Rückblick 22.Spieltag Kreisliga 2007/2008 FK Niederlausitz

Hallo Fußballfreunde!

Durch das Patzen der beiden an der Spitze stehenden Vereine Viktoria Cottbus und des VfB Cottbus ist das Spitzenfeld der Liga weiter zusammengerückt. Aufsteiger Kahrener SV 03 ist nach einem Sieg in Laubsdorf nun auf Platz zwei in der Tabelle. Die Erfolgsserie von Frischauf Briesen hält weiter an und sie haben jetzt einen einstelligen Tabellenplatz inne. Die in Abstiegsnöten befindlichen Vereine BSV Cottbus Ost, TSV Cottbus und die Wacker-Reserve konnten ihren Rückstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht verkürzen. Alle drei Vereine kamen über ein Remis nicht hinaus. Zu den Spielen :

Bei Viktoria Cottbus ist Sand im Getriebe. Sieht man sich die Ergebnisse der Rückrunde an, so haben sie von 21 möglichen Punkten gerade nur 9 Punkte erreicht. Dank ihrer guten ersten Halbserie und dem straucheln der Konkurrenz stehen sie noch mit sieben Punkten Vorsprung zur Konkurrenz an der Spitze der Liga. Ihre derzeitige Schwäche wurde im Spiel gegen den Heinersbrücker SV voll sichtbar. Sie sind zurzeit nicht in der Lage, ein überlegen geführtes Spiel sicher nach Hause zu fahren. Größtes Handicap ist dabei, das Auslassen von hundertprozentigen Chancen. Hinzu kommt das ungenaue Abspiel, welches zur Folge hat, dass dabei immer der Verlust des Ballbesitzes ist. Der Schwung der ersten Halbserie ist verloren gegangen. Im Spiel gegen den Heinersbrücker SV hatten sie, wie schon gegen Blau-Weiß Schorbus, gleich in der ersten Minute die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch diese Chancen, wie dann im Anschluss weitere, wurde vergeben. Erst nach zwanzig Spielminuten hatte Tom Mißbach eine große Einschussmöglichkeit. So ging es dann im 10-Minutenrhythmus weiter. Nach einem Eckball in der 30.Minute (Mißbach) versiebte Marco Mattern diese große Chance. Einen Superpass von Tom Mißbach konnte Marcus Greilich nur über das Tor jagen. So setzte sich dies fort. Zwischenzeitlich setzten die Gäste einige sehenswerte Konter, die aber noch nicht trafen. Kurz vor der Pause hatte dann Viktoria noch einmal eine Möglichkeit in Führung zu gehen, doch auch dieser Versuch scheiterte. Dieses Auslassen von Chancen sollte sich dann in Halbzeit zwei rächen. Denn nach dem Pausenpfiff erkannten die Gäste, dass hier was gehen würde. Zuvor musste der Ersatzkepper der Gäste Kopf und Kragen riskieren, um seine Mannschaft vor dem Rückstand zu bewahren. Nun, das Spiel der Gäste wurde jetzt frecher. Immer wieder kamen sie vor das Tor des Gastgebers. In der 69.Minute kam es, wie es kommen musste. Die Gäste kamen durch Kotzur zur 0:1 Führung. Schon drei Minuten nach dem Führungstreffer hatte Routinier Robert Durbajlo mit einem Fernschuss die Chance auf 0:2 zu erhöhen, doch der Schlussmann von Viktoria verhinderte dies mit einer großen Parade. Der gleiche Spieler hatte dann in der 83.Minute, ebenfalls nach einem 45 Meter-Schuss(!!), die Chance erneut zu treffen, aber wiederum wurde der Ball vom Viktoria Schlussmann unschädlich gemacht. Dann die 84.Minute. Henry Karnoll nahm sich das Leder und verwandelte zum 0:2. Viktoria war geschlagen. Zwar versuchten sie eine Resultatsverbesserung zu erreichen, doch an diesem Tage hätten sie es nicht mehr geschafft. Am Ende ein nicht unverdienter Sieg der Gäste, die damit aus dem Abstiegsgeschehen heraus sein sollten. Viktoria muss aufpassen nicht noch mehr an Boden zu verlieren, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Der VfB Cottbus musste ersatzgeschwächt beim Tabellenletzten, der Wacker-Reserve antreten. So musste die komplette Abwehr ersetzt werden. Hinzu kommt, das sich Torjäger Randy Knöfel vom Team verabschiedet hat, da er in Leipzig studiert. Ein herber Verlust für den VfB. Dies merkte man im Spiel gegen den Tabellenletzten. Ihre flüssigen Kombinationen fehlten in diesem Spiel. Nach einer viertel Stunde Spielzeit hatten die Gäste ihre erste gute Möglichkeit durch Erik Weber, die aber vergeben wurde. Fast im Gegenzug dann der Gastgeber durch Carsten Kurt. So entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die der Gäste zwingender waren (Erik Weber 25. und 28.Minute). Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Mit zunehmender Spielzeit hatte der Gastgeber mehr vom Spiel und kam zu einigen guten Möglichkeiten. Nach gut einer Stunde Spielzeit reduzierten sich die Gäste auf zehn Mann. Martin Rinza sah die rote Karte. Nun in Unterzahl spielend hatte der VfB alle „Hände“, sprich „Bein“ voll zu tun, um die Angriffe der Wackeraner zu stoppen. Dann die 78.Minute. Thomas Wold konnte aus Nahdistanz für den Gastgeber zum 1:0 vollenden. Die Überraschung lag in der Luft. Konnte der Tabellenletzte diese knappe Führung nach Hause bringen? Nein, sie konnten nicht. Drei Minuten vor Ultimo kam der große Favorit dieses Spieles doch noch zum schmeichelhaften 1:1 Ausgleichtreffer. So blieb es dann bis zum Schlusspfiff. Dieses Unentschieden nutzte am Ende keinem.

