausenführung möglich gewesen. Aber alles „hätte, wenn und aber“ nutz nichts, denn der Gastgeber kam nach einem Abwehrfehler durch Cornel Kurtzer zur 1:0 Führung. Der VFB nun auf Platz zwei vorgerückt, vorher Platz vier.

Der noch ungeschlagene Spitzenreiter der Liga, die SG Sielow, führte schon nach einer Viertelstunde Spielzeit gegen die abstiegsgefährdete SG Blau-Weiß Schorbus durch Niklas Preuß, der nach einem Eckball von Max-Willi Kube, den Ball aus acht Meter einnetzte zum 1:0. Danach schluderte der Gastgeber mit seinen Chancen. So ließen Michael Krautzig, Justus Mehren und Niklas Preuß drei Riesenmöglichkeiten aus, um das Ergebnis schon vor der Pause zu entscheiden. Lange musste der Gastgeber warten, um die Entscheidung zu erzielen, denn man tat sich irgendwie schwer, gegen einen Gegner, der ziemlich sicher in der Abwehr stand. In der 80. Spielminute war es dann endlich so weit. Niklas Preus erkämpfte sich den Ball, setzte sich bis zur Grundlinie durch, flankte in den Fünf-Meter-Raum, wo der in der 46. Spielminute eingewechselte Luco Niclas Schulz goldrichtig stand und sicher zum 2:0 verwandelte. Sielow rückt mit diesem erneuten Sieg der SG Burg/Spreewald immer näher, die Ssisonüberbrückend in 28 Spielen ungeschlagen waren. Sielow weiterhin souveräner Spitzenreiter der Liga, Schorbus weiterhin abstiegsgefährdet, auf Platz 14.

Joachim Rohde