Nachbericht zum Pokalfinale des FK Spreewaldes

Bericht von der Internetseite vom FK Spreewald (www.fussballkreis-spreewald.de), von Frank Selbitz

TSV Missen gewinnt Pokalfinale nach Verlängerung mit 3:2

Missen träumte zu zeitig vom Pokal und triumphierte nach Elfmetertor glücklich

Glücklicher, aber verdienter Spreewälder Pokalsieger 2008 wurde die Elf des TSV Missen nach einem 3:2 Erfolg nach Verlängerung über den SV Blau-Weiß Straupitz. Dabei träumten die Missener bereits nach 90 Minuten vom Triumph , als in der letzten Minute der regulären Spielzeit Marcus Jugan die Verlängerung mit dem Treffer zum 2:2 erzwang. Kurt Raschick nutzte nach einem Foul an Lars Kupsch die Elfmeterchance zur endgültigen Entscheidung.

Eine stimmungsvolle Kulisse von 550 Spreewälder Fußballfans erlebte im Rahmen des 40-jährigen Sportfestes von Schwarz-Gelb Boblitz ein spannungsgeladenes Pokalfinale zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften. Die erste Chance der Partie hatten die Missener, doch Alexander Bronk traf freistehend aus 15 Metern das Straupitzer Tor nicht. Doch in der 8. Minute erzielte Jerome Handt die Führung für den TSV, als die Straupitzer nach einem Freistoss den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten, vollendete der Missener Torjäger kaltschnäuzig.

Die Oberspreewälder versteckten sich nicht, sondern übernahmen die Spielregie im Mittelfeld. Ken Märting hatte in der 16. Minute den Ausgleich auf dem Fuss, doch aus fünf Metern traf er nur das Außennetz. Blau-Weiß schnürte die Missener in ihrer eigenen Hälfte förmlich ein, während die TSV-Stürmer auf ihre Konterchance warteten. Eine solche hatte Lars Kupsch in der 22. Minute als er knapp verzog. Auf der anderen Seite verfehlte Ralf Guttke wenig später einen langgezogenen Freistoss von Andre Mietk nur knapp. Der Ausgleich lag jetzt förmlich in der Luft und nach einem erneut weit in den Strafraum geschlagenen Freistoss war es der Straupitzer Ken Märting, dem per Kopfball in der 28. Minute der Ausgleich gelang. Die Straupitzer drückten weiter und TSV-Keeper Gordon Handt musste oftmals in letzter Sekunde retten. Nur sporadisch tauchten die Missener noch in der Straupitzer Hälfte auf. So auch in der 39. Minute als nach einem Freistoss Michael Kupsch per Kopfball aus drei Metern am rektionsschnellen Jan Friedersdorf im Straupitzer Tor scheiterte.

Mit einem Lattenknaller von Dirk Schieban ging es in die zweite Hälfte. Doch beide Mannschaften egalisierten sich fortan im Mittelfeld und scheuten den direkten Zug zum Tor. Den Aktionen merkte man die Scheu vorm letzten Risiko an und so herrschte kontrollierte Offensive mit leichten Vorteilen der Straupitzer. Marcus Jugan prüfte mit einem Kopfball in der 62. Minute den Missener-Keeper, aber damit war der Höhepunkt einer Partie mit jetzt wenigen Strafrauszenen bereits genannt. Routinier Udo Weßnick (Missen) und Andre Mietk (Straupitz) ließen mit ihren Abwehrreihen keine Überraschung mehr zu und so hatte der 20-jährige Calauer Referee Daniel Kochan in seinem letzten Spiel, das er für den Spreewälder Fußballkreis leitete, keine Probleme.

Als sich alles bereits auf eine Verlängerung einstellte, nutzte Lars Kupsch den einzigen Fehler vom Straupitzer Libero Andre Mietk, der über den Ball schlug und so den Missenern die erste Chance der zweiten Halbzeit eröffnete, die der Stürmerfuchs listig zum 2:1 nutzte. Sechs Minuten blieben den Blau-Weißen noch für den Ausgleich und den hatte Ken Märting in der 87. Minute auf dem Fuss, als er aus einem Meter den Ball über das leere Tor hob. Die letzte Spielminute lief und auf Missener Seite träumte man bereits vom Pokaltriumph, als Marcus Jugan die kollektive Auszeit in der TSV-Abwehr zum verdienten Straupitzer Ausgleich nutzte.

Beide Mannschaften waren mit ihren Kräften am Ende, doch es begann die Qual der Verlängerung für die Spieler, in der nur eine Einzelaktion die Entscheidung bringen konnte. Lars Kupsch erzwang sie mit einem seiner unwiderstehlichen Sololäufe, der im Strafraum nur per Foul gestoppt werden konnte. Kurt Raschick nutzte den Elfmeter zur erneuten Missener Führung in der 99. Minute. Straupitz spielte jetzt alles oder nichts und so hatten die Missener mit Kontern die Chance zur Entscheidung. Doch es blieb spannend bis zur letzten Sekunde, in einer Partie mit glücklichen Missenern Pokalsiegern.

Blau-Weiß Straupitz spielte mit Jan Friedersdorf, Andre Mietk, Mario Richter, Marcus Buder, Christoph Köhler (112., Stephan Roesner), Dirk Schieban, Ben Smalla, Martin Jerol (96., Ronny Pöschk), Ken Märting, Ralf Guttke, Marcus Jugan.

TSV Missen spielte mit Gordon Handt, Udo Weßnick, Patrick Lindner, Daniel Richter, Kurt Raschick, Alexander Bronk (82., Kevin Adolph), Thomas Haupt, Michael Kupsch, Martin Bomke (60., Kai Kämke), Jerome Handt (118., Toni Mudrick), Lars Kupsch.

Schiedsrichter: Daniel Kochan (Calau), Martin Weichert (Gießmannsdorf), Sven Grogorick (Vetschau)

Stimmen zum Spiel:

Werner Liebach (Straupitz): "Echte Pokalatmosphäre, eine tolle Atmosphäre. Die Boblitzer waren würdige Gastgeber eines spannenden Finalspiels zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften."

Andreas Rothe (Boblitz): "Als Gastgeber sind wir hochzufrieden, mit der Zuschauerresonanz, aber auch mit dem spannungsgeladenen Spiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften. Missen nutzte wie gewohnt sine wenigen Chancen clever und hat deshalb verdient den Pokal gewonnen."

Benjamin Kaiser (Vorsitzender des Spreewälder Fußballkreises): "Boblitz erwies sich als sehr guter Gastgeber. Das Pokalfinale war eine Partie, in der die Elf gewann, die ihre wenigen Chancen cleverer nutzte, während die Straupitzer ihre Überlegenheit nicht in Tore umsetzen konnten."

Udo Weßnick (Missen): "Ein schöner Saisonabschluss mit dem Pokaltriumph. Wir wollten den Zuschauern eine spannende Partie bieten. Einzig mit dem Elfmeterschießen hat es nicht geklappt. Kompliment an die Straupitzer, die ein sportlich fairer Gegner waren."