Kleiner Rückblick zum Achtelfinale im Kreispokal des FK Niederlausitz

Kolkwitzer SV und der VfB Cottbus eine Runde weiter. Der Spremberger SV erlebt ein Debakel in Laubsdorf.

Bei herrlichem Herbstwetter fanden die letzten drei Spiele des Achtelfinales im Kreispokal statt. Ein Debakel erlebte der Spremberger SV bei der drei Klassen tiefer spielenden Traktor-Elf aus Laubsdorf. So kann man sich nicht präsentieren! Der Spitzenreiter der Landesklasse Süd, der Kolkwitzer SV 1896, mühte sich zum Sieg in Guhrow. Die Spielgemeinschaft Briesen/Dissen zwang den VfB Cottbus 97 zum Elfmeterschießen und schied dennoch aus. Die Auslosung für das Viertelfinale findet am 5.11.2018, um 18.00 Uhr, bei INTERSPORT in der Spreegalerie statt.

Wer hätte das vor dem Spiel gedacht, dass der Vertreter der 1.Kreisklasse, Traktor Laubsdorf, mit dem Tabellenletzten der Landesklasse Staffel Süd so „Schlitten“ fahren würde. In diesem Spiel war das „Hornberger“ schießen angesagt. Vom Vertreter der Landesklasse war absolut nichts zu sehen. Geringe, fast gar keine Gegenwehr konnte bei den Gästen festgestellt werden. Vor das Tor der Gastgeber kamen sie so oft wie Finger an einer Hand sind. In regelmäßigen Abständen dagegen folgten die Tore für den Gastgeber. Nach dem es zweistellig geworden war, kamen die Spremberger durch einen schönen Schuss zum Ehrentreffer. Am Ende ein 10:1 für Laubsdorf. Eine absolut blamable Vorstellung vom Tabellenletzten der Landesklasse Süd.

Der Spitzenreiter der Landesklasse Süd, der Kolkwitzer SV 1896, musste sich am Ende strecken, um hier in Guhrow als Sieger vom Platz zu gehen. Trainer David Brincker von den Gästen sprach vor der Partie, von einem schweren Spiel, welches sie unbedingt gewinnen wollten. Zum Anfang sah es auch danach aus, denn in den ersten Spielminuten hatten die Gäste die Möglichkeit, nach Standartsituationen, in Führung zu gehen. Mit zunehmender Spielzeit erreichten die Gastgeber Gleichwertigkeit und erarbeiteten sich einige gute Einschussmöglichkeiten. In der 20.Spielminute gelang Clemenz Becker die Führung, als er eine Flanke von der rechten Seite von Philip Schneider auf dem Fuß serviert bekam und aus zehn Meter in die rechte Ecke einschoss. In der 31. Und 40.Spielminute lag der Ausgleich in der Luft, doch Steven Specht und Maurice Schneider vergaben diese Riesenmöglichkeit. Auf der Gegenseite vergab in der Nachspielzeit Christoper Nickusch das Ergebnis weiter auszubauen. Nach der Pause erhöhten die Gäste aus Kolkwitz den Druck und kamen nach einem Hinterhaltschuss aus 30 Meter durch Stefan Jähne zum nicht unverdienten Ausgleich. Mit der Einwechslung von Marc Fingas (59.) gewann das Spiel der Gäste mehr an Zielstrebigkeit. Die Chancen häuften sich jetzt. Sie waren jetzt spielbestimmend. Doch der Gastgeber blieb in der Folgezeit durch gekonntes Konterspiel gefährlich. In der 75.Spielminute die Vorentscheidung in diesem Spiel. Der eingewechselte Marc Fingas brachte seine Elf erstmals in Führung. Eine Minute vor Ultimo dann erneut Stefan Jähne, der das Endergebnis zum 1:3 erzielte. Ein nicht unverdienter Sieg der Gäste. Ihre Routine zahlte sich am Ende aus. Guhrow hinterließ einen guten Gesamteindruck. Sie sollten gerüstet sein für das schwere Spiel am Sonntag gegen den Aufsteiger SG Groß Gaglow.

In Dissen fand ebenfalls ein hoch interessantes Spiel statt. Ein weiterer Vergleich Landesklasse-Kreisoberliga. Um es vorweg zu nehmen: Es gab keinen Klassenunterschied zu erkennen. Ein Spiel auf Augenhöhe. Wobei die Gäste immer wieder versuchten, mit langen Bällen dem Gastgeber beizukommen. Stefan Babbe brachte die Gäste überraschend in Führung (17.). Doch Randy Gnädig kann schon wenig später( 26.) ausgleichen, als er von Christopher König einen Ball von der Außenbahn zu gespielt bekam und einnetzte. In der Schlussphase der regulären Zeit gelang Christian Rinza, nach einem Pass aus dem Mittelfeld, die Führung. Fast im Gegenzug der erneute Ausgleich. Wiederum ist es Stefan Babbe, der das 2:2 erzielt. In der fälligen Verlängerung geht der VfB, nach einem 40 Meter Freistoßhammer von Oliver Weber, der flattern flach auf das Tor geschossen wird, in Führung. Hierbei machte Schlussmann Daniel Glode keine gute Figur. Im direkten Gegenzug kann, nach Vorarbeit von Christian Rinza, Spielführer Christian Suckert den Ausgleich erzielen. Im fälligen Elfmeterschießen hatten die Gäste die besseren Schützen und erreichten das Viertelfinale. Der Gastgeber haderte am Ende mit sich und der Welt. Ein Weiterkommen war hier immer möglich gewesen. So können sie sich wieder den Aufgaben in der Kreisoberliga widmen, wo am Samstag in Peitz gegen den Tabellenletzten, der Reserve von der SG Eintracht Peitz, die kleine Niederlagenserie beendet werden kann.

Joachim Rohde