Heute mit Christian Mühlfort, Trainer vom Welzower SV Borussia 09
Vorgeschichte: Der Welzower SV Borussia 09 ist nach der politischen Wende und dem Aufbau neuer sportlicher Strukturen bei der durch den Fußball-Landesverband neu gegründeten Fußballgroßkreise Mitbegründer der Kreisliga des Fußballkreises Niederlausitz. In dieser Liga waren sie zehn Jahre lang integriert und erreichten dabei drei Mal den vierten Platz. Nach zweimaligen Abstiegen aus der Kreisliga (2002/003 und 2006/2007) war lange Schluss mit dem Fußball in der höchsten Spielklasse des Kreises. Nach dem Stukturwandel innerhalb des FLB 2013/14 verfehlte man die Relegation für die neue Kreisoberliga. Auf Beschluss des Vorstandes des Fußballkreises Niederlausitz, die Kreisoberliga wieder auf 16 Mannschaften aufzustocken, gelang den Borussen als Tabellendritter der Sprung in die neu geschaffene Kreisoberliga, wo gleich der vierte Platz am Ende der Saison stand. Zurzeit liegen die Borussen auf Platz vier.
Herr Mühlpfort, nach der langjährigen Statistik haben sie des öfteren Platz vier belegt. Auch Heuer stehen sie auf diesem Tabellenplatz, punktgleich mit den Vereinen 1. FC Guben II und Viktoria Cottbus. Am Ende, welcher Platz soll es werden?
Christian Mühlpfort: Die Tabelle „lügt“ momentan noch etwas, da wir zwei Spiele mehr absolviert haben. Dennoch soll der Platz unter den Top Fünf gehalten werden. In der Rückrunde wird dies keine leichte Aufgabe, da es insbesondere in den direkten Duellen teils klare Niederlagen gab. Wichtig wird es sein, die Defensive zu stabilisieren, da wir in der oberen Tabellenhälfte mit Abstand die meisten Gegentore kassiert haben. Während es momentan bereits 33 Gegentore sind, waren es in der Vorsaison „nur“ 44 nach doppelt so viel Spielen.
Herr Mühlpfort, konnten Sie sich für die zweite Halbserie Spielermäßig sich verändern und wer sind diese Spieler?
Christian Mühlpfort: T. Zieger wird zum Start in die Rückrunde für Schwarz-Gelb auflaufen. Er wechselt von der TuS Weinböhla zu den Schwarz-Gelben. Mit seiner Erfahrung und den spielerischen Qualitäten erhoffen wir uns sowohl defensiv als auch offensiv eine Verstärkung. J. Eschenhorn wird die 09’er in Richtung Peickwitz verlassen. Damit verlieren wir einen gut veranlagten jungen Spieler. Wir hoffen natürlich, dass er seine Heimat nicht vergisst und vielleicht einmal zurückkehrt.
Herr Mühlpfort, mit acht Siegen und zwei Unentschieden haben sie 26 Punkte eingefahren. Soll es in der zweiten Halbserie ähnlich so laufen?
Christian Mühlpfort: Grundsätzlich ist das erste Ziel, die 40 Punkte zu erreichen, um nicht in Abstiegsängste zu kommen. Danach schauen wir mal, was noch so geht. Wenn man in der Liga nicht Woche für Woche 100 Prozent gibt, kann jeder jeden schlagen. Wir hatten saisonübergreifend in 45 Spielen nicht einmal die gleiche Startformation. Insofern ist ein großes Ziel für die Rückrunde Beständigkeit, damit es auch gegen die Top 5 Mannschaften gelingt Punkte zu holen.
Herr Mühlpfort, wer wird Kreismeister der Saison 2024/2025?
Christian Mühlpfort: Hätten Sie mich in der Sommerpause gefragt, hätte ich ganz klar gesagt, dass die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen Kreismeister wird. Allerdings hat Briesen/Dissen wieder „Briesen/Dissen-Sachen“ gemacht und ist denkbar schlecht in die Saison gestartet. Mit Blick auf die aktuelle Tabelle und der Bilanz von null Niederlagen ist die SG Sielow klar in der Favoritenrolle. In der Rückrunde wird sich zeigen, wie sie damit umgehen. Sollte es Punktverluste geben, ist die Konkurrenz noch in Schlagdistanz.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Gespräch führte Joachim Rohde
Das nächste Interview erscheint am Freitag den 07.02.2025