Eine gutklassige Partie sahen die 100 Zuschauer in Laubsdorf bei der Begegnung der Blau-Gelben Reserve und dem Aufsteiger und Tabellendritten Kahrener SV 03. Es entwickelte sich sofort nach dem Anpfiff ein sehenswertes Spiel mit Vorteilen für den Gastgeber. Der Gastgeber vergaß es, aus ihren Möglichkeiten Kapital zu schlagen und mit einem Vorsprung in die Pause zu gehen. Nach dem Pausentee bestimmten die Gäste nun das Spielgeschehen. Standartsituationen führten dann spät für die Führung der Gäste (0:1,75.Minute Christian Röseler, 0:2, 89.Schopka). Nicht unerwähnt sollte bleiben, das der Gastgeber durch eine Ampelkarte ab der 78.Minute in Unterzahl spielen musste.

Fichte Kunersdorf führte schon zur Pause im Spiel gegen Blau-Weiß Schorbus mit 2:0 und gaben den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. Gleich nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen durch Marcel Kuba der Anschlusstreffer. Dieser Treffer machte Kräfte bei den Gästen frei, denn sie drängten nun auf den Ausgleich. Der gelang ihnen dann auch durch ihren Torjäger vom Dienst Christian Tischer (74.Min.). Die Gäste erkannten die Situation und wollten nun auch noch den Führungstreffer. Kunersdorf wirkte wie die Maus vor der Schlange. Nichts lief mehr. Zu allem Überdruß kamen die Gäste eine Minute vor Ultimo durch einen Foulelfmeter noch zum nicht unverdienten 2:3 Erfolg.

Blau-Weiß Klein Gaglow konnte in Forst einen Sieg einfahren. Im Spiel gegen den SV Rot-Weiß 90 mussten sie in der 25.Minuten den Führungstreffer des Gastgebers hinnehmen, den sie dann aber noch vor dem Pausenpfiff egalisieren konnten (Christian Witasch). Die Neißestädter drängten auf die erneute Führung, die ihnen aber nicht gelang. Allmählich befreiten sich die Gäste vom Druck der Neißestädter und kamen ihrerseits zu Chancen. Eine dieser Möglichkeiten konnte Alexis Richter nutzen und vollendete zum 1:2 (77. Min.). Die letzten zehn Minuten musste der Gastgeber zu zehnt weiter spielen, da Christian Wollny die Ampelkarte sah.

Erstaunlich der Leistungssprung von Frischauf Briesen. Nun schon der vierte Pflichtspielsieg in Folge. Nach dem Weiterkommen im Pokal und den Punktspielsiegen gegen Klein Gaglow und dem VfB Cottbus musste nun auch der FSV Spremberg in Briesen Federn lassen. In einem vom Kampf überwogenem Spiel kam Briesen nach 25.Minuten zur 1:0 Führung (Jan Augustin). Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Schon 60 Sekunden später glich der FSV durch Mathias Krautz aus. Ein Foulelfmeter brachte die 2:1 Pausenführung für Briesen (Christian Suckert). Nachdem den Gästen erneut in der 57.Minute der 2:2 Ausgleich (Mathias Krautz) gelang, stand das Spiel auf Messers Schneide. Zwei Konter des Gastgebers führten dann zu zwei weiteren Toren. (63.Min. Alpisch, 90.Min. Suckert).

0:0 endete das Kellerderby zwischen dem BSV Cottbus Ost und der SG Willmersdorf. In einem Spiel mit wenig Höhepunkten hatten die Ostler mehrere Chancen, die der Willmersdorfer Schlussmann alle zu Nichte machte und die Gäste kamen durch Ronny Elsholz in der 87.Minute zu der Riesenmöglichkeit, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch der Ost-Schlussmann parierte großartig. Am Ende eine Punkteteilung mit denen beide nicht so richtig leben können.

Der TSV Cottbus hatte sich mit der Eintracht aus Peitz auseinander zu setzen. Vom Anpfiff an bestimmten die Fischerstädter das Spielgeschehen. Schon nach drei Minuten hätten sie in Führung gehen müssen. Dann in der 9., 20. und 25.Minute wurden klarste Einschussmöglichkeiten ausgelassen. Ein grober Abwehrfehler von Alexander Seidler führte dann zur 0:1 Gästeführung. Nico Manig ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte. Nach dem Seitenwechsel hatte der TSV zwei Riesenchancen, die aber erneut nicht genutzt werden konnten (46. u. 59.Min.). Die Gäste erhöhten überraschend in der 63.Minute auf 0:2 (Zech). Doch schon zwei Minuten später gelang dem TSV der 1:2 Anschlusstreffer (Jens Reinsberg). Nun drängte der TSV weiter auf den Ausgleich. In der 78.Minute war es dann soweit. Carl-Georg Bürgelt gelang das 2:2. Nun häuften sich die Einschussmöglichkeiten für den Gastgeber. Doch die Fischerstädter gaben sich nicht geschlagen und hatten durch Tobias Funk die Chance, erneut in Führung zu gehen. In der 88. und 89.Minute noch einmal zwei hundertprozentige Chancen für den TSV, die aber vergeben wurden. In der Schlussminute schlug ein Fernschuss aus gut 22 Metern nur an die Querlatte des Peitzer-Tores. Glück für die Gäste, die so leichtfertig eine sichere 2.0 Führung noch aus der Hand gaben.

Joachim Rohde